Kölner Stadt-Anzeiger: Zahl der Kontoabfragen in NRW erreicht Rekordwert
ID: 1534734
Person durch Finanzbehörden und Gerichtsvollzieher hat in
Nordrhein-Westfalen einen Rekordwert erreicht, das berichtet der
"Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstag-Ausgbe). Nach Auskunft des
NRW-Finanzministeriums hat das Bundeszentralamt für Steuern (BZASt)
in Bonn allein im ersten Halbjahr 2017 mehr als 25.300 Ersuchen von
Finanzämtern bearbeitet. Im gesamten Jahr 2016 waren es 17.323, 2015
nur knapp 13.800. Mit der automatisierten Kontoabfrage erhoffen sich
die Behörden, Sozial- und Steuerbetrügern schneller auf die Schliche
zu kommen. "Die Steigerung zeigt, dass es für die Steuerbehörden ein
erfolgreiches Mittel ist, um an Informationen über Schuldner zu
kommen", sagte Manfred Lehmann, NRW-Landesvorsitzender der deutschen
Steuergewerkschaft. Doch nicht nur Finanzbehörden haben Zugriff auf
die Kontodaten von säumigen Zahlern, seit 2013 sind auch
Gerichtsvollzieher berechtigt, im Namen privater Gläubiger über die
Kontenabfrage Geld einzutreiben. Auch hier schnellen die Zahlen nach
oben. Allein 2016 haben Gerichtsvollzieher in NRW 58.530 Ersuchen
beim BZASt zu Kontodaten von Privatpersonen gestellt, erfuhr der
"Kölner Stadt-Anzeiger" auf Anfrage beim NRW-Justizministerium. Ein
Jahr zuvor waren es 41.210. Die Zahlen würden in Zukunft weiter
steigen, glaubt Frank Neuhaus, Vorsitzender des NRW-Landesverbands
beim Deutschen Gerichtsvollzieherbund. "Immer mehr private Gläubiger
haben gelernt, dass dies ein vielversprechender Weg ist, um doch noch
an ihr Geld zu kommen". Datenschützer beobachten die wachsende
Neugier von Unternehmen, die ihr Geld mit Hilfe des Staats eintreiben
wollen, dagegen mit Sorge. Im Jahr 2003 ursprünglich als Mittel zur
Terrorbekämpfung eingeführt, wurde der Kreis von Personen, die am
Kontoabrufverfahren teilnehmen dürfen, stetig erweitert. "Die
Entwicklung und Ausweitung des Verfahrens ist bedenklich", sagte die
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit in NRW.
Der Zugang müsse "strikt auf das erforderliche Maß begrenzt bleiben".
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149
Original-Content von: Kölner Stadt-Anzeiger, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.09.2017 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1534734
Anzahl Zeichen: 2489
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 320 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Zahl der Kontoabfragen in NRW erreicht Rekordwert"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen steuern im Herbst auf einen historischen Personalhöchststand zu. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe) zur aktuellen Prognose für die Belastungsbezogene Kräfteverteilung (BKV) werden den Behörden zum 1. Oktober
SPD-Spitzenkandidat Ott: Besuch des Kölner Doms soll für NRW-Bürger an Samstagen kostenlos bleiben ...
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben - das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger
SPD-Spitzenkandidat Ott: Besuch des Kölner Doms soll für NRW-Bürger an Samstagen kostenlos bleiben ...
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben - das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Kölner Stadt-Anzeiger: Politikwissenschaftler Colin Crouch: "Das Parteiensystem der Nachkriegszeit ist am Ende" ...
Köln. Der Politikwissenschaftler Colin Crouch sieht in der Bundestagswahl ein Indiz für einen Parteienwechsel: "In den meisten europäischen Ländern gelangt das Parteisystem der Nachkriegszeit an ihr Ende", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Der Grund sei, dass die Id
NRZ: Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung: Niederländische Grenzgebiete und NRW planen gemeinsamen Wirtschaftsraum ...
Die niederländischen Grenzgebiete und das Land NRW wollen einen gemeinsamen Wirtschaftsraum bilden. Das sagte Theo Bovens, der Landeschef der niederländischen Provinz Limburg, der Neuen Ruhr/Neuen Rhein Zeitung (NRZ, Donnerstags-Ausgabe). Bovens ist von Ministerpräsident Mark Rutte mit der Koo
Mitteldeutsche Zeitung: zu Schäuble ...
Schäuble ist tatsächlich einer der wenigen, dem man zutraut, eine auf Provokationen scharfe AfD-Fraktion in die Schranken zu weisen. Seine Erfahrung, seine Härte, sein Sarkasmus könnten zur Anwendung kommen. Das gilt umso mehr, als Schäuble ein Konservativer ist. Das alles dürften auch viel
Mitteldeutsche Zeitung: zu Macron und Europa ...
Emmanuel Macrons Rede war auch deshalb bemerkenswert, weil sie zugleich eine Kampfansage enthielt. Nicht an die Zauderer in Deutschland und anderswo, die er einbinden und im Dialog überzeugen will. Vielmehr warf Macron den Nationalisten in Europa den Fehdehandschuh hin. Es ist jetzt an den Deut




