Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bundestagswahl
ID: 1533082
Provokation ließ einst ein heute noch erfolgreicher Politiker
aufhorchen. Eine wichtige Botschaft - verpackt in gespielter
Gleichgültigkeit: Lange nicht erschien ein Slogan so passend wie zu
diesem Wochenende, wie zur Bundestagswahl 2017. Deutschland steht vor
einer Zäsur, aber ist sich das Land darüber im Klaren? Man muss das
fragen, weil ein »Ja« als Antwort nicht eben sicher erscheint. Sicher
aber ist: Unsere Demokratie ist kein Spiel - und ein Selbstläufer ist
sie erst recht nicht. Der Zusammenhalt unserer Gesellschaft
organisiert sich nicht von allein - er muss immer wieder neu errungen
und austariert werden. Also: »Wählen Sie doch, was Sie wollen!« Aber
seien Sie sich bitte auch der Konsequenzen Ihrer Wahlentscheidung
bewusst. Zum ersten Mal in der knapp 70-jährigen Geschichte der
Bundesrepublik dürfte einer Partei der Sprung in den Bundestag
gelingen, die in Teilen eine offen rechtsnationalistische Politik
postuliert und propagiert. Ja, man muss über die AfD reden, und man
muss mit ihren Spitzenleuten streiten. Vor allem aber muss man mit
denen reden, die glauben, hier eine politische Kraft gefunden zu
haben, die es nicht nur anders, sondern besser macht. Ich versuche es
dann hier mal: Lieber Leser, wenn Sie die AfD wählen wollen, dann
wird Sie dieser Text kaum daran hindern. Mein Hinweis nur: Machen Sie
sich klar, dass es auch bei dieser Wahl um die besten Konzepte für
die Zukunft und nicht um die lauteste Klagen über die Vergangenheit
geht. Gewiss, viele Ihrer Fragen beispielsweise zu den Flüchtlingen
und deren Integration, zu Kriminalität und Terror sind nicht falsch,
sondern berechtigt - und sie waren es von Anfang an. Doch bedenken
Sie auch: Es geht es um weit mehr als um einen »Denkzettel« - es geht
darum, die besten Antworten zu finden. Und die Chancen dafür stehen
gar nicht so schlecht: Im neuen Bundestag mit voraussichtlich mehr
Parteien werden die Meinungsverschiedenheiten zunehmen. Das muss kein
Schaden sein - im Gegenteil. Eine lebendige Demokratie ist nicht im
Schlafwagen zu gestalten. Sie lebt vom Streit, und davon haben wir in
den vergangenen vier Jahren gewiss zu wenig gehabt. Kontroverser und
lauter kann es, ja sollte es sogar unbedingt werden. Hass und Hetze
aber sind fehl am Platze. Ein rückwärtsgewandter Furor nützt
niemandem! Wir brauchen gerade in der Politik einen harten und
konstruktiven Wettbewerb. Nur so sind die immensen Herausforderungen
in einer globalisierten Welt zu meistern. Und genau das wird die
Aufgabe des neuen Parlaments sein - über dessen Zusammensetzung wir
alle an diesem Sonntag bestimmen dürfen. Ein Recht, um das uns
übrigens sehr viele Menschen in der Welt beneiden. Darum: Gehen Sie
wählen! Es ist auch Ihr Land, um das geht!
Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261
Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.09.2017 - 20:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1533082
Anzahl Zeichen: 3289
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Bundestagswahl"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westfalen-Blatt (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der international renommierte Jazz-Trompeter Till Brönner befürchtet, dass Politik und Gesellschaft nichts aus der Zeit der Corona-Pandemie gelernt haben. "Das Erste, was wir tun, wenn es eng wird, ist ausgerechnet unsere DNA, nämlich die Kultur- und die Veranstaltungsbranche und die, die un
34 Polizeischüsse: Autofahrer gelähmt, Ermittlungen eingestellt ...
Die 34 Schüsse, die Polizisten vor zwei Jahren in Bad Salzuflen auf einen Audi und seinen Fahrer (19) abgegeben hatten, bleiben ohne strafrechtliche Folgen - es wird keinen Prozess geben. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat nach WESTFALEN-BLATT-Informationen das Verfahren gegen die beiden Herforder
NRW: Polizei überwacht afghanischen Sexualtäter ...
Im Kreis Herford (NRW) wird ein afghanischer Sexualstraftäter in Absprache mit dem Landeskriminalamt "engmaschig" von der Polizei überwacht. Der 24-Jährige, der als rückfallgefährdet gilt, hatte nach einer Sexualtat eine Haftstrafe von drei Jahren und acht Monaten verbüßt und war in
Weitere Mitteilungen von Westfalen-Blatt
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Verkehrsstrafrecht ...
Illegale Autorennen sind zulässig - aber nur vor dem Fernseher mit dem Gamepad in der Hand. Im echten Straßenverkehr sind sie kriminell und unverantwortlich. Deshalb ist das vom Bundestag verabschiedete und vom Bundesrat genehmigte Gesetz, das Haft für Raser und Veranstalter von illegalen Auto
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu den Brexit-Verhandlungen ...
Hinter der britischen Verzögerungstaktik beim Brexit-Poker steckt von Anfang an Methode. Im Moment hat das Spiel auf Zeit einen simplen Grund: Niemand weiß, wie lange sich Theresa May als Premierministerin im Amt halten kann. Seit der Wahl im Juni wird die Regierungschefin regelmäßig von ihr
Neue Westfälische (Bielefeld): Sonntag ist Wahltag - Bitte gehen Sie wählen! Es geht um unsere Zukunft Thomas Seim ...
Deutschland geht es gut. Aber nicht allen Teilen von Bevölkerung und Land geht es gleich gut. Manche Menschen sind im Gegenteil vernachlässigt worden. Andere finden sich nicht ausreichend beachtet mit ihren Interessen. Dritte fürchten die Konkurrenz, die internationale vor allem, und deren Bedr
AfD Berlin - Falk Rodig deckt Tuberkulose Skandal auf ...
Die Partei AfD (Alternative für Deutschland) in Berlin-Lichtenberg schaut den Behörden verstärkt auf die Finger. Dabei deckt die AfD jetzt auf, dass das Tuberkulose-Zentrum in Lichtenberg der Tuberkulose-Seuchengefahr, wegen der aktuell massenhaften Einschleppung durch Asylbewerber, nicht annähe




