Lausitzer Rundschau: Vorsicht ist geboten
Zum Vorgehen der EU gegen Firmen-Kartelle
ID: 1509372
beteiligten Unternehmen, die geheim Preise abgesprochen haben, müssen
von den Kartellbehörden mit einer Geldstrafe belegt werden, für die
ein klares Kriterium gilt: Die Buße muss auf jeden Fall höher
ausfallen als die Profite, die sie durch ihr gesetzeswidriges Tun
eingefahren haben. Es darf auch keine Rolle spielen, ob durch die
Strafe die Fähigkeit des Unternehmens beeinträchtigt wird, in
Forschung und Entwicklung zu investieren. Es muss nämlich am Ende
gewährleistet sein, dass sich ein Kartell für keinen der Beteiligten
finanziell lohnt. Doch illegale Preisabsprachen haben häufig noch
eine zweite finanzielle Dimension. Die Geschädigten verlangen
Schadenersatz. Auch das ist völlig in Ordnung: Im Fall des
Lastwagenkartells haben die Konzerne ihre Milliardenprofite auf
Kosten von Bürgern gemacht, die vielfach ihr Geld nicht so locker
sitzen haben. Letztlich hat ja jeder ÖPNV-Kunde über überhöhte
Ticketpreise das Kartell geschmiert. Im europäischen Rechtssystem ist
es für die Geschädigten nicht so leicht, finanzielle Ansprüche
geltend zu machen. Das Instrument der Sammelklage, wie etwa in den
USA, gibt es nicht. Dafür sprechen vernünftige Gründe, wie im Fall
des Laster-Kartells schnell klar wird: Die Kaufsummen variieren
stark. Da ist es schwer, pauschal eine Entschädigung festzusetzen.
Auch in Europa gehen hoch spezialisierte Anwaltsfirmen inzwischen
neue Wege, um die Ansprüche von Verbrauchern geltend zu machen. Sie
befinden sich dabei auf juristischem Neuland. Es ist absehbar, aber
noch lange nicht garantiert, dass sie damit Erfolg haben. Es muss
aber genau beobachtet werden, wohin die Milliarden fließen. Es darf
nicht sein, dass am Ende findige Juristen auch mithilfe des Internets
eine Klageindustrie aufbauen, Verfehlungen der Konzerne gnadenlos
ausnutzen und den ganz großen Reibach machen, weil die Geschädigten
ihnen vorher die finanziellen Ansprüche abtreten mussten.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Original-Content von: Lausitzer Rundschau, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 10.07.2017 - 22:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1509372
Anzahl Zeichen: 2406
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 443 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Vorsicht ist geboten
Zum Vorgehen der EU gegen Firmen-Kartelle"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Börsen-Zeitung: Auflösungserscheinungen, Kommentar zu G20 von Stephan Lorz ...
Unter dem Klima- und Energieaktionsplan der Staats- und Regierungschefs beim G20-Gipfel war die Tinte noch nicht trocken, da scherte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan schon aus und knüpfte die noch ausstehende Ratifizierung des Abkommens in seinem Land an Finanzforderungen. Dass US
Corvus Gold gewinnt Coeur Mining als strategischen Investor ...
Vancouver, B.C. - Corvus Gold Inc. ("Corvus" oder das "Unternehmen") - (TSX: KOR, OTCQX: CORVF - http://www.commodity-tv.net/c/search_adv/?v=297329) gibt bekannt, dass das Unternehmen mit Coeur Mining eine Privatplatzierung in Höhe von 4,65 Mio. CAD durchgeführt hat. Im Rahmen
Corvus Gold gewinnt Coeur Mining als strategischen Investor mit einer Option auf die Erhöhung der Aktienbeteiligung ...
Corvus Gold gewinnt Coeur Mining als strategischen Investor mit einer Option auf die Erhöhung der Aktienbeteiligung Vancouver, B.C. - Corvus Gold Inc. (Corvus oder das Unternehmen) - (TSX: KOR, OTCQX: CORVF - http://www.commodity-tv.net/c/search_adv/?v=297329) gibt bekannt, dass das Unte
Straubinger Tagblatt: Zu den Euro-Finanzministern Mehr Euro ...
Das belastende Thema Griechenland ist vorerst abgehakt. Und mit Italien wollte man sich auch nicht allzu intensiv befassen. Also deklarierte man den umstrittenen Einsatz von Steuergeldern zur Rettung dreier Institute kurzerhand zu einem erlaubten Eingriff um. Schließlich habe es sich ja nicht u




