Geschlechtsidentitätsstörung auch Transgender genannt
ID: 153902
Seit dem Buch: „Wunder brauchen Zeit“ wird Autorin Jutta Schütz öfters gefragt, was Transsexualität ist! Ob Transsexualismus als Krankheit bezeichnet wird, ist immer noch umstritten.
Jutta Schütz (Autorin)(firmenpresse) - Trier-19.01.2010
Es wird von einer Störung der Geschlechtsidentität gesprochen, wenn ein Mensch, deren Geschlechtsorgane anatomisch eindeutig männlich sind, aber eigentlich eine Frau sein möchte (Transfrau). Frau zu Mann = Transmann. Ist die Geschlechtsanpassung vollzogen, bezeichnen sich diese Menschen nicht mehr als Transsexuelle Menschen.
Diese Identitätsstörung ist schon seit dem 20. Jahrhundert bekannt. Manny und Primrose (1968) berichteten, dass diese Männer, die in einen weiblichen Körper schlüpfen möchten, schon als Kind in ihrem Wesen und Aussehen als relativ feminin gegolten hatten. Die Frage, ob in jedem bekannten Einzelfall eine Geschlechtsidentitätsstörung überhaupt vorlag, oder doch eventuell andere Ursachen vorlagen, konnte wegen fehlenden Unterlagen nicht mehr geklärt werden.
Der Psychologe: Harry Benjamin hatte die Theorie, dass „Transsexualismus“ eine Sonderform der Intersexualität sei. 1970 stellte er aber auch die Vermutung auf, dass es sich grundsätzlich um psychische Ursachen handeln müsse.
Quelle: Harry Benjamin, M.D: 1885 – 1986 – International Gender Dysphoria Associaton, Inc.
Der Sexualforscher: Ray Blanchard lieferte 1989 noch ein Model und vermutete, dass diese Menschen (Mann zur Frau) ihre eigene Weiblichkeit lieben. Man spricht von „paraphile Neigung“
In den USA konnten Transsexuelle 1950 eine Hormontherapie bekommen und wurden von Harry Benjamin betreut. 1952 wurde erstmals von einer Amerikanerin berichtet, die eine operative Geschlechtsangleichung (Mann zur Frau) erhielt. Religiöse Vereine machten großen Druck auf Krankenhäuser, so dass Transsexuelle zur chirurgischen Geschlechtsangleichung nach Casablanca und Mexiko reisten. Ärzte behandelten Transsexuelle in Amerika mit Elektroschocks und Aversionstherapie, zur damaligen Zeit.
Seit vielen Jahren steigt die Zahl von transsexuellen Kindern. In diesen Situationen werden medizinische Maßnahmen eingesetzt, die den Eintritt der Pubertät verzögert.
Die medizinischen Maßnahmen bestehen aus: Hormontherapie, geschlechtsangleichenden Operationen und dauerhaften Entfernen des Bartwuchs (Epilation).
Bei der Hormonbehandlung werden die Sexualhorme des körperlichen Zielgeschlechts zugeführt und die Bildung der körpereigenen Sexualhormone unterdrückt. Es entsteht eine so genante Pubertät. Eine Umwandlung oder Ausbildung der primären Geschlechtsorgane ist ausgeschlossen. Es ist eine lebenslange Hormonbehandlung erforderlich.
Bei Transfrauen:
Epilation des Barts, geschlechtsangleichende OP (Penis und Hoden werden entfernt und eine künstliche Vagina gebildet), evl. Brustvergrößerung, OP am Kehlkopf, evl. Biometrische Merkmale des Gesichts an den weiblichen Normbereich angepasst (Unterkiefer, Kinn und Augenbrauenwülste)
Bei Transmänner:
Brustentfernung, Entfernen der Gebärmutter und Eierstöcken, Aufbau des künstlichen Penis. Die Bildung von Hoden ist nicht möglich. Der Aufbau eines adäquaten männlichen Gliedes ist bezüglich Aussehen, Funktion und Größe noch sehr eingeschränkt. Die meisten Transmänner verzichten daher auf diesen Eingriff.
Das Transsexuellengesetz (TSG) unterscheidet zwischen der „kleinen Lösung“ und der „großen Lösung“ und legt eine Reihe von Voraussetzungen fest, wonach Transsexuelle eine Änderung ihres Vornamens oder Personenstands beantragen können.
Der Wechsel der Geschlechterrolle führt leider immer noch zu großen Problemen.
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Jutta Schütz (Journalistin, Psychologin, Dozentin) schreibt Bücher, die anspornen, motivieren und spezielles Insiderwissen (auch über Low-Carb) liefern. Weitere Informationen zur Autorin und ihren Büchern finden Sie auf www.juttaschuetz.de oder www.tredition.de oder www.bod.de
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Im Mittelfeld
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Datum: 19.01.2010 - 11:11 Uhr
Sprache: Deutsch
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