Westfalen-Blatt: das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema»Sexuelle Belästigung«

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ID: 1543141
(ots) - Der Fall des Produzenten Harvey Weinstein, der
zum Symbol für Sexismus und Machtmissbrauch in der Filmbranche wurde,
ist nur die Spitze eines Eisbergs. Wer das immer noch nicht glaubt,
sollte sich die unzähligen Beiträge im Internet anschauen, in denen
Opfer sexueller Übergriffe aktuell ihre Geschichten erzählen. Wieder
ist es ein Hashtag, also ein Schlagwort, das eine weltweite
Sexismus-Debatte auslöste: Die US-Schauspielerin Alyssa Milano hat in
einem Tweet Betroffene aufgefordert, sich mit dem Hashtag #MeToo (Ich
auch) zu Wort zu melden. Zehntausende aus allen Schichten der
Gesellschaft folgten ihrem Aufruf - zumeist Frauen, aber auch einige
Männer. Der traurige Erfolg erinnert an 2013, als nach
Sexismus-Vorwürfen gegen den FDP-Politiker Rainer Brüderle ebenfalls
ein Hashtag ein gewaltiges Echo auslöste. Brüderle war einer
Journalistin mit dem Satz »Sie könnten ein Dirndl auch ausfüllen« zu
nahe getreten. Die deutsche Aktion #Aufschrei der Feministin Anne
Wizorek sammelte daraufhin tausende Tweets. Viele Opfer hatten
endlich die Chance, ihr Schweigen zu brechen, sich Enttäuschung,
Angst und Wut von der Seele zu schreiben. Jetzt wieder, nur dass der
Auslöser diesmal aus Hollywood kommt. Das ist weit weg. Doch auch
hierzulande gibt es inzwischen tausende Reaktionen, darunter deutsche
Schauspielerinnen, die öffentlich sagen, was ihnen passiert ist. Die
Filmbranche ist dabei nur einer der Schauplätze. Sexismus ist ein
Alltagsproblem. Selbst Politikerinnen sehen sich dem ausgesetzt.
Zuletzt bekannte die schwedische Außenministerin Margot Wallström bei
Facebook: »Me too«. Und auch die Berliner Staatssekretärin Sawsan
Chebli berichtete in einem Post von einem Vorfall bei einer
Diskussionsveranstaltung. Ein ehemaliger Botschafter soll sie für
ihre Jugend und Schönheit gelobt, aber nicht als Staatssekretärin


erkannt haben. Das Beispiel zeigt, wie schmal der Grat zwischen
Kompliment und Unverschämtheit ist. Belästigung fängt immer da an, wo
für einen anderen Menschen eine rote Linie überschritten wird.
Jede(r) interpretiert ein Starren, ein Pfeifen oder plumpe
Anmachsprüche anders. Deshalb ist die aktuelle Debatte wichtig. Sie
wird vielleicht bald wieder leiser geführt werden, aber die
massenhaften Berichte von sexuellen Übergriffen in allen Bereichen
der Gesellschaft sind nicht mehr wegzudiskutieren. Das Problem wird
zwar damit nicht gelöst, aber es wird wahrgenommen. Die Botschaft
ist: Du bist nicht allein. Du bist nicht schuld. Du kannst dir Hilfe
holen. Nun müssten sich die Betroffenen nur noch öfter trauen, die
Täter auch beim Namen zu nennen - so wie im Fall Harvey Weinstein.



Pressekontakt:
Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

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Datum: 20.10.2017 - 20:30 Uhr
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