neues deutschland: Kommentar zum Katalonien-Konflikt: Total verrannt
ID: 1543274
Gelegenheit zu geben, ihre Konflikte selbst zu lösen. Wenn immer
sofort ein paar eifrige Eltern zur Stelle sind, sobald sich ein
Streit anbahnt, wird der Nachwuchs nie lernen, schwierige Situationen
kooperativ zu meistern. So weit, so gut. Es gibt aber - Eltern kennen
das - eine Grenze, ab der aus pädagogischem Nichteingreifen
Fahrlässigkeit wird. Diese Grenze ist erreicht, wenn die Streithähne
sich verrannt haben - oder ein Beteiligter dem anderen unterlegen
ist.
Dass die EU sich nach wie vor weigert, im immer weiter
eskalierenden Konflikt zwischen der spanischen Regierung und dem
abtrünnigen Katalonien vermittelnd einzugreifen, ist fahrlässig.
Jeder kann sehen, dass sich die Konfliktparteien in eine
aussichtslose Lage gebracht haben - und die katalanische
Regionalregierung ist allem selbstbewussten Auftreten zum Trotz dem
spanischen Staat unterlegen. Ein Konflikt auf Augenhöhe ist das
nicht.
Selbst wer einigermaßen leidenschaftslos in Bezug auf die Sache
der Unabhängigkeit ist, muss sich fragen, worauf die Strategie des
spanischen Ministerpräsidenten eigentlich hinauslaufen soll. Mag er
das Gesetz noch so sehr auf seiner Seite haben: Dass mit immer
drastischeren Maßnahmen der Konflikt nicht zu befrieden sein wird,
ist doch offenkundig. Aber Rajoy hat längst seinen »point of no
return« überschritten. Er muss weitermachen, damit er das Gesicht
nicht verliert. Kluge Diplomatie wird es von dieser Seite nicht
geben. Deshalb muss jetzt Brüssel ran!
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.10.2017 - 17:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1543274
Anzahl Zeichen: 1926
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 343 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum Katalonien-Konflikt: Total verrannt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Parlamentswahlen: Piratenpartei Tschechien drittstärkste Kraft ...
Die Piratenpartei Deutschland gratuliert ihren Kolleginnen und Kollegen zu einem gradiosen Wahlerfolg: Deutsches Piratenmitglied Mikulas Peksa erlangt Parlamentssitz! Erstmals in ihrer Geschichte zieht die Piratenpartei im Nachbarland Tschechien in das Nationalparlament des Landes ein - a
Rheinische Post: Kommentar / Last exit to Brexit = Von Matthias Beermann ...
Britische Regierungen haben in den vier Jahrzehnten, in denen das Vereinigte Königreich Mitglied der EU war, die Interessen des Landes stets knallhart vertreten. Und ganz besonders jene finanzieller Natur. Der Ruf "I want my money back!", mit dem einst Margaret Thatcher den Briten-Rab
Rheinische Post: Kommentar / Der Aufstand gegen Trump hat begonnen = Von Michael Bröcker ...
Es ist kein schönes Kompliment für einen Politiker, dass er erst nach seiner Amtszeit seine beste Rede gehalten hat. Im Fall des früheren US-Präsidenten George W. Bush könnte dies aber so gewesen sein, und in diesem Fall gilt zweifellos: besser spät als nie. Bushs eindrucksvolle Rede in New
neues deutschland: Klingt gut, bewirkt nix: Kommentar zum Umgang der EU mit dem türkischen Regime ...
Im TV-Duell zwischen Kanzlerin Merkel und SPD-Kandidat Schulz war der Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei noch großes Thema. In Brüssel zeigt sich nun, was die Wahlkämpfer natürlich auch schon wussten: Ein Ende des Beitrittsprozesses ist in der EU gar nicht durchzusetzen. Un




