Hardt: Wir müssen Vereinte Nationen stärken
ID: 1530882
Staatengemeinschaft zu geschlossenem Handeln
Am morgigen Dienstag beginnt die alljährliche Vollversammlung der
Vereinten Nationen in New York. Hierzu erklärt der außenpolitische
Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt:
"Die Vollversammlung der Vereinten Nationen tritt zu einem
kritischen Zeitpunkt zusammen. Die Zahl der Krisen auf der Welt hat
in rasantem Tempo zugenommen. Zugleich werden Antworten auf diese
Krisen immer komplexer. Die Herausforderungen an die
Staatengemeinschaft wachsen. Klare und verlässliche Außenpolitik ist
mehr gefragt denn je. Aus Sicht der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
sollten die Vereinten Nationen einen entschlossenen Vorstoß zur
Lösung der Krise in Nordkorea wagen. Der nordkoreanische Machthaber
Kim Jong-un gefährdet mit seinem völkerrechtswidrigen Raketen- und
Nuklearprogramm nicht nur die Sicherheit von Millionen von Menschen
in der Region, sondern wird zunehmend zu einer Gefahr für den
Weltfrieden.
Auch die anhaltende Aggression Russlands gegen die Ukraine, die
völkerrechtswidrige Annexion der Krim und das Säbelrasseln an der
Ostgrenze der NATO gehören auf die Gesprächsagenda in New York. Nur
wenn Moskau zu den Prinzipien der Charta von Paris zurückkehrt, kann
neues Vertrauen zwischen Russland und der Europäischen Union
entstehen. Jüngste Vorschläge von Präsident Wladimir Putin zur
Entsendung von Blauhelmen in die Ostukraine sollten geprüft werden.
Eine Einigung darauf wird aber nur möglich sein, wenn die
territoriale Integrität der Ukraine gewährleistet bleibt. Und nur
nach vollständiger Umsetzung der Minsker Verpflichtungen können die
Sanktionen gegen Russland aufgehoben werden.
Auch gehört der seit sechs Jahren anhaltende Krieg in Syrien auf
die Agenda der UN-Vollversammlung. Von New York erhofft sich die
Unionsfraktion eine neue politische Initiative, mit der dem
unfassbaren Leid der Menschen dort ein Ende gesetzt werden kann.
Zugleich muss eine politische Basis für eine nachhaltige
Stabilisierung und einen Wiederaufbau geschaffen werden.
In Myanmar erleben wir ein dramatisches Ausmaß ethnisch und
religiös motivierter Gewalt gegen die Minderheit der Rohingya. Als
CDU/CSU-Bundestagsfraktion haben wir uns immer klar gegen jedwede
Diskriminierung religiöser Minderheiten positioniert. Die Vertreibung
der Rohingya aus Myanmar muss umgehend gestoppt werden. Auch hier ist
die Vollversammlung der VN gefragt.
Bei all diesen Themen ist Deutschland bereit, Verantwortung zu
übernehmen, zu vermitteln und Friedensinitiativen zu unterstützen.
Diese Bereitschaft hat Bundeskanzlerin Angela Merkel in den
vergangenen zwölf Jahren ihrer Kanzlerschaft immer wieder unter
Beweis gestellt.
Mit Christoph Heusgen als neuem deutschen Botschafter bei den
Vereinten Nationen haben wir einen unserer erfahrensten Außen- und
Sicherheitspolitiker an entscheidender Stelle platziert, der als
Berater der Bundeskanzlerin die deutsche Position geprägt hat wie
kaum ein anderer. Er wird mit vollem Einsatz unsere Interessen in die
Vereinten Nationen einbringen. Die Entsendung von Herrn Heusgen
unterstreicht einmal mehr den Stellenwert, den Deutschland, aber auch
die CDU/CSU-Bundestagsfraktion den Vereinten Nationen als zentralem
Forum zur Lösung internationaler Herausforderungen beimisst.
Die Verhandlungen in New York sollen auch den Weg für eine
erfolgreiche Kandidatur Deutschlands als nichtständiges Mitglied im
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in den Jahren 2019 und 2020
bereiten. Die Wahl findet im Sommer 2018 statt. Die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion hält es für wichtig, dass Deutschland
gerade in einer so krisenbehafteten Zeit Verantwortung übernimmt. Wir
unterstützen die Kandidatur Deutschlands mit Nachdruck.
