Berliner Zeitung: Parzinger betrachtet Provenienzforschung als zentrales Thema der Preußenstiftung:
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Preußischer Kulturbesitz und einer von drei Gründungsintendanten des
Humboldt-Forums, wehrt sich gegen die Kritik der französischen
Kunsthistorikern Bénédicte Savoy, die in einem Interview schwere
Vorwürfe gegen die Pläne des Humboldt-Forums erhoben hatte. Sie
kritisierte vor allem die mangelnde Erforschung der völkerkundlichen
Sammlungen in Bezug auf die Herkunft der Objekte. "Wir sind offen für
Kritik, das braucht das Humboldt Forum auch. Aber sie sollte dann
schon halbwegs konstruktiv zu sein", sagte Parzinger der Berliner
Zeitung (Freitagausgabe). "Die Provenienzforschung ist für die
Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein ganz zentrales Thema", so
Parzinger. "In Bezug auf völkerkundliche Bestände ist das ein relativ
neues Thema, das aber mit Recht enorm an Bedeutung gewonnen hat. Aber
wir haben längst mit der Untersuchung unserer Bestände begonnen und
kooperieren dabei mit den Herkunftsländern, derzeit gerade mit
Tansania und Ruanda." Parzinger führte auch an, wie er sich die
künftige Arbeit des Humboldt-Forums vorstellt. "Es gibt eine
Arbeitsgruppe zu den Objekten aus Benin in Westafrika, das 1897 von
britischen Truppen geplündert wurde. Die dabei erbeuteten Kunstwerke
wurden später an Museen in aller Welt verkauft. Diese Geschichte
werden wir ebenfalls im Humboldt-Forum erzählen." (BLZ)
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Datum: 27.07.2017 - 16:46 Uhr
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