Globale Recherche "Paradise Papers": Mehr im NDR zu den Steuertricks der Reichen und Mächtigen
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Recherche von Journalistinnen und Journalisten in aller Welt.
Grundlage dafür war ein 1,4 Terabyte großer Datensatz. Darin
verborgen: brisante Informationen über die Tricks von Superreichen,
Prominenten, Kriminellen und Konzernen, die ihren Besitz verstecken
und ihre Steuerzahlungen drastisch senken. Hochspezialisierte Berater
helfen ihnen dabei, die Gesetzgebung in Niedrigsteuerländern zu
nutzen - moralisch fragwürdig, aber meist legal. An den einjährigen
Recherchen zu den "Paradise Papers" waren international fast 400
Journalistinnen und Journalisten aus rund 100 Medien beteiligt,
darunter die New York Times, der Guardian und Le Monde. In
Deutschland haben Journalisten der Süddeutschen Zeitung, des NDR und
des WDR zu den "Paradise Papers" recherchiert. Die
Rechercheergebnisse werden weltweit seit Sonntag (5. November), 19.00
Uhr, veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an berichten das
Informationsradio NDR Info und das NDR Fernsehen ergänzend zu den
Sendungen im Ersten über die "Paradise Papers".
Bereits um 19.05 Uhr am Sonntag ändert NDR Info sein Programm und
berichtet in einer Sondersendung über die Enthüllungen. Zudem
zeichnen NDR Info und WDR 3 in einer aufwendigen Podcast-Serie mit
dem Titel "Paradise Papers - Im Schattenreich der Steueroasen" den
Weg der einjährigen Recherche nach. In fünf Folgen geben die Reporter
Benedikt Strunz und Philipp Eckstein tiefe Einblicke in ihre
investigative Arbeit, in die streng vertrauliche Zusammenarbeit mit
anderen Journalisten auf der ganzen Welt und in die Kooperation im
Internationalen Konsortium für Investigative Journalisten (ICIJ). Die
erste Folge des Podcasts aus dem Studio der NDR Radiokunst steht ab
Sonntag, 19.00 Uhr, unter www.NDR.de/paradisepapers zum Download
bereit. Im Radio auf NDR Info ist die Serie von Montag, 6. November,
bis Freitag, 10. November, jeweils um 19.20 Uhr zu hören. Außerdem
sendet NDR Info das Radiofeature "Paradise Papers" von Philipp
Eckstein und Benedikt Strunz am Sonntag, 12. November, um 11.05 Uhr.
Der NDR berichtet zudem aktuell und wird sich dabei insbesondere
auch auf Verbindungen zu Norddeutschland konzentrieren, die sich in
den ausgewerteten Daten finden. Darunter sind auch Fundstellen mit
Bezügen zu zwei ehemaligen hochrangigen Politikern.
Das Erste ändert am Sonntag (5. November) kurzfristig sein
Programm: Um 21.45 Uhr zeigen NDR und WDR die Dokumentation "Paradise
Papers - Zocker, Trickser, Milliardäre". Die Koproduktion gibt einen
Überblick über die Recherche und widmet sich ausführlich
verschiedenen deutschen und internationalen Fällen. Im Anschluss an
die Tagesthemen um 23.05 Uhr sendet Das Erste eine weitere
NDR/WDR-Koproduktion mit dem Titel "Geheime Geschäfte - Die
Milliarden-Deals der Rohstoffkonzerne". Darin geht es um die
Machenschaften des Rohstoff-Giganten Glencore, einer der größten
Fälle der "Paradise Papers".
Während die im April 2016 veröffentlichten "Panama Papers" vor
allem Steuerhinterziehung, Korruption und andere Verbrechen
öffentlich machten, bieten die "Paradise Papers" Einblicke in die
Arbeit hochspezialisierter Berater, die komplizierte Konstrukte zur
Steuervermeidung ersinnen. Profiteure sind reiche Kunden und Firmen,
die zwar die Infrastruktur von Industrieländern wie Deutschland
nutzen, sich aber um ihren Anteil an deren Finanzierung drücken. Die
dafür angewandten Tricks sind in der Regel legal, doch ihr Ergebnis
ähnelt dem der Steuerhinterziehung: Der Gesellschaft entsteht ein
enormer Schaden durch nicht bezahlte Steuern.
5. November 2017
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NDR Norddeutscher Rundfunk
NDR Presse und Information
Telefon: 040 / 4156 - 2300
Fax: 040 / 4156 - 2199
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Datum: 05.11.2017 - 19:00 Uhr
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