Vorschläge zur Rückverfolgbarkeit der EU-Kommission bedrohen die Zukunft der Zigarrenindustrie
ID: 1541890
hat die EU-Kommission die Entwürfe für ein System der
Rückverfolgbarkeit von Tabakwaren vorgelegt. Für die
Zigarrenindustrie bedeuten diese Vorschläge nicht nur eine extreme
finanzielle Belastung, sondern sie sind zudem vollkommen sinnlos. Das
Rückverfolgbarkeits-System soll Tabakschmuggel bekämpfen, aber dieser
findet im Marktsegment der Zigarren und Zigarillos überhaupt nicht
statt. Somit wird der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, der die
Basis für jedes Gesetz bilden sollte, mehr als verletzt.
Die seit einigen Wochen veröffentlichten und in der Zwischenzeit
leicht überarbeiteten Entwürfe der Durchführungsrechtsakte für ein
System der Rückverfolgbarkeit bei Tabakwaren gehen weit über die
Forderungen der verabschiedeten Tabakproduktrichtlinie hinaus.
Besonders für die meist mittelständischen familiengeführten Zigarren-
und Zigarillohersteller in Deutschland, aber auch in der restlichen
EU und in Drittstaaten wie der Karibik, stellen die Vorschläge zur
Bekämpfung des Tabakschmuggels eine massive Bedrohung dar.
Obwohl es bei Zigarren und Zigarillos keinerlei Schmuggel gibt,
werden diese Produkte einem sehr aufwendigen, kostenintensiven System
der Rückverfolgbarkeit unterworfen. "Die EU-Kommission greift mit
diesen Maßnahmen massiv in den Wettbewerb auf dem Tabakmarkt ein", so
Peter Wörmann, Zigarrenhersteller aus Ostwestfalen und Vorsitzender
des Bundesverbandes der Zigarrenindustrie. "Die Anwendung dieses
Systems der Rückverfolgbarkeit in unseren Unternehmen ist weder
wirtschaftlich noch technisch umzusetzen."
Der Bundesverband der Zigarrenindustrie (BdZ) appelliert mit
Nachdruck an die Entscheidungsträger in Deutschland und in der EU,
die Durchführungsrechtsakte so zu gestalten, dass sie für die
Zigarrenindustrie umsetzbar sind. "Es gibt durchaus Spielraum für
Ausnahmen von den strengen Regeln für die Zigarrenindustrie.
Selbstverständlich bejaht der BdZ die Pläne der Kommission,
Tabakschmuggel zu bekämpfen. Aber es ist für unsere Mitgliedsfirmen
nicht nachzuvollziehen, dass wir mit nicht bezahlbaren Anforderungen
konfrontiert werden, obwohl es in unserem speziellen Bereich
keinerlei Schmuggel gibt", so Bodo Mehrlein, Geschäftsführer des
Bundesverbandes der Zigarrenindustrie," Die EU-Kommission wird durch
solche Maßnahmen die großen internationalen Konzerne weiter stärken,
während die mittelständischen Unternehmen finanziell ruiniert
werden."
Vor diesem Hintergrund setzt sich der BdZ weiterhin dafür ein,
dass die Durchführungsrechtsakte an die besonderen Gegebenheiten der
Zigarrenindustrie angepasst werden.
Über den BdZ:
Der BdZ ist der Zusammenschluss der überwiegend mittelständisch
strukturierten Hersteller und Importeure von Zigarren und Zigarillos.
Weiter Informationen finden Sie unter www.zigarren-verband.de
Kontakt:
Bodo Mehrlein (GF)
Gotenstr. 27, 53175 Bonn
Telefon: +49 228 364026
E-Mail: mehrlein@zigarren-verband.de
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Datum: 18.10.2017 - 11:35 Uhr
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