Saarbrücker Zeitung: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig schief - fast die Hälfte der beanstandeten Fälle fehlerhaft
ID: 1528215
"Saarbrücker Zeitung" (Samstags-Ausgabe) gute Chancen, sich
erfolgreich gegen Sperrzeiten beim Bezug ihres Arbeitslosengeldes zu
wehren, die die Arbeitsagenturen wegen angeblichen Fehlverhaltens
verhängen. Nahezu die Hälfte der beanstandeten Sperrzeiten erwies
sich in den vergangenen zwei Jahren als unrechtmäßig oder fehlerhaft,
schreibt das Blatt unter Berufung auf Daten der Bundesregierung, die
die Abgeordnete und Vorsitzende der Linkspartei, Katja Kipping,
abgefragt hatte.
Nach dem Sozialgesetzbuch können auch Bezieher von
Arbeitslosengeld I vorübergehend ihren Leistungsanspruch verlieren,
wenn sie gegen bestimmte Auflagen verstoßen. Dazu gehören
Meldeversäumnisse, oder die Ablehnung einer Arbeitsstelle. Gegen die
Verhängung einer Sperrzeit können Betroffene Widerspruch bei den
Arbeitsagenturen einlegen. 2015 musste dort über rund 53.000 solcher
Fälle entschieden werden. 2016 waren es schon 58.000. Ergebnis:
Nahezu die Hälfte der eingelegten Widersprüche war komplett oder
teilweise erfolgreich. Die Quote lag 2015 bei 43 Prozent und 2016
bei 44 Prozent. Bei den zurückgewiesenen Widersprüchen, die vor den
Sozialgerichten landen, sind die Erfolgsaussichten für die
Betroffenen ähnlich gut: 41 Prozent der Sperrzeiten, über die 2016
gerichtlich entschieden wurde, erwiesen sich als nicht haltbar.
2015 verhängten die Arbeitsagenturen insgesamt knapp 719.000
Sperrzeiten beim Arbeitslosgeld. Ein Jahr später waren es fast
770.000. "Offenbar werden die Arbeitsagenturen restriktiver",
kritisierte Kipping. Damit würden "Menschen drangsaliert, die
unverschuldet ihre Arbeit verloren haben", so die Linken-Politikerin.
Pressekontakt:
Saarbrücker Zeitung
Büro Berlin
Telefon: 030/226 20 230
Original-Content von: Saarbr?cker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 09.09.2017 - 00:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1528215
Anzahl Zeichen: 2107
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin/Saabrücken
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 391 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Saarbrücker Zeitung: Arbeitsagenturen liegen bei Sperrzeiten häufig schief - fast die Hälfte der beanstandeten Fälle fehlerhaft"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Saarbrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zum Tag des Lokaljournalismus am Dienstag macht sich die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) für eine Journalismus-Förderung stark. Diese solle unabhängig von staatlicher Einflussnahme sein. Der "Saarbrücker Zeitung" sagte Rehlinger: "Guter Lokaljournalismus i
"Ärgernis" - Ex-ZDK-Präsidentin äußert Verständnis für Kramp-Karrenbauer und kritisiert Nachfolgerin ...
Ex-Saar-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) erhält nach ihrem Austritt aus dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) wegen dessen Kritik an der Migrationspolitik der Union Rückendeckung von der früheren Chefin des katholischen Laienverbands. Die Saarländerin Rita Waschb
Ex-Bundesverfassungsrichter unterstützt Merz und nennt Fünf-Punkte-Plan "richtig" ...
Der frühere saarländische Ministerpräsident und ehemalige Bundesverfassungsrichter Peter Müller (CDU) hat das Vorgehen der Union bei der Abstimmung über die Migrations-Anträge im Bundestag verteidigt. Zugleich lobte er den Fünf-Punkte-Plan von CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz, der unter and
Weitere Mitteilungen von Saarbrücker Zeitung
Rheinische Post: Instituts-Chefs halten Vollbeschäftigung bis 2025 für erreichbar ...
Die Chefs mehrerer Wirtschaftsforschungsinstitute halten das von der Union angekündigte Ziel der Vollbeschäftigung in Deutschland bis zum Jahr 2025 für erreichbar. "Das Ziel Vollbeschäftigung zu erreichen, war nie realistischer als heute", sagte der Direktor des arbeitgebernahen I
Rheinische Post: Bundesinnenminister Thomas de Maizière für geringere Asylbewerberleistungen ...
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) will eine Angleichung der Leistungen für Asylbewerber in Europa. "Die Leistungen für Flüchtlinge sind im EU-Vergleich ziemlich hoch. Das ist Teil des Sogeffekts nach Deutschland", sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden "
Badische Zeitung: Abgeordnete in Konya / Nato-Fähnlein reicht nicht Kommentar von Thomas Fricker ...
Die Nato übt sich in Leisetreterei, weil das Mitgliedsland am Bosporus strategisch für ungemein wichtig gehalten wird, und ist jetzt dafür belohnt worden. Für Abgeordnete ist es aber längerfristig nicht akzeptabel, deutsche Soldaten nur unter dem Nato-Fähnlein besuchen zu können. Die Bund
Westfalenpost: Die Nato als Vermittlerin ...
Bundestagsabgeordnete besuchen deutsche Soldaten im Auslandseinsatz. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, denn die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Doch solange der Stützpunkt in der Türkei liegt und die deutsch-türkischen Beziehungen schockgefrostet sind, ist nichts selbstverständli




