Westfalenpost: Zum CDU-Wahlprogramm: Wenig Angriffsfläche
ID: 1506897
vor. Einer hat es herbeigesehnt: Martin Schulz. Der
SPD-Kanzlerkandidat ist für jede Angriffsfläche dankbar, die sich ihm
in den nächsten 83 Tagen bis zur Bundestagswahl bieten wird. Groß
wird sie indes nicht sein. Die Christdemokraten haben sich aus dem
allgemeinen politischen Legokasten bedient. Sie können mit fast jedem
Partner etwas aufbauen, sprich: eine Koalition bilden; ganz gleich ob
deren Steine nun gelb, rot oder grün sind. Das ist nun vielleicht
sogar leichter geworden, weil die Streitfrage der "Ehe für alle"
erst einmal entschieden ist. Das Programm ist an vielen Stellen
vage. Das genaue Zieldatum für die vollständige Anhebung des
Kinderfreibetrages fehlt. Offen ist auch, wann der Solidarzuschlag
genau entfällt. Die wichtigsten Entscheidungen ihrer Laufbahn - der
Ausstieg aus der Atomkraft und die liberale Flüchtlingspolitik - hat
Merkel situativ entschieden und nicht, weil sie einem Programm
gefolgt wäre. Sie steht auch deshalb wieder gut da, weil die
bayrische CSU schon im Januar ein anatomisches Prinzip der Politik
erkannt hat: Der Schwanz wedelt nicht mit dem Hund, es ist umgekehrt.
Die kleine CSU kann die größere CDU nicht zwingen, gegen ihren Willen
eine Obergrenze für Flüchtlinge einzuführen. Seitdem die CSU das
eingesehen und sich eingehakt hat, seitdem die Unionsparteien wieder
der Kanzlerwahlverein sind, steigt auch der Zuspruch. Merkel ist
keine Visionärin, sondern eine Verwalterin des Landes. Keine
Experimente, das ist in Deutschland keine Drohung, sondern ein
Versprechen. Merkel weiß das. Schulz wird es lernen.
Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion
Telefon: 02331/9174160
Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.07.2017 - 21:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1506897
Anzahl Zeichen: 1989
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Hagen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 504 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Zum CDU-Wahlprogramm: Wenig Angriffsfläche"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalenpost (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo
Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef
Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt
Weitere Mitteilungen von Westfalenpost
Westfalenpost: Wie man Raser ausbremst ...
Ein Jahr Haft auf Bewährung für den einen Angeklagten. Für den anderen knapp zwei Jahre Haft, die er wegen einer Vorstrafe tatsächlich absitzen muss. Weder Richter noch Staatsanwälte sahen am Ende des Prozesses sichere Anhaltspunkte dafür, dass sich die beiden Verurteilten in Hagen verabre
Neue Westfälische (Bielefeld): Regionale 2022 Wichtige Weichenstellungen Matthias Bungeroth ...
Es ist das bedeutendste Regionalförderprojekt, das das Land Nordrhein-Westfalen zu vergeben hat: Die Regionale 2022 soll mit dazu beitragen, Ostwestfalen-Lippe in wichtigen Fragen der Infrastruktur voranzubringen. Ein herausragendes Gesamtpaket, wenn nun die beteiligten Institutionen und Gremie
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu G20 ...
Der Aufwand, den die Polizei für einen sicheren Ablauf des G20-Treffens in Hamburg betreiben muss, zeigt deutlich: Die Hansestadt ist der völlig falsche Ort für diesen Gipfel. In einer Metropole mit einer ausgewiesen linksextremen Szene müssen die Behörden - bei einer Veranstaltung wie d
Rheinische Post: Pinkwarts Pläne Kommentar Von Florian Rinke ...
Der neue Wirtschaftsminister hat große Pläne: NRW soll digitaler Vorreiter werden. Andreas Pinkwart will dazu das Rheinland zum digitalen Zentrum ausbauen. Das ist gut so. Schon jetzt haben die meisten NRW-Start-ups an Rhein und Ruhr ihren Sitz - und nicht im Sauerland oder im Oberbergischen. E




