neues deutschland: Kommentar zu Gewinnen aus den Krediten an Griechenland: Einträgliche »Hilfe«
ID: 1510331
Bundesregierung mit den Krediten an Griechenland gemacht. Dass solche
Zinserträge anfallen, ist für sich genommen erst einmal kein Problem.
Wer Geld verleiht, bekommt dafür im Gegenzug etwas. Der springende
Punkt ist ein anderer: Es widerspricht nicht nur »im moralischen
Sinne« der Solidarität, wie die Grünen nun beklagen, dass Berlin auch
noch Profit aus der Krise Griechenlands zieht. Das Kreditregime, in
dem Griechenland seit Jahren gefangen gehalten wird, lässt sich auch
in einem ökonomischen Sinne nicht als »Hilfe« bezeichnen. Anfangs
floss viel Geld aus den Krediten für Griechenland in den
Finanzsektor, um Banken zu retten. Später floss viel Geld aus neuen
Kredite in die Begleichung alter Verbindlichkeiten. Die Auflagen, die
Athen für die Gelder akzeptieren musste, blockierten die ökonomische
Stabilisierung, weil sie vor allem auf Kürzungen setzen, damit die
Nachfrage und so die Steuereinnahmen schwächten. Von den gravierenden
sozialen Folgen dieses Kurses ganz zu schweigen. Es wäre das
Mindeste, die deutschen Zinsgewinne an Athen weiterzureichen, die aus
dem EZB-Programm zum Ankauf griechischer Anleihen anfallen. Viel
besser wäre es, wenn auf europäischer Ebene endlich eine Gesamtlösung
für die Schulden gefunden würde, die nicht nur Griechenland belasten.
Doch ist damit zu rechnen? Erst, wenn in Berlin eine andere Haltung
zur Solidarität regiert.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.07.2017 - 17:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1510331
Anzahl Zeichen: 1770
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 335 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zu Gewinnen aus den Krediten an Griechenland: Einträgliche »Hilfe«"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Weser-Kurier:Über Donald Trump jr. schreibt Thomas Spang: ...
Eine E-Mail an Donald Trump Junior lässt den großmäuligen Sohn des Präsidenten ziemlich kleinlaut werden. Stattdessen spricht für ihn nun ein Anwalt, der sich als Vertreter von Gangstern einen Namen machte. Dieser dürfte seine liebe Not haben, den Erstgeborenen vom Verdacht des Verrats rei
Studie: Internationaler Wettbewerb in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik intensiviert sich / Raum für europäische Synergien ...
In der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik befindet sich Deutschland in einem intensiver werdenden internationalen Wettbewerb. Neben den traditionellen Akteuren wie Frankreich, Großbritannien und den USA engagieren sich seit rund einem Jahrzehnt verstärkt weitere Länder wie Brasilien, Ch
neues deutschland: Historiker van der Linden: Norm der Arbeit im Weltkapitalismus ist die Prekarität ...
"Die Norm der Arbeit im Weltkapitalismus ist die Prekarität", sagt der Globalhistoriker Marcel van der Linden vom Internationalen Institut für Sozialgeschichte (IISH) in Amsterdam. Im Gespräch mit der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Dienstagausgabe
neues deutschland: Kommentar zu den Beziehungen USA-Russland: Schadsoftware ...
Russlands Präsident hatte dem US-amerikanischen kaum erst den Rücken gekehrt, da war deren Hamburger Verabredung einseitig aufgekündigt. Dafür genügte dem Hausherrn in Washington als Schadsoftware böser Spott über eine gemeinsame Arbeitsgruppe für Cybersicherheit. Schließlich sei, so die




