Rheinische Post: Trump verharmlost
Kommentar Von Frank Herrmann
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reden. Er hätte sagen müssen, was unbedingt gesagt werden musste:
Dass es weiße Überlegenheitsfanatiker waren, die den Streit um
Bürgerkriegsdenkmäler ausnutzten, um Gewalt zu provozieren. Dass es
sich bei dem tödlichen Anschlag im Zentrum von Charlottesville um die
Terrortat eines weißen Rassisten handelte. Stattdessen begnügte er
sich damit, "vielen Seiten" die Schuld in die Schuhe zu schieben. Er
laviert, verharmlost und vernebelt, mit derart trivialen Worten, dass
es eines amerikanischen Präsidenten nicht würdig ist. Es ginge zu
weit, ihn direkt verantwortlich zu machen für das blutige Chaos in
Charlottesville. Doch die Prediger des Hasses sehen in ihm einen
Präsidenten, der sie im Aufwind segeln lässt. Der Wahlkämpfer Trump
hat sich nie die Mühe gemacht, eindeutig auf Distanz zu den
Rechtsextremen zu gehen. Bis heute tut er sich schwer damit, sich von
ihnen abzugrenzen. Das aber wäre dringend geboten. Zum einen aus
moralischen Gründen. Zum anderen, um die Gräben in den USA nicht noch
weiter aufzureißen.
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Datum: 13.08.2017 - 20:00 Uhr
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