MDR: Risiko für Altersarmut im Osten künftig doppelt so hoch wie im Westen
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Das Risiko, im Alter eine Rente unterhalb der Armutsgrenze zu
beziehen, wird sich in den nächsten Jahren vor allem in
Ostdeutschland deutlich erhöhen. Das berichtet das MDR-Magazin
"Exakt". Laut einer Prognose des Deutschen Instituts für
Wirtschaftsforschung (DIW) steigt das Armutsrisiko bis 2036 im Westen
von derzeit 15 auf 17 Prozent; im Osten dagegen erhöht es sich im
gleichen Zeitraum von momentan 21 auf 36 Prozent. Eine Rente
unterhalb der Armutsgrenze träfe dann jeden Dritten.
Unter die vom Armutsrisiko betroffenen Rentner fällt für das DIW,
wer nur 60% oder weniger der Durchschnittsrente bezieht. Derzeit
liegt die Armutsgrenze bei 958 EUR. Die Durchschnittsrente beträgt
knapp 1600 Euro.
Das Armutsrisiko steigt durch Zeiten der Arbeitslosigkeit,
versicherungsfreie Jahre und Niedriglohnjobs. Johannes Geyer vom DIW
sagte "MDR-Exakt": "Das trifft speziell Menschen in Ostdeutschland,
die nach der Wende nicht so richtig Fuß gefasst haben auf dem
Arbeitsmarkt. Da kulminieren viele dieser Risiken. In diesem Gebiet
sehen wir das, dass in einem ganzen Gebiet bei den 'Wendeverlierern'
in Anführungszeichen das Risiko für Altersarmut enorm ansteigen
wird."
Doch nicht nur Menschen mit sogenannten brüchigen
Arbeitsbiografien müssen mit einer Rente unterhalb der Armutsgrenze
rechnen. Auch, wer durchgehend gearbeitet hat, kann von Sozialhilfe
abhängig werden. Zum Beispiel Menschen, die heute Mindestlohn oder
etwas mehr verdienen, könnten später in Altersarmut landen, so der
Wirtschaftsforscher Johannes Geyer gegenüber "Exakt".
Das MDR-Magazin "Exakt" beschäftigt sich am Mittwoch um 20.15 Uhr
mit dem Thema.
Mehr dazu auch unter www.mdr.de/investigativ
Pressekontakt:
MDR, Hauptabteilung Kommunikation, Sebastian Henne,
Tel.: (0341) 3 00 63 76, E-Mail: presse@mdr.de, Twitter: @MDRpresse
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Datum: 01.11.2017 - 15:33 Uhr
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