DEG fördert nachhaltiges Wassermanagement auf den Galapagos-Inseln
ID: 1551604
- Abwasseraufbereitung durch naturnahe Kläranlagen
- Beitrag zur Linderung der Wasserknappheit
- Wissenstransfer im Bereich Umwelttechnik
Die zu Ecuador gehörenden Galapagos-Inseln sind weltweit für ihr
einzigartiges Naturerbe bekannt. Mit 97 Prozent ist nahezu die
gesamte Fläche des Archipels als Nationalpark ausgewiesen. Um einen
Beitrag zu dessen Bewahrung zu leisten, hat die DEG - Deutsche
Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH ein Pilotprojekt zum
nachhaltigen Wassermanagement mit Mitteln aus dem
develoPPP.de-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) kofinanziert. Das Vorhaben, bei
dem in zwei Demonstrationsanlagen die Wiederaufbereitung von
Abwässern erprobt wurde, konnte nun erfolgreich abgeschlossen werden.
Privater Partner war die Firma ATB Umwelttechnologien GmbH (ATB) aus
Porta Westfalica, der WWF Ecuador hat das Vorhaben unterstützt.
Welche Folgen der Klimawandel gerade für Inseln mit sich bringt,
ist ein zentrales Thema der internationalen Klimakonferenz COP23 in
Bonn. Die Galapagos-Inseln sind zum Beispiel Wetterphänomen wie El
Niño ausgesetzt, die zu längeren Trockenperioden führen und die durch
den Klimawandel verstärkt werden. Dies gefährdet die bereits knappen
Süßwasserressourcen zusätzlich.
Bisher wird Abwasser auf den Galapagos-Inseln größtenteils nicht
wieder aufbereitet. Es versickert entweder fast ungeklärt im Boden
oder wird direkt in den südpazifischen Ozean geleitet.
Im Zuge des Projekts hat ATB zwei Demonstrationsanlagen zur
Abwasseraufbereitung entwickelt und auf der Insel Santa Cruz
installiert. Die Kläranlagen setzen auf naturnahe, dezentrale
Technologien. Die in einem Hotel aufgebaute Anlage kombiniert
biologische Reinigung und nachgeschaltete UV-Desinfektion. Die zweite
Anlage bereitet Abwässer aus einer fischverarbeitenden Produktion
auf. Sie verbindet eine mechanische Vorreinigung mit einer
Pflanzenkläranlage. Das aufbereitete Wasser beider Anlagen kann
anschließend wieder genutzt werden, etwa zur Pflanzenbewässerung.
Lokale Techniker wurden darin geschult, die Anlagen zu betreuen.
Die einmalige Natur hat den Tourismus zum wichtigsten
Wirtschaftszweig der Inseln gemacht. Daher sind gerade hier
nachhaltige, ressourcenschonende Konzepte gefragt: Bereits während
der Projektlaufzeit wurden zwei weitere Kläranlagen in Hotels gebaut.
Aber auch für die lokale Wirtschaft wie etwa die Fischverarbeitung
sind ausgereifte, kostensparende Lösungen zur Abwasserbehandlung
wichtig.
Klima- und Umweltschutz sind seit vielen Jahren ein zentrales
Anliegen der DEG. Allein im Jahr 2016 waren mit 562 Mio. EUR rund ein
Drittel ihrer Neuzusagen für Vorhaben bestimmt, die Klima- und
Umweltschutz sowie die Anpassung an den Klimawandel fördern.
Pressekontakt:
Barbara Schrahe-Timera
DEG - Deutsche Investitions- und
Entwicklungsgesellschaft
Kommunikation
Kämmergasse 22
50676 Köln
Tel.: +49 221 4986 1855
Fax: +49 221 4986 1843
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Datum: 15.11.2017 - 10:45 Uhr
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