DAtF: Forschungsreaktor München - 60 Jahre internationale Spitzenforschung in Deutschland
ID: 1545550
München (FRM) die erste kerntechnische Anlage Deutschlands in
Betrieb. Auch heute wird am Standort mit der
Forschungsneutronenquelle Heinz-Maier-Leibnitz (FRM II) eine der
leistungsfähigsten Großforschungsanlagen der Welt betrieben und
Spitzenforschung ermöglicht.
Mit dem FRM begann 1957 im Rahmen des Programms "Atoms for Peace"
die "Aufholjagd" der Bundesrepublik Deutschland in der Kerntechnik.
Mit dem FRM II befindet sich seit 2005 eine der modernsten
Neutronenquellen überhaupt am Standort und bündelt in Deutschland
auch die Neutronenforschung des Forschungszentrums Jülich und des
Helmholtz-Zentrum Geestacht. Hier wird international und im gesamten
Spektrum von der physikalischen Grundlagenforschung über
Materialentwicklung bis zur Altersbestimmung von Kunstwerken oder der
medizinischen Anwendung gearbeitet. In Bereichen wie Energie,
Informationstechnik, Gesundheit, Nanotechnologie, Geowissenschaften
und weiteren werden unverzichtbare wissenschaftliche Dienstleistungen
erbracht, die pro Jahr auch von mehr als 1.000 Messgästen aus aller
Welt genutzt werden. Derzeit wird eine Produktion des Isotops
Molybdän-99 aufgebaut, um die europaweite Versorgung mit dem
wichtigsten radiopharmazeutischen Produkt zur Diagnose,
Technetium-99m, sicher zu stellen.
Begründer des FRM war der innovative Gründungsdirektor Heinz
Maier-Leibnitz, politische Initiatoren waren überparteilich der
damalige Bundesminister für Atomfragen Franz Josef Strauß (CSU) und
der Bayerische Ministerpräsident Dr. Wilhelm Hoegner (SPD). Der FRM
ist nicht nur Wiege der deutschen Kerntechnik, sondern gilt als
Keimzelle des modernen Campus der TU München in Garching und des
Wissenschaftsstandorts im Münchner Norden zu dem bei Kerntechnik und
Strahlenschutz auch die Gesellschaft für Reaktorsicherheit, das
Max-Planck-Institut für Plasmaphysik, das Helmholtz-Zentrum München
und das Bundesamt für Strahlenschutz gehören.
Der FRM diente bis zum Jahr 2000 der Forschung und Ausbildung
insbesondere in Physik und Kerntechnik. Im charakteristischen
"Atom-Ei" wurden wesentliche Grundlagen der Neutronenforschung
erarbeitet, die bis heute weltweit angewendet werden: am FRM wurden
erstmals die Targets nahe der Neutronenquelle platziert, es wurden
die Neutronenleiter und die Neutronenrückstreumethode zur Analyse auf
atomarer Ebene entwickelt, Detektoren zur Kernstrukturanalyse
konstruiert, die erste Tiefsttemperaturbestrahlungsanlage gebaut und
die Methode der Analyse durch Kleinwinkelstreuung entwickelt. In der
Grundlagenforschung gelangen der Nachweis der Neutronen-Interferenz
als weitere Bestätigung des Welle-Teilchen-Dualismus und der Nachweis
der Existenz "ultrakalter", also sich sehr langsam bewegender
Neutronen.
Pressekontakt:
Nicolas Wendler, Tel.: 030 498555-20, presse@kernenergie.de
Original-Content von: Deutsches Atomforum e.V., übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.10.2017 - 11:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1545550
Anzahl Zeichen: 3311
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
Diese Pressemitteilung wurde bisher 378 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"DAtF: Forschungsreaktor München - 60 Jahre internationale Spitzenforschung in Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Atomforum e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von Deutsches Atomforum e.V.
Neue Sicht auf CO2 vor Klimagipfel in Bonn / Vom Abgas zum Rohstoff / Kohlendioxid als Ersatz für Erdöl in der Chemieindustrie ...
Kohlendioxid: In riesigen Mengen entweicht es aus Gebäuden, Autos, Fabriken und Kraftwerken. In Zukunft soll das Gas aber nicht mehr nur ungenutzt in die Atmosphäre steigen. Denn die Chemieindustrie macht aus CO2 einen neuen Baustein für hochwertige Kunststoffe, um die knappen fossilen Rohstof
Presseeinladung: Virtual Reality in Hamburg ...
- Die cardioscan VRExperience bei der Nacht des Wissens - Herz-Stress-Test am cardioscan Das Thema Virtual Reality ist auf dem Vormarsch und namhafte Unternehmen investieren Millionenbeträge in die weitere Entwicklung der Wirklichkeit in einer interaktiven, virtuellen Umgebung. Am 4. November 2
Für mehr Mobilität im Alter: Der Komfortlinienbus rollt an ...
Iveco Bus, DB Regio Bus und die Hochschule Fresenius arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines neuen Linienbusmodells, mit dem künftig ältere oder in der Mobilität eingeschränkte Personen sicherer ihre Wegstrecken zurücklegen können. Erste Veränderungen wie breitere Gänge, eine neue Ano
Nominierungen zum Deutschen Zukunftspreis 2017 / Team 3 - lässt künstliche Hände sensibel fühlen (AUDIO) ...
Anmoderation: Was für ein großartiges Gebilde die menschliche Hand ist, das zeigen drei Zahlen. Sie hat 27 Knochen, 36 Gelenke und über 17.000 Rezeptoren. Die Hand ist ein grandioses Werkzeug. Umso schlimmer, wenn sie fehlt. Zumal auch die Medizintechnik in den letzten Jahrzehnten im Berei




