Postbank: Ein Viertel ihrer Einkäufe erledigen die Deutschen online

Postbank: Ein Viertel ihrer Einkäufe erledigen die Deutschen online

ID: 1546973
(ots) - DVDs, CDs und Co. sowie Elektronik werden häufiger
online als "offline" gekauft

- Ältere kaufen fast so viel im Internet wie Jüngere
- Regional ist Online-Shopping in Hessen am stärksten verbreitet

Durchschnittlich 26 Prozent ihrer Einkäufe tätigen die Deutschen
im Netz. Jeder fünfte Bundesbürger erledigt sogar mehr als die Hälfte
seiner Besorgungen online. Nur sieben Prozent kaufen überhaupt nicht
im Internet ein. Regional gibt es Unterschiede: Deutschlands
Online-Shopping-Könige leben in Hessen - und dort speziell in der
Banken-Metropole Frankfurt am Main. Dies sind Ergebnisse der
repräsentativen Postbank Studie "Der digitale Deutsche und das Geld".

Grafiken zu den Ergebnissen finden Sie hier:
http://ots.de/mTBCF
http://ots.de/hsl9D

Die 18- bis 34-Jährigen, die so genannten Digital Natives, decken
ihren Einkaufsbedarf zu rund einem Drittel im Netz, bei den Älteren
ab 35 Jahre ist es knapp ein Viertel. In diesem Punkt sind auch die
so genannten Digital Immigrants ohne Frage in der digitalen Welt
angekommen. Bei anderen Digital-Themen fällt der Unterschied zwischen
den Generationen weit stärker ins Gewicht, wie die Postbank Studie
zeigt. So surfen die unter 35-Jährigen zum Beispiel im Schnitt 55
Stunden pro Woche im Internet, die Älteren dagegen nur 39 Stunden.
"Der Trend zum Online-Shopping ist altersübergreifend und korreliert
nicht direkt damit, wie intensiv das Internet allgemein genutzt
wird", sagt Dr. Thomas Mangel, Chief Digital Officer bei der
Postbank.

Der Einkauf per Mausklick hat sich regional unterschiedlich stark
durchgesetzt. Spitzenreiter im Online-Shoppen sind die Hessen: Sie
erledigen 30 Prozent ihrer Einkäufe im Netz. Auf Platz zwei und drei
liegen Baden-Württemberg und Berlin mit jeweils 28 Prozent. Am Ende
des Rankings finden sich Schleswig-Holstein und Hamburg, deren


Bewohner vergleichsweise wenig im Internet kaufen. Sie stillen
lediglich 22 Prozent ihrer Shopping-Bedürfnisse online.

Online-Einkäufe: Bundesländervergleich

Rang Bundesland Prozent der Einkäufe online
1 Hessen 30 %
2 Baden-Württemberg 28 %
3 Berlin 28 %
4 Bayern 27 %
5 Saarland 27 %
6 Thüringen 27 %
7 Niedersachsen 26 %
8 Nordrhein-Westfalen 26 %
9 Sachsen-Anhalt 26 %
10 Bremen 25 %
11 Mecklenburg-Vorpommern 25 %
12 Sachsen 25 %
13 Rheinland-Pfalz 24 %
14 Brandenburg 24 %
15 Schleswig-Holstein 22 %
16 Hamburg 22 %
Bundesdurchschnitt 26 %

Großstadtbewohner neigen stärker zum Einkauf im Netz

Mit Güte und Vielfalt des lokalen Angebots scheint die Neigung zum
Interneteinkauf aber nichts zu tun zu haben. Die Studie zeigt, dass
ausgerechnet in den Großstädten überdurchschnittlich viel online
eingekauft wird - obwohl dort auch das Angebot des stationären
Einzelhandels eine gute Auswahl bietet. Unter den zehn untersuchten
deutschen Großstädten wird in sechs Metropolen häufiger online
bestellt als im Bundesdurchschnitt. Der Schnitt der Top-Ten-Städte
liegt mit 27 Prozent Anteil am Einkaufsbedarf auch etwas höher als im
Bundesdurchschnitt. An der Spitze steht Frankfurt am Main: Die
Einwohner erledigen 36 Prozent ihrer Besorgungen im Netz. Auf Platz
zwei folgt Leipzig mit 30 Prozent. 28 Prozent ihrer Einkäufe ordern
die Berliner, die Münchner und die Dortmunder online.

