Mossad stand kurz vor Festnahme von NS-Kriegsverbrecher Mengele (FOTO)
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(ots) -
Der israelische Geheimdienst Mossad hatte mehrmals die Chance, den
NS-Kriegsverbrecher Josef Mengele in seinem Versteck in Südamerika zu
ergreifen. Das geht aus der bis heute geheimen Mengele-Akte des
Mossad hervor, über die DIE ZEIT in ihrer neuen Ausgabe berichtet.
Zwischenzeitlich hatte der israelische Ministerpräsident Menachem
Begin sogar angeordnet, Mengele zu töten. Im Juli 1977 hatte Begin
verfügt, "die Suche nach Nazi-Kriegsverbrechern wiederaufzunehmen,
insbesondere nach Josef Mengele. Wenn es nicht möglich sein sollte,
sie vor Gericht zu bringen, sollten sie umgebracht werden." Letztlich
scheiterten die Zugriffe an der Unentschlossenheit der
Mossad-Führung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Mengele
zunächst nach Buenos Aires und Paraguay und schließlich nach
Brasilien geflohen.
1962 hatte ein deutscher Journalist mit gutem Kontakt zu
ehemaligen NS-Größen den Mossad auf die Spur des Arztes gebracht. Auf
Grund der Hinweise observierte der Mossad einen Exildeutschen, der
sich wiederholt zu einer abgelegenen Farm am Rand von São Paulo
begab. Im Juli 1962 trafen mehrere bewaffnete Mossad-Agenten bei der
Observation auf eine Gruppe von Männern, unter denen sich offenbar
Mengele befand. Doch das Mossad-Hauptquartier in Tel Aviv gab
überraschenderweise kein grünes Licht für einen Zugriff. Als die
Israelis später erneut suchten, war Mengele verschwunden.
Eine Brasilianerin berichtete dem Mossad zudem davon, dass sie
ebenfalls 1962 bei einer Geburtstagsfeier für Mengele anwesend
gewesen sei. Doch der Geheimdienst schickte nur einen einzelnen
Agenten, um die Geschichte zu überprüfen. Erst unter Menachem Begin
intensivierte der Geheimdienst seine Suche wieder - zu spät: Am 7.
Februar 1979 starb Mengele in der Nähe von São Paulo bei einem
Badeunfall.
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Datum: 06.09.2017 - 14:22 Uhr
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