Prof. Dr. Heiner Dunckel: Erst evaluieren, dann entscheiden!
ID: 1539525
Anwesenheitspflicht für Studierende bei Lehrveranstaltungen wieder
einzuführen, erklärt der hochschulpolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion, Prof. Dr. Heiner Dunckel:
"Bei der Novellierung des Hochschulgesetzes Ende 2015 wurde auf
Antrag der Küstenkoalition nach langen Gesprächen beschlossen, dass
für einen Teil der Lehrveranstaltungen eine strikte
Anwesenheitspflicht nicht mehr in den Prüfungsordnungen verankert
werden soll. Das war nicht als Einladung zum Faulenzen gemeint,
sondern trug den veränderten Lebens- und Studienbedingungen Rechnung,
z.B. der Vereinbarkeit von Studium und Elternschaft. Ein
Seminarschein sollte nicht allein deshalb verweigert werden, weil ein
Studierender zweimal im Semester mit einem kranken Kind zum Arzt muss
und einmal selbst erkrankt ist.
Natürlich enthebt diese Regelung die Studierenden nicht von ihrer
Verpflichtung, sich die Inhalte der betreffenden Lehrveranstaltung
anzueignen, wenn sie den Leistungsnachweis dafür erhalten wollen -
wir reden hier schließlich über erwachsene Menschen, die ein hohes
Interesse an einer hochqualifizierten Ausbildung haben.
Es gab auch Kritik an dieser Regelung. Wir haben deshalb immer
gesagt, dass wir nach einigen Jahren auswerten müssen, ob sich diese
Flexibilisierung bewährt hat. Das kann nicht durch Zuruf der
Landesrektorenkonferenz geschehen, sondern setzt eine systematische
Evaluation unter Einbeziehung der direkt Betroffenen, also der
Studierenden voraus. Es muss erst einmal geklärt werden, welchen
Einfluss die Abschaffung der Anwesenheitspflicht in (Pro-)Seminaren
auf die Leistungen und auf die Zahl der erfolgreichen Abschlüsse
hatte.
Der Vorschlag, die Grundsatzentscheidung in den Organen der
Hochschulen fassen zu lassen, bedeutet, den Konflikt einfach in die
Hochschulen zu verlagern. Das wäre ein Bärendienst für die
Hochschulautonomie."
Pressekontakt:
Pressesprecher: Heimo Zwischenberger (h.zwischenberger@spd.ltsh.de)
Original-Content von: SPD-Landtagsfraktion SH, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.10.2017 - 17:53 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1539525
Anzahl Zeichen: 2357
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kiel
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 345 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Prof. Dr. Heiner Dunckel: Erst evaluieren, dann entscheiden!"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Landtagsfraktion SH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von SPD-Landtagsfraktion SH
Kölnische Rundschau: Pressestimme zu Jamaika-Vorgeplänkel/Dobrindt/Trittin ...
Mehr Gelassenheit Raimund Neuß zum Streit im Vorfeld von Jamaika-Sondierungen Achtung, festhalten. Dieser Kommentar ist nur etwas für ganz Mutige. Deutschland, bisher Heimat einer für viele europäische Mitmenschen ärgerlichen Stabilitätskultur, dieses Deutschland droht anscheinend u
Ralf Stegner zu TOP 8: Wohin geht Ihre Reise? ...
Es gilt das gesprochene Wort! Hinweis: Diese Rede kann hier als Video abgerufen werden: http://www.landtag.ltsh.de/aktuell/mediathek/index.html TOP 8: Änderung des Landeswahlgesetzes (Drs-Nr19/231) Ich war ein wenig verwundert, dass einige Kolleginnen und Kollegen diesen Tagesordnungspunk
Kathrin Wagner-Bockey zu TP 30: Die Landesregierung begibt sich bei der Sportentwicklung auf den falschen Weg ...
Die sportpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Kathrin Wagner-Bockey erklärt zum TOP 30 "Sportentwicklungsplan für Schleswig-Holstein": "Die SPD-Fraktion sieht das Vorhaben der schwarzen Ampel, einen Landesentwicklungsplan auf den Weg zu bringen, kritisch. Aus dem Jahr 2015
Dr. Ralf Stegner: VielÖffentlichkeitsarbeit - erschreckend wenig Inhalt ...
TOP 2: Regierungserklärung zum Arbeitspaket der Landesregierung (Drs-Nr. 19/254) Herr Ministerpräsident, Sie sind ein wahrer Verpackungskünstler. Was von Ihnen seit Regierungsantritt alles verpackt, verschönert und versteckt wurde, ist schon erstaunlich. Das gelingt Ihnen sogar mit de