Wie viel online geshoppt wird, hängt eng zusammen mit der
Intensität der Internetnutzung. So sind die Hessen Spitzenreiter im
Internet-Surfen, wie die Postbank Studie zeigt. Sie verbringen im
Schnitt 47 Stunden wöchentlich im Netz - in keinem Bundesland wird
mehr gesurft. Deutschlandweit sind die Bundesbürger im Schnitt 43
Stunden pro Woche im Netz unterwegs. Sozusagen dauer-online sind die
Menschen in Frankfurt am Main: Die Bewohner der Banken-Metropole
bringen es im Schnitt auf knapp 62 Wochenstunden. Das ist mit Abstand
der Spitzenwert im Vergleich deutscher Metropolen.

Schöne neue Einkaufswelt in der Hosentasche

Auch die mobile Nutzung des Internets hat stark zugenommen. Ins
Netz gehen mittlerweile 70 Prozent der Deutschen mit ihrem
Smartphone. In Deutschlands Online-Metropole Frankfurt sind es sogar
84 Prozent der Bewohner. Damit sind sie im Schnitt 23 Stunden pro
Woche online - auch das der Spitzenwert im Metropolen-Vergleich. Das
wirkt sich auf das Einkaufsverhalten aus. "Der Großstadtbewohner von
heute läuft an Geschäften vorbei und kauft dabei im Internet ein.
Oder gleicht beim Shoppen in der City das Angebot im Geschäft mit dem
im Netz ab - immer bestrebt, die größtmögliche Auswahl zu erlangen.
In der Zukunft gehört zur Einkaufswelt vor Ort zwingend das
Online-Angebot dazu. Auf dieses Kundenverhalten müssen sich
Unternehmen einstellen, wenn sie in der digitalen Welt bestehen
wollen", sagt Mangel von der Postbank.

Online-Einkäufe: Metropolenvergleich

Rang Stadt Prozent der Einkäufe online
1 Frankfurt am Main 36 %
2 Leipzig 30 %
3 Berlin 28 %
4 München 28 %
5 Dortmund 28 %
6 Düsseldorf 27 %
7 Köln 25 %
8 Stuttgart 25 %
9 Essen 25 %
10 Hamburg 22 %
Durchschnitt Top-10-Städte 27 %

Medien und Elektronik kaufen die Deutschen gern im Internet

Bücher, DVDs, CDs und Videospiele werden von 68 Prozent der
Deutschen bevorzugt im Internet gekauft. Zu den typischen Produkten,
die mehr als die Hälfte der Befragten gern im Netz kaufen, gehören
außerdem Unterhaltungselektronik sowie Elektro- und Haushaltsgeräte.
"Zum Jahresende werden die Online-Käufe von Medien und Elektronik als
beliebten Weihnachtsgeschenken noch einmal deutlich ansteigen", so
Postbank Experte Mangel. Auch Bekleidung und Schuhe shoppen bereits
40 Prozent der Deutschen lieber im Internet. Bevorzugt im Geschäft
vor Ort kaufen die Menschen dagegen Lebensmittel und Drogerieartikel.
Auch Gesundheitsartikel und Medizin sowie Möbel und Wohnaccessoires
besorgt eine klare Mehrheit lieber im Laden. "Mit dem Smartphone in
der Tasche haben die Menschen die gesamte Online-Einkaufswelt immer
dabei. Die Angebote von Online-Shops werden immer intelligenter auf
den einzelnen Nutzer zugeschnitten. Test- und Vergleichsportale, aber
vor allem die gegenseitigen Produktempfehlungen unter Kunden werden
dazu beitragen, dass sich der Online-Einkauf weiter stark
entwickelt", sagt Postbank Experte Mangel.

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie "Der digitale
Deutsche 2017"

Für die Postbank Digitalstudie "Der digitale Deutsche 2017" wurden
im Zeitraum April bis Mai diesen Jahres 3.967 Deutsche befragt. Die
Postbank untersucht mit der Studie zum dritten Mal in Folge, wie sich
die Bedürfnisse und das Verhalten der Bundesbürger durch die
Digitalisierung verändern - und was dies für die Bank der Zukunft
bedeutet.

Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte
eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland
(Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde
der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die
Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen
lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.



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Postbank
Tim Rehkopf
+49 228 920 12104

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Datum: 02.11.2017 - 11:00 Uhr
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