Atradius-Prognose: 2018 steigt das Insolvenzrisiko am stärksten in Großbritannien
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Insolvenzrisiko besonders in Großbritannien erhöhen wird. Das geht
aus einer aktuellen Analyse des internationalen Kreditversicherers
hervor, in der die Wahrscheinlichkeit von Firmenkonkursen in 17
europäischen Ländern sowie in Australien, Japan, Kanada, Neuseeland
und den USA untersucht wurde. Während die Atradius-Risikoexperten im
kommenden Jahr für fast alle untersuchten Länder eine rückläufige
Entwicklung der Insolvenzen prognostizieren, rechnen sie für in
Großbritannien mit einer Steigerung von 4 Prozent, nach bereits 2
Prozent in diesem Jahr.
Erstmals seit 2011 steigt die Zahl an gemeldeten
Unternehmensinsolvenzen in Großbritannien wieder an. Im ersten
Halbjahr 2017 meldeten 7.567 britische Firmen Konkurs an, 1,7 Prozent
mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund dafür ist die
Brexit-Unsicherheit und ihre Folgen. "Exporteure sollten daher die
Bonität ihrer britischen Abnehmer eng im Blick haben", rät Thomas
Langen, Senior Regional Director Deutschland, Mittel- und Osteuropa
von Atradius. Insbesondere in konsumnahen Branchen wie dem
Einzelhandel und importabhängigen Branchen (Rohstoffe) wie der
Baubranche rechnet er mit weiteren Insolvenzen.
Prognose bleibt negativ
Ein Jahr nach dem Brexit-Referendum bekommen die Briten die Folgen
erst richtig zu spüren: Während das schwache Pfund kurzfristig den
Exportanteil insbesondere im produzierenden Gewerbe positiv
beeinflusste, zeigt sich nun die Kehrseite der um 14 Prozent
abgewerteten Währung seit dem Entschluss der Briten zum Ausstieg aus
der EU. Die Importe haben sich verteuert. Die Kosten für den privaten
Konsum steigen. Die Inflation erreichte mit plus 2,7 Prozent im
Frühjahr 2017 einen so hohen Stand wie seit vier Jahren nicht mehr.
Die Konsumentenkredite verteuern sich voraussichtlich erstmals seit
sechs Jahren. Damit sinkt die Konsumlaune der privaten Haushalte. Die
Verträge, die die Firmen zur Absicherung des Wechselkurses
geschlossen haben, dürften auch bald auslaufen. Der ungewisse Ausgang
der Verhandlungen mit der EU könnte die Unsicherheit auf der Insel
verschärfen. Die Auswirkungen des Brexit auf die EU sind momentan
noch moderat. Irland, die Niederlande und Belgien pflegen die engsten
Wirtschaftsbeziehungen zu Großbritannien und sind damit am
anfälligsten für negative Auswirkungen des Brexit.
Griechenland und Portugal bleiben Sorgenkinder
Das langjährige Sorgenkind Griechenland blickt 2017 nach fast zehn
Jahren jährlich steigender Insolvenzquoten mit minus 6 Prozent auf
die erste rückläufige Quote seit der Krise. Durch das höchste
BIP-Wachstum seit zehn Jahren gehen auch die Insolvenzen in Portugal
- voraussichtlich um 10 Prozent - in diesem Jahr zurück. Aber wie
auch in Griechenland ist die Konkursgefahr dort immer noch dreimal
so hoch wie noch vor zehn Jahren. Trotz positiver Entwicklung liegen
die Unternehmensinsolvenzen in der EU insgesamt noch immer 50 Prozent
über dem Vorkrisenniveau von 2007. "Das ist kein beruhigendes
Ergebnis, wenn wir im Tagesgeschäft sehen, welche negativen
Konsequenzen sich bereits aus einer einzigen Insolvenz eines Kunden
ergeben können", so Thomas Langen.
Den vollständigen Bericht finden Sie auf www.atradius.de im
Menüpunkt "Publikationen".
Über Atradius
Atradius bietet weltweit Kreditversicherung, Bürgschaften und
Inkassodienste mit seiner strategischen Präsenz in mehr als 50
Ländern an. Atradius hat Zugang zu Bonitätsinformationen von 240
Millionen Firmen weltweit. Mit den Kreditversicherungs-, Bonding- und
Collections-Produkten von Atradius können sich Unternehmen auf der
ganzen Welt vor Ausfallrisiken schützen, die mit dem Verkauf von
Waren und Dienstleistungen auf Warenkredit verbunden sind. Atradius
ist Teil der Grupo Catalana Occidente (GCO.MC), die in Spanien zu den
größten Versicherern und weltweit zu den größten Kreditversicherern
gehört.
Pressekontakt:
Atradius Kreditversicherung
Astrid Goldberg
Pressesprecherin
Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2210
E-Mail: astrid.goldberg@atradius.com
Stefan Deimer
Pressereferent
E-Mail: stefan.deimer@atradius.com
Telefon: +49 (0) 221 2044 - 2016
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Datum: 25.09.2017 - 09:50 Uhr
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