Flächendeckender Glasfaserausbau schafft neue Arbeitsplätze im deutschen Mittelstand
ID: 1548351
Wirtschaft (BVMW) und der Bundesverband Breitbandkommunikation
(BREKO) setzen sich gemeinsam für eine klare
"Glasfaser-only"-Strategie ein, um die Digitalisierung von Wirtschaft
und Gesellschaft - und damit den Weg in die viel beschworene
Gigabit-Gesellschaft - schnellstmöglich voranzubringen.
Mittelstandspräsident Mario Ohoven und BREKO-Präsident Norbert
Westfal sind sich einig: Glasfaseranschlüsse bis in alle Unternehmen
Deutschlands sichern vorhandene und schaffen das Potenzial für neue
Arbeitsplätze.
"Digitaler Fortschritt ist zwingend notwendig, um sich im
internationalen Wettbewerb zu behaupten. Werden die Chancen der
Digitalisierung konsequent genutzt, können mittelständische
Unternehmen ihren Umsatz zudem deutlich steigern", sagt
BVMW-Präsident Mario Ohoven. "Auf diese Weise können wir nicht nur
die rund 30 Millionen Arbeitsplätze im Mittelstand sichern, sondern
auch neue Arbeitsplätze in der digitalisierten Wirtschaft schaffen."
Um die Digitalisierung der deutschen Wirtschaft zielstrebig
voranzutreiben, brauche der Mittelstand als Rückgrat der deutschen
Wirtschaft flächendeckend verfügbare, hochleistungsfähige
Glasfaseranschlüsse bis direkt ins Unternehmen, betont Ohoven. "Noch
fehlt es zahlreichen mittelständischen Betrieben insbesondere abseits
der Metropolen an einem ausreichend leistungsfähigen
Breitbandanschluss; in vielen Regionen herrscht sogar
'Internet-Notstand'."
Für den BREKO gilt daher: Die Breitband-Strategie der künftigen
Bundesregierung muss sich an einem klaren Infrastruktur-Ziel
orientieren: Deutschland braucht jetzt flächendeckend
Gigabit-Glasfaseranschlüsse bis in alle Gebäude. Kupferbasierte
Übergangstechnologien wie VDSL2-Vectoring oder das angekündigte
Super-Vectoring, aber auch die vorhandenen Kabelnetze, können die
künftigen Bandbreiten- und Qualitätsanforderungen (zum Beispiel
extrem geringe Latenz, hohe Upload-Geschwindigkeiten, hohe
Widerstandsfähigkeit gegen äußere Einflüsse) - insbesondere auch der
deutschen Wirtschaft - nicht befriedigen.
"Ohne ein klares und ambitioniertes Glasfaser-Infrastrukturziel
fällt Deutschland im internationalen Vergleich noch weiter zurück",
warnt BREKO-Präsident Norbert Westfal. "Unser Land braucht die
leistungsfähigste digitale Infrastruktur in Europa, um
Wirtschaftswachstum - und damit Wohlstand - zu sichern und
auszubauen. Mit reinen Glasfaseranschlüssen bringen wir Deutschland
in den kommenden zehn Jahren vom Standstreifen wieder auf die
Überholspur!"
Um den Glasfaserausbau möglichst schnell und effizient stemmen zu
können, setzt der BREKO auf den gemeinschaftlichen Ausbau aller
Marktteilnehmer ohne volkswirtschaftlich unsinnigen Doppelausbau. Um
die vorhandenen Mittel möglichst wirksam einzusetzen und bereits
errichtete Glasfasernetze optimal auszulasten, hat der führende
deutsche Glasfaserverband mit der BREKO Handelsplattform ein
funktionierendes Open-Access-System gestartet, über das alle Anbieter
diskriminierungsfrei Vorleistungen einkaufen können.
"Open Access statt volkswirtschaftlich unsinnigem Doppelausbau -
das ist die Devise des BREKO", unterstreicht BREKO-Geschäftsführer
Dr. Stephan Albers. "Auf diese Weise können die zahlreichen lokal und
regional operierenden Glasfaser-Champions in Deutschland ihre
zukunftssicheren Glasfasernetze noch besser auslasten und so weitere
Mittel für den Ausbau mit der besten digitalen Infrastruktur - der
reinen Glasfaser - einsetzen."
Um diese Themen gemeinsam weiter voranzutreiben, engagiert sich
der BREKO in der vom BVMW ins Leben gerufenen Mittelstandsallianz.
Die Mittelstandsallianz bündelt die Stimmen mittelständisch geprägter
Branchenverbände und trägt sie mit einer Stimme in die Politik. Die
Partner vertreten gemeinsam mehr als 11 Millionen Arbeitnehmer und
über 550.000 Unternehmen in Deutschland.
BREKO - Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.
Marc Kessler
Leiter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit
und Mitgliederkommunikation
Tel.: 030 58 58 0 - 411
Mail:kessler@brekoverband.de
www.brekoverband.de
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BVMW Pressesprecher
Eberhard Vogt
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Datum: 07.11.2017 - 10:08 Uhr
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