Sankt Martin war vermutlich Vegetarier - aus Tradition sollte KEIN Gänsebraten am Festtag gegessen werden
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Am 11.November und auch an allen anderen Tagen sollte man zum Schutz der Tiere kein Gänsefleisch essen und sich stattdessen in Achtung vor Sankt Martin rein pflanzlich ernähren.
"Es gibt viele Mythen und Legenden um Sankt Martin, sie alle haben allerdings gemein, dass er ein hilfsbereiter und barmherziger Mann war, der sich sehr für Tiere eingesetzt hat", so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tierschutzbüros. Die Tierrechtler gehen daher davon aus, dass Sankt Martin Vegetarier war. Sie stützen ihre Vermutung vor allem darauf, dass Fleisch früher als Zeichen für Herrschaft und Reichtum galt. "Sankt Martin war vor allem für seinen asketischen Lebensstil bekannt; zudem hat er Schutz bei seinen Freunden, den Gänsen, gesucht", gibt Peifer an.
In der Geschichte heißt es zwar, dass die Gänse ihn durch das Schnattern verraten haben und deswegen der Brauch entstand, diese zu essen. Doch wer sich intensiver mit der Literatur beschäftigt, stellt fest, Martin hatte sich bei den Gänsen versteckt, der Grund dafür war seine Bescheidenheit, er wollte nicht zum Bischoff ernannt werden.
Weiterhin stützen die Tierrechtler ihre Vermutung, dass Sankt Martin Vegetarier war, darauf, dass er unter sehr einfachen Verhältnissen gelebt hat. Viele Menschen fasten auch heute noch in der Zeit vom 08.November, dem Tag der Heiligsprechung von Sankt Martin, bzw. in der Zeit vom 11.November, dem Tag seiner Beerdigung, bis Weihnachten und ernähren sich dadurch meist vegan.
Über 600.000 Gänse werden jedes Jahr alleine in Deutschland gemästet und geschlachtet. Unter welchen Umständen die Tiere gehalten werden, erfährt der Verbraucher meist nicht. Den meisten Gänsen steht kein Wasser zur Verfügung, obwohl sie Wassertiere sind. Auch ist die Haltung in riesigen Mastanlagen ohne Auslauf nicht unüblich. Mit speziellem Kraftfutter werden die Tiere in nur wenigen Wochen schlachtreif gemästet. Noch schlimmer ergeht es Gänsen in Ländern wie z.B. Frankreich und Polen, in denen das so genannte Gänsestopfen erlaubt ist. Über ein Metallrohr wird den Gänsen meist mehrfach am Tag ein fetthaltiger Brei direkt in den Magen gepumpt; das Ziel dieser Tortur ist, dass die Leber anschwillt. Die Pastete "foie gras" wird daraus gewonnen und als Delikatesse angeboten. Das Fleisch der geschundenen Tiere wird auch in Deutschland verkauft.
"Sankt Martin würde sich sicherlich im Grabe umdrehen, wenn er wüsste, dass anlässlich des Tages seiner Heiligsprechung Gänsefleisch gegessen wird", kommentiert Peifer, der schon einige Gänsemast-Anlagen von innen gesehen hat. Das Deutsche Tierschutzbüro ist sich sicher: Am 11.November und auch an allen anderen Tagen sollte man zum Schutz der Tiere kein Gänsefleisch essen und sich stattdessen in Achtung vor Sankt Martin rein pflanzlich ernähren.
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Datum: 09.11.2017 - 08:20 Uhr
Sprache: Deutsch
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Ansprechpartner: Jan Peifer
Stadt:
Berlin
Telefon: 030-27004960
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
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