Brand: Vorausschauende humanitäre Hilfe liegt im deutschen Interesse

Brand: Vorausschauende humanitäre Hilfe liegt im deutschen Interesse

ID: 1521770
(ots) - Welttag der humanitären Hilfe am 19. August

Am morgigen Samstag, dem Welttag der humanitären Hilfe, werden die
Prinzipien der internationalen humanitären Hilfe gewürdigt und es
wird der Helfer gedacht, die im Rahmen ihrer Arbeit ihr Leben
verloren haben. Dazu erklärt der Vorsitzende der Arbeitsgruppe
Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion,
Michael Brand:

"Nie waren weltweit mehr Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen
als heute. Es sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht. Rund
doppelt so viele sind auf humanitäre Unterstützung angewiesen. Immer
neue, vor allem auch langandauernde Konflikte und humanitäre Krisen
stellen die internationale Staatengemeinschaft vor große
Herausforderungen. Der finanzielle Bedarf hat sich seit 2000 mehr als
verzehnfacht.

Deutschland stellt sich seiner gewachsenen Verantwortung und hat
u.a. im Zusammenhang mit dem Inferno in Syrien in den vergangenen
vier Jahren 1,25 Milliarden Euro für fast 70 humanitäre Hilfsprojekte
zur Versorgung der notleidenden Menschen im Land selbst und den
Anrainerstaaten bereitgestellt. Dazu braucht es mehr Anstrengungen in
der EU und international, um globale Risiken abzubauen. Das liegt
besonders auch im deutschen Interesse. Niemand sollte unterschätzen,
wie groß die Chancen sind, etwas zu bewirken, wenn die Ursachen für
Armut, Perspektivlosigkeit und Flucht aktiv, rechtzeitig und mit den
richtigen Mitteln bekämpft werden.

Wahr ist aber auch, dass humanitäre Hilfe nicht als Alibi taugen
kann für die Unfähigkeit der Weltgemeinschaft, Krisen und Konflikte
zu lösen. Die Einhaltung des humanitären Völkerrechts und der Zugang
zu Menschen, die die Hilfe am nötigsten brauchen, gehören heute zu
den größten Herausforderungen.

Außerdem wäre es kurzsichtig, die ungelösten humanitären Krisen in


anderen Weltregionen zu vergessen und nicht die notwendigen
Ressourcen für zukünftige Herausforderungen bereitzustellen. Vor
diesem Hintergrund haben wir die Haushaltsmittel für die humanitäre
Hilfe in den vergangenen fünf Jahren verzehnfacht und erreichen in
diesem Jahr 1,4 Milliarden Euro. Deutschland ist damit zweitgrößter
bilateraler Geber weltweit.

In diesem Jahr bekräftigen die humanitären Partner am Welttag der
humanitären Hilfe mit der Kampagne #NotATarget ihre Forderung an die
politischen Entscheidungsträger, alles in ihrer Macht stehende zu
tun, um die Zivilbevölkerung in den militärischen Konflikten weltweit
besser zu schützen.

Die zahlreichen Freiwilligen, die trotz der damit verbundenen
Gefahren weltweit Menschen in Not helfen, zeigen Solidarität mit den
Opfern von Krieg und Gewalt. Ihrem Mut und ihrem selbstlosen Einsatz
gebührt unser besonderer Dank. So gedenken wir morgen auch der
Helfer, die im Rahmen ihrer wichtigen Arbeit ihr Leben verloren
haben. Seit Januar 2016 waren über 400 Helfer weltweit von Angriffen
betroffen, 183 sind dabei ums Leben gekommen. Dies zeigt, dass sich
die internationale Gemeinschaft auch noch stärker als bisher für
einen ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe und einen besseren
Schutz der Helfer in Krisenregionen einsetzen muss."

Hintergrund:

Am 19. August 2003 starben 22 Mitarbeiter der Vereinten Nationen
(VN) bei einem Bombenanschlag auf das Hauptquartier der VN in Bagdad.
Die Generalversammlung der VN erklärte in Erinnerung daran, den 19.
August zum Welttag der humanitären Hilfe, um internationales
humanitäres Engagement und seine Prinzipien zu würdigen. Er ist den
Menschen gewidmet, die im Rahmen ihres humanitären Engagements
weltweit ihr Leben verloren haben.



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CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
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Datum: 18.08.2017 - 13:42 Uhr
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