"Endlich Klarheit auf der Speisekarte!" Geflügelwirtschaft weitet
Initiative für mehr Transparenz in der Gastronomie aus
ID: 1538730
e. V. (ZDG) setzt seine Initiative zur verpflichtenden
Herkunftskennzeichnung von Geflügelfleisch in der Gastronomie fort.
Mit der Unterstützung von Köchen und Gastronomen aus ganz Deutschland
und einer Petition von Verbrauchern soll die Politik dazu bewegt
werden, endlich für Transparenz auf der Speisekarte zu sorgen. Denn
was im Supermarkt längst selbstverständlich ist, gilt nach wie vor
nicht für Restaurants, Kantinen oder Imbissbuden: Dort können die
Gäste nicht nachvollziehen, woher das Grillhähnchen, Putensteak oder
Entenbrustfilet kommt. Und das, obwohl mehr Geflügelfleisch außer
Haus verzehrt wird als privat.
Umfrage: Für 74 Prozent der Deutschen ist Kriterium Herkunftsland
wichtiger als Preis
Dass die große Mehrheit der deutschen Verbraucher die fehlende
Klarheit auf der Speisekarte bemängelt, zeigt eine aktuelle
repräsentative Bevölkerungsumfrage von Kantar Emnid. Ganze 70 Prozent
der Befragten geben an, mit dem Informationsdefizit unzufrieden oder
sehr unzufrieden zu sein. Zugleich zeigen die Verbraucher eine
deutliche Bereitschaft, für Geflügelfleisch aus Ländern mit hohen
Haltungsstandards einen höheren Preis zu bezahlen. Für 74 Prozent der
Befragten ist bei der Entscheidung für ein Geflügelgericht das
Kriterium Herkunftsland sogar wichtiger als der Preis. 79 Prozent
würden für Geflügel aus Deutschland - sofern in der Gastronomie
entsprechend gekennzeichnet - mehr Geld ausgeben.
Verbraucherrecht auf Information: Online-Petition und Info-Tour
durch elf Großstädte
Das Recht der Verbraucher auf Information unterstützt die deutsche
Geflügelwirtschaft mit einer Online-Petition
(www.Geflügel-Charta.de/Petition) und einer Info-Tour durch elf
deutsche Großstädte. "Als deutsche Geflügelwirtschaft möchten wir,
dass das wichtige Verbraucherrecht auf Information erfüllt wird und
dass man unsere hohen Standards auch erkennen kann", sagt
ZDG-Präsident Friedrich-Otto Ripke. "Denn wer schon mal zur Stoßzeit
in der Kantine, im Restaurant oder am Imbiss nachgefragt hat, weiß:
Man erhält eben nicht so leicht eine Antwort, wie man es sich
wünschen sollte. Und vielen ist nicht bewusst: Während wir als
Geflügelwirtschaft den Anspruch haben, uns immer weiter zu verbessern
und das beste Geflügelland der Welt zu sein, lassen Importe aus
Ländern, in denen ganz andere Standards und Kontrollsysteme gelten,
all unsere Anstrengungen ins Leere laufen. Daher ist die
Herkunftskennzeichnung so wichtig."
Gastronomen gehen voran: "Herkunft des Fleisches ist für Gäste ein
wichtiges Thema"
Erfolgreicher Auftakt der Info-Tour war am gestrigen Montag in
Berlin. In den kommenden Tagen führt die Tour unter anderem durch
München, Stuttgart, Köln und Hamburg, wo die Bürger die Initiative
aktiv per Unterschrift unterstützen können. Zusätzlich werben Köche
und Restaurantbetreiber, die bei der Kennzeichnung der Herkunft des
Geflügelfleisches bereits freiwillig vorangehen, auf
Großflächenplakaten in den größten Städten Deutschlands und in
Zeitungsanzeigen für die Initiative. "Aus zahlreichen Gesprächen mit
meinen Gästen weiß ich: Die Herkunft des Fleisches ist ein wichtiges
Thema", sagt Roland Piechoczek, Betreiber des Kölner Restaurants
"Rock Pit". Da Nachfragen zum Herkunftsland bei ihm an der
Tagesordnung sind, hat er sich entschieden, die Herkunft direkt in
der Speisekarte auszuweisen. Er ist überzeugt davon, dass sich
weitere Gastronomen der Initiative für eine Herkunftskennzeichnung
anschließen werden. Warum? Ganz einfach: "Weil es die Gäste zufrieden
macht - und das ist gut fürs Geschäft."
Weitere Informationen zur Initiative zur Herkunftskennzeichnung
von Geflügelfleisch und zur Petition gibt es auf:
www.Geflügel-Charta.de.
Pressekontakt:
ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e.V.
Christiane von Alemann
Claire-Waldoff-Str. 7 | 10117 Berlin
Tel. 030 288831-40 | Fax 030 288831-50
E-Mail: c.von-alemann@zdg-online.de | Internet: www.zdg-online.de
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Datum: 10.10.2017 - 11:34 Uhr
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