Westfalenpost: Kommentar zum Klimaschutz
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Am Montag beginnt die nächste Klimakonferenz - und Deutschland ist
Gastgeber. Der Kohlendioxid-Ausstoß steigt, die Folgen des
Klimawandels wie Naturkatastrophen und zunehmende Migration treten
immer deutlicher zutage. Fest steht: Der Ausstieg aus fossilen
Brennstoffen muss beschleunigt und auch glaubhaft umgesetzt werden.
Für Deutschland heißt das: Wenn wir das Ende der Kohle nicht
vorziehen, können wir unsere Klimaziele nicht erreichen. Aus
demselben Grund ist ein konkreter Ausstiegskorridor für den
Verbrennungsmotor sinnvoll - übrigens im eigenen Interesse der
Automobilindustrie. Wenn sie den Umstieg nicht stärker als bisher
forciert, bestimmen andere Tempo und Bedingungen. Google, Apple und
Co. schwimmen im Geld; sie werden die Gestaltung der Mobilität an
sich reißen, wenn die Konkurrenz ihnen die Chance dazu gibt. Mit der
Folge, dass in Deutschland eine Schlüsselindustrie ihre Zukunft aufs
Spiel setzt. Die Konferenz in Bonn erwartet Fakten, nicht
Ankündigungen. Angela Merkel, die mal Klimakanzlerin genannt wurde,
läuft Gefahr, sich zu blamieren. Ihre Verhandlungsposition ist so
schlecht wie nie: Die Kohle könnte die Jamaika-Koalition zu Fall
bringen.
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Datum: 02.11.2017 - 20:24 Uhr
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