Grünen-Chef Özdemir: "Merkel muss Diesel-Skandal zur Chefsache machen!"
ID: 1515641
Sperrfrist: 29.07.2017 06:00
Bitte beachten Sie, dass diese Meldung erst nach Ablauf der
Sperrfrist zur Veröffentlichung freigegeben ist.
Der Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen, Cem Özdemir, hat
Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, den Diesel-Skandal und die
Zukunft der Automobilindustrie zur Chefsache zu machen.
Özdemir sagte am Samstag im rbb-Inforadio, die Thematik dürfe
nicht länger dem Bundesverkehrsminister überlassen werden: "Herr
Dobrindt ist damit überfordert. Das muss jetzt zur Kanzlerin gezogen
werden, das muss zur Chefsache erklärt werden. Es geht um die
Leitindustrie der deutschen Volkswirtschaft, an der viel hängt. Und
es geht noch um viel mehr, es geht um das 'Made in Germany'. Das wird
gerade mutwillig kaputt gemacht. Produkte aus Deutschland, die
standen mal dafür, dass das, was versprochen wurde, auch gehalten
wird. Was ist das für ein unglaublicher Skandal, dass wir nicht in
Deutschland das Versagen aufgedeckt haben." Özdemir warf den
verantwortlichen Politikern in diesem Zusammenhang vor, bewusst
weggeschaut zu haben: "Es gab doch eine Kumpanei. Die einen tun so,
als ob sie Grenzwerte einhalten, die anderen tun so, als ob sie
Grenzwerte kontrollieren. Man blinzelt sich zu und sagt 'wir wissen
Bescheid'. Leidtragende sind die Verbraucher."
Der Grünen-Chef forderte weiter, dass der Diesel-Gipfel in der
nächsten Woche handfeste Ergebnisse bringt. Das gestrige Urteil aus
Stuttgart müsse als "Blaupause" gelten. Aber jetzt müsse "der Bund
ran": "Ich erwarte, dass bei dem Diesel-Gipfel eine verbindliche
Verabredung rauskommt, mit einem klaren Zeitplan bis wann
nachgerüstet wird. Die blaue Plakette muss noch in diesem Jahr
kommen. Das können die Kommunen nicht leisten. Ansonsten haben wir
doch einen Flickenteppich in Deutschland. Dann müssen sie künftig mit
einem dicken Handbuch durch Deutschland fahren, da steht dann drin,
mit welchem Diesel sie in welche Stadt noch reinfahren dürfen. Die
Grünen seien eigentlich gegen Fahrverbote: "Aber die Fahrverbote
werden durch das Nichthandeln von Dobrindt erzwungen."
Özdemir sprach sich für ein Umsteuern in der deutschen
Automobilindustrie aus. Die Zukunft liege nicht im Verbrennungsmotor,
sondern in emissionsfreien Fahrzeugen: "Ich will nicht, dass das Auto
in Deutschland eines Tages im Museum zu besichtigen ist, weil
Deutschland den Wandel in die Mobilität von morgen verpennt hat. Ich
befürchte, mit Herrn Dobrindt als Verkehrsminister wird uns das
blühen, denn der bekommt immer als letztes mit was passiert."
Das Interview mit Cem Özdemir sendet Inforadio vom rbb am Samstag
um 12.22 Uhr in der Sendung "Zwölfzweiundzwanzig" mit Sabina Matthay.
Pressekontakt:
Rundfunk Berlin-Brandenburg
INFOradio
Chef / Chefin vom Dienst
Tel.: 030 - 97993 - 37400
Mail: info@inforadio.de
Original-Content von: Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb), übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.07.2017 - 06:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1515641
Anzahl Zeichen: 3317
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Auto & Verkehr
Diese Pressemitteilung wurde bisher 623 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Grünen-Chef Özdemir: "Merkel muss Diesel-Skandal zur Chefsache machen!""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Arbeitgeber erneut ermahnt, Mitarbeitern - wenn technisch möglich - die Arbeit im Homeoffice zu erlauben. Im ARD-Mittagsmagazin betonte er, das gelte sowohl für die Privatwirtschaft als auch den öffentlichen Dienst. Da gebe es "einige, die haben
Brandenburg will Clearingstelle zu Corona-Schutzimpfungen ...
In Brandenburg sollen zukünftig jüngere, pflegebedürftige Menschen früher gegen COVID-19 geimpft werden können als bisher geplant. Wie der rbb aus dem Gesundheitsministerium erfuhr, hat Ministerin Ursula Nonnemacher (B'90/Grüne) entschieden, eine Clearingstelle einzurichten, die in Absti
Karl Lauterbach (SPD) ruft Spahn zurÜberarbeitung der Impfverordnung auf ...
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu auf, die aktuell geltende Impfverordnung zu überarbeiten. Die aktuelle Priorisierung von Impfanwärtern vernachlässige pflegebedürftige Hochrisikogruppen, sagte Lauterbach im ARD-Mittagsmagazin: "Dam
Weitere Mitteilungen von Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb)
Porsche Cayenne Skandal- Anwälte reichen erste Klage auf Schadensersatz gegen Porsche ein ...
Nachdem Bundesminister Dobrindt bekannt gab, dass das Modell Cayenne der Porsche AG zurückgerufen wird, erhob die im Abgasskandal führende Kanzlei Dr. Stoll & Sauer Rechtsanwaltsgesellschaft mbH eine erste Klage für einen Porsche Cayenne Fahrer. Der Geschädigte wirft der Porsche AG vor, d
Einladung zur Pressekonferenz: Stuttgarter Urteil zu Fahrverboten schafft Fakten - Nationales Forum Diesel bietet keine Lösung ...
Erneut bekräftigt ein Gerichtsurteil das Versagen der Politik auf Bundes- und Landesebene in Sachen Luftreinhaltung - Nationales Forum Diesel ohne Beteiligung von Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden unterstreicht Fortsetzung kartellartiger Strukturen - Deutsche Umwelthilfe wird Fahrverbote
GRIP - Das Motormagazin: "Der Nio EP 9" (FOTO) ...
Sendetermin: Sonntag, 30. Juli 2017, um 18:00 Uhr bei RTL II GRIP-Testfahrer Matthias Malmedie testet exklusiv im deutschen Fernsehen den chinesischen Elektro-Sportler. China schickt das derzeit extremste Elektro-Auto der Welt an den Start: den NIO EP 9 mit einem Megawatt Leistung - da
Verwaltungsgericht Stuttgart: Diesel-Fahrverbote in Stuttgart ab 1. Januar 2018 zulässig und erforderlich ...
Deutsche Umwelthilfe siegt vor dem Stuttgarter Verwaltungsgericht mit Klage gegen das Land Baden-Württemberg - Der von der Landesregierung vorgelegte Entwurf des Luftreinhalteplans enthält keine ausreichenden Maßnahmen zur Verringerung der Luftbelastung - Gericht lehnt Software-Updates für




