Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur SPD

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(ots) - Das ist sie also. Die Wahlkampagne, mit der die
SPD die christdemokratische Übermacht angreifen will. Aber Angriff
sieht anders aus, liebe Genossinnen und Genossen. Gut, dass in der
ersten Plakatwelle die Evergreens - Rente, Löhne, Bildung - aus der
sozialdemokratischen Juke-Box dudeln, dürfte nicht überraschen. Und
dass zunächst Themen - und nicht Spitzenkandidat Martin Schulz - im
Mittelpunkt stehen, ist mit Blick auf dessen Beliebtheitswerte keine
schlechte Entscheidung. Aber ganz ehrlich: Bei dieser Bundestagswahl
geht es nicht um die von der SPD fast schon manisch beschworene
Gerechtigkeit. Es geht um Sicherheit - sowohl innenpolitisch, als
auch mit Blick auf die ganz großen Bühnen in Washington und Moskau,
Istanbul und Brüssel. Auch wenn das sicherlich nicht die
Kernkompetenz der Sozialdemokraten ist: Wer in Umfragen bis zu 18
Prozentpunkte hinter CDU/CSU liegt, der sollte sich auch erlauben, in
fremden Teichen zu fischen. Es sei denn, die SPD hat sich schon
längst mit ihrer Rolle als Juniorpartner in der nächsten Großen
Koalition oder sogar in der Opposition abgefunden.



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= Von Georg Winters
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Datum: 01.08.2017 - 21:00 Uhr
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