Kölner Stadt-Anzeiger: Bsirske hält Sparpolitik für den großen Fehler der Bundesregierung - Verdi-Chef fordert Erhöhung des Rentenbeitrags auf 25 Prozent
ID: 1521990
den eingeschlagenen Sparkurs für die "große Fehlleistung der großen
Koalition". "Der Investitionsstau insgesamt summiert sich auf
dreistellige Milliardenbeträge", sagte Bsirkse dem "Kölner
Stadt-Anzeiger" (Montag-Ausgabe). "In einer Negativzins-Phase, in der
man mit der Aufnahme von Krediten und Staatsanleihen nicht nur Geld
bekommt, sondern daran sogar noch verdient, ist die Schwarze Null als
"das" Erfolgskriterium der eigenen Finanzpolitik nicht nur
ökonomischer Irrsinn, sondern auch denkbar unsozial", fügte er hinzu.
Mit kluger Finanzpolitik habe das nichts zu tun. Um etwa in der
Bildung auf das Niveau der skandinavischen Länder zu kommen, "müsste
Deutschland annähernd 40 Milliarden Euro jährlich mehr ausgeben". Der
Gewerkschaftschef verlangte auch eine Kehrtwende in der
Rentenpolitik. Um künftig Altersarmut zu vermeiden seien "eine
deutliche Erhöhung des Bundeszuschusses in die Rentenkasse" sowie ein
Anhebung des Beitragssatzes von derzeit 18,7 auf bis zu 25 Prozent
bis 2040 erforderlich. Paritätisch finanziert käme das die
Arbeitnehmer "nicht teurer als die heutigen Beitragssätze zuzüglich
der privaten Vorsorge". Bsirkse warnte, die gesetzliche
Rentenversicherung stehe vor einem großen Legitimationsproblem, "weil
ein Arbeitnehmer selbst bei einem Durchschnittseinkommen nach 40
Jahren Beiträgen nur unwesentlich mehr Rente erhält als derjenige,
der nie auch nur einen Cent in die Rentenkasse gezahlt hat". Bsirske
erhob auch schwere Vorwürfe gegen Amazon. Der Versandhändler erfasse
mit einem Scanner am Handgelenk jede Bewegung seiner Beschäftigten
und erstelle "systematische Ineffektivitätsprotokolle". Ein
Mitarbeiter sei wegen "zweimaliger Inaktivität innerhalb von fünf
Minuten" abgemahnt worden. "Das ist eine neue Dimension der
Überwachung", rügte der Verdi-Vorsitzende.
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149
Original-Content von: K?lner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.08.2017 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1521990
Anzahl Zeichen: 2288
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 354 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Bsirske hält Sparpolitik für den großen Fehler der Bundesregierung - Verdi-Chef fordert Erhöhung des Rentenbeitrags auf 25 Prozent"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Streifenbeamten im Polizeidienst von Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen neun Jahren immer jünger geworden. Das berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf eine Aufstellung des NRW-Innenministeriums. Danach lag der Altersdurchschnitt bei den Pol
Ex-Obmann Krischer: Ausländermaut ein Paradebeispiel für schlechte Politik -"Für angeklagten Scheuer gilt die Unschuldsvermutung bis zum Schluss" ...
Der frühere Obmann der Grünen im Untersuchungs-Ausschuss zur Pkw-Maut, Oliver Krischer, hat das Projekt als "Paradebeispiel für schlechte Politik" bezeichnet. Für den nun wegen Falschaussage im Ausschuss angeklagten Ex- Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) gelte "die Unsch
Reiche fordert Stopp von Frühverrentungsprogrammen -"Wir müssen das Arbeitsvolumen steigern" ...
Berlin. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) schaltet sich in die Reformdebatte um die Rente und den Arbeitsmarkt ein. Mit Blick auf das bis Sommer geplante große Gesetzespaket forderte Reiche im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe) unter anderem eine
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Rheinische Post:Özdemir: "Bei Seehofer weiß der Wähler nicht, woran er ist" ...
Grünen-Chef Cem Özdemir hat CSU-Chef Horst Seehofer wegen seiner Äußerungen zur Flüchtlings-Obergrenze scharf kritisiert. "Seehofer bleibt sich treu: Bei ihm weiß der Wähler nicht, woran er ist und wofür er und seine Partei noch stehen", sagte Özdemir der in Düsseldorf erschei
Rheinische Post: Trotz vieler Verfahren werden nur wenige Schlepper verurteilt ...
Polizei und Staatsanwaltschaften eröffnen jährlich Tausende neue Ermittlungsverfahren gegen Flüchtlingsschlepper, doch nur wenige davon enden mit einer Verurteilung. Das geht aus einer Umfrage der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Montagausgabe) in den 16 Bundesländ
Rheinische Post: IW-Studie: Deutsche sind im Job zufriedener als der EU-Durchschnitt ...
Rund 88 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland sind nach einer noch unveröffentlichten Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) mit ihrem Beschäftigungsverhältnis zufrieden. Damit liegt die Bundesrepublik leicht über dem europäischen Durchschnitt von 86 Prozent, wie die IW-Studie
Weser-Kurier: Kommentar von Silke Loodenüber Biogasanlagen ...
Die Idee, die überschüssige Gülle aus den Ställen einfach in Biogasanlagen zu vergären, klingt verlockend. Güllestrom für die Steckdose, fürs Haus, fürs E-Auto. Doch ganz so einfach sind die Hinterlassenschaften der Nutztiere nicht in den Griff zu bekommen. Die Nährstoffe verschwinden