Bei der diesjährigen Generalversammlung wird der neue
UN-Generalsekretär António Guterres erstmals seine Vorstellungen über
die Zukunft der Vereinten Nationen darlegen. Mit Spannung erwartet
wird auch der erste Auftritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump.
Die Unionsfraktion erhofft sich von ihm ein klares Bekenntnis zu den
multilateralen Strukturen der Vereinten Nationen. Wir gehen davon
aus, dass die USA im Verbund mit internationalen Partnern auch
weiterhin Führung bei der Lösung globaler Probleme übernehmen
werden."
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de
Original-Content von: CDU/CSU - Bundestagsfraktion, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.09.2017 - 11:57 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1530882
Anzahl Zeichen: 5156
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 405 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Hardt: Wir müssen Vereinte Nationen stärken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Kehrtwende gelingt nur mit einfacherem, schnellerem und bezahlbarem Bauen Das Statistische Bundesamt hat heute die Fertigstellungszahlen im Wohnungsbau für das Jahr 2025 veröffentlicht. Danach wurden nur noch 206.600 neue Wohnungen fertiggestellt - rund 18 Prozent beziehungsweise 45.400 Wohnunge
Haase: Steuerschätzung ist Momentaufnahme in Zeiten hoher Unsicherheit ...
Es ergeben sich keine neuen Verteilungsspielräume Der Arbeitskreis "Steuerschätzungen" hat am heutigen Donnerstag seine Prognose der Steuereinnahmen von Bund, Ländern, Kommunen und EU vorgelegt. Hierzu erklärt der haushaltspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Christia
Fraktionsvorstand von CDU/CSU im Amt bestätigt ...
Jens Spahn als Fraktionsvorsitzender wiedergewählt, Martin Plum neuer Justiziar Ein Jahr nach Beginn der Legislaturperiode hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion turnusgemäß ihren Vorstand neu gewählt. Die Abgeordneten bestätigten Jens Spahn mit 86,5 Prozent im Amt als Fraktionsvorsitzenden. Auch
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion
RNZ: Steilvorlage - Kommentar zur Kurdendemonstration in Köln ...
Die Bilanz der Polizei, "einzelne Teilnehmer" hätten verbotene Symbole gezeigt, ist angesichts eines Waldes aus Öcalan-Fahnen und des riesigen Porträts über der Bühne mehr als untertrieben. Als beim kurdischen Neujahrsfest in Frankfurt ebenfalls massenhaft Öcalan-Fahnen wehten, wu
Mitteldeutsche Zeitung: MZ-Kommentar zur Asylpolitik ...
Zur Integration gehört auch, klar zu unterscheiden zwischen denjenigen, die Schutz benötigen vor Krieg und Verfolgung und denjenigen, die ein besseres Leben suchen. Letzteres ist nicht verwerflich, es braucht aber klare Regeln. An dieser Stelle ist nicht mehr das Land gefragt, sondern der Bund:
neues deutschland: Südostasien-Experte Subir Bhaumik: Pakistanischer Geheimdienst forciert Spannungen im Rohingya-Konflikt ...
Der Experte für Sicherheitspolitik in Südostasien Subir Bhaumik glaubt, dass der pakistanische Geheimdienst hinter dem jüngsten Ausbruch von Gewalt gegen die Rohingya in Myanmar steckt. Der Dienst habe Ende August die Angriffe der Arakan Rohingya Salvation Army gegen 30 Armeeposten in Myanmar
neues deutschland: Schriftsteller Robert Menasse: Ein geeintes Europa ist die wichtigste Konsequenz von Auschwitz ...
Der österreichische Romancier und Essayist Robert Menasse spricht sich leidenschaftlich für die europäische Idee aus. »Nur ein geeintes nachnationales Europa schützt vor nationalistischen Wiedergängern«, sagt Menasse im Interview mit der in Berlin erscheinenden überregionalen Tageszeitung




