Weser-Kurier: Jan-Felix Jaschüber den Friedensnobelpreis
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Die Vergabe des Friedensnobelpreises an die Internationale
Kampagne für die Abschaffung der Atomwaffen (Ican) ist ein deutliches
Signal an die Atommächte dieser Welt - auch an Deutschland. Es ist
zwar keine Atommacht, hat aber den von Ican vorangetriebenen
UN-Vertrag zum Atomwaffenverbot nicht unterschrieben. Nun gratuliert
die Bundesregierung den Preisträgern artig - postuliert aber
weiterhin, dass die Notwendigkeit atomarer Abschreckung in Zeiten des
Säbelrasselns zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Kim
Jong-Un fortbesteht. Es ist vermessen zu behaupten, dass der Preis
für Ican die Bedrohungssituation auf der Welt verändern wird. Genauso
wäre es vermessen zu glauben, dass eine Unterschrift der
Bundesregierung oder einer der Atommächte unter dem Vertrag viel
bewirkt hätte. Sie wären allesamt jedoch eines gewesen: ein starkes
Signal. Mit der Auszeichnung setzt das Nobelpreiskomitee ein klares
politisches Statement. Sie würdigt eine kleine, aber lautstarke
Organisation, deren Arbeit gewiss noch lange nicht beendet ist. Das
Komitee sendet eine klare Botschaft: Es ist höchste Zeit, das
Atomwaffenzeitalter zu beenden.
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Datum: 06.10.2017 - 20:29 Uhr
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