Gemeinsame Pressemitteilung BDI, MEDEF: COP 23: Deutsche und französische Wirtschaft formulieren ihre Prioritäten für die europäische Klimapolitik
ID: 1549052
Gattaz, den Präsidenten des Spitzenverbands der französischen
Wirtschaft MEDEF. Vor dem Hintergrund der laufenden
Weltklimakonferenz in Bonn erklärten die Präsidenten:
"Die Regierungen sollen auf nationale Alleingänge zu
Energiequellen und zur CO2-Bepreisung verzichten. Diese enthalten das
Risiko, die Transformationskosten weiter zu erhöhen und die
gesellschaftliche Akzeptanz gleichzeitig zu mindern, während die
Gesamtbilanz für die EU unklar bleibt. Stattdessen muss der Fokus auf
Zusammenarbeit und abgestimmtem internationalen Vorgehen liegen. Mit
der COP 23 in Bonn müssen wir jetzt die Gelegenheit nutzen, die
Umsetzung des Pariser Klimaabkommens voranzutreiben."
Dieter Kempf: "Aus Sicht der Unternehmen in Frankreich und
Deutschland sind Marktmechanismen wie ein internationaler CO2-Preis
das wirksamste Mittel, um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen. Während
der Anspruch ein globaler CO2-Preis sein muss, wäre es ein sinnvoller
Schritt, ihn in den G20-Staaten einzuführen. Das würde helfen,
international vergleichbare Rahmenbedingungen zu schaffen."
Kempf und Gattaz begrüßten die aktuelle Reform des
EU-Emissionshandels (ETS) und warben für die erfolgreiche Vollendung
vor dem Hintergrund der heutigen Trilog-Verhandlungen. Pierre Gattaz:
"Mit Blick auf Paris ist die aktuelle Reform der erste Schritt, um
den Ehrgeiz der EU-Klimapolitik zu steigern. Sie stärkt ETS als
zentrales Instrument, um ein verlässliches CO2-Preisignal zu
erzeugen, saubere Technologien zu fördern und die
Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen zu sichern".
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Datum: 08.11.2017 - 12:56 Uhr
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