NABU: Kunden wünschen sich umweltfreundliche Getränkeverpackungen
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Rolle, dass ihre Getränke umweltfreundlich verpackt sind. Mehr als
die Hälfte spricht sich für eine Steuer auf Getränkeverpackungen aus.
Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von Kantar Emnid
im Auftrag des NABU. Welche Verpackung gut für die Umwelt ist und
welche nicht, wissen aber bei weitem nicht alle. So hält gut jeder
Dritte die Getränkedose für umweltfreundlich, obwohl diese eine
schlechte Ökobilanz aufweist. Dagegen halten 58 Prozent den
Getränkekarton trotz positiver Ökobilanz nicht für umweltfreundlich.
Was Kunden sich wünschen und was die Händler anbieten, geht aber
immer weiter auseinander. In zahlreichen Märkten finden sich keine
Mehrwegflaschen mehr. Einwegplastik und Dose dominieren das Bild der
Discounterregale. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller sieht
dringenden politischen Handlungsbedarf: "Die unverbindliche
Mehrwegquote von 70 Prozent des neuen Verpackungsgesetzes ist ein
zahnloser Tiger, der nicht einen Hersteller dazu bringen wird, in
Zukunft in Mehrwegflaschen abzufüllen. Wir brauchen eine
Getränkeverpackungssteuer, wir brauchen strikte
Einweg-Mehrweg-Kennzeichnungen auf den Verpackungen und eine
Umleitung des Pfandschlupf für die Mehrwegförderung. Das sind die
Hausaufgaben für die kommende Bundesregierung", so Miller. Der
Pfandschlupf bezeichnet Einnahmen durch nicht zurückgegebene
Pfandflaschen, die bislang in der Getränkewirtschaft verbleiben.
Diese Einnahmen summierten sich 2015 auf 180 Millionen Euro.
Der NABU führte eine ähnliche Umfrage bereits im Jahr 2013 durch.
Eine Beurteilung hat sich dabei sehr stark geändert. "Während vor
vier Jahren 48 Prozent der Befragten Einweg-PET-Flaschen als
umweltfreundlich bezeichneten, taten das in der aktuellen Studie nur
noch 29 Prozent. Die Umweltprobleme, welche gerade durch kurzlebige
Plastik-Anwendungen entstehen, dringen offensichtlich immer stärker
zu den Verbrauchern durch und das trotz der Werbekampagnen von
Einwegabfüllern und Discountern, welche Einweg-PET als
Kreislaufflasche bewerben", sagt NABU-Ressourcenschutzexperte Sascha
Roth.
Hintergrund:
Die Einwegplastik- und Dosenflut in der Getränkewirtschaft steigt
kontinuierlich. Während der Marktanteil dieser Getränkeverpackungen
2004 noch bei knapp 29 Prozent lag, waren es zehn Jahre später fast
54 Prozent. Alleine die Herstellung von 17 Milliarden
Einweg-Plastikflaschen verschlingt jährlich ca. 650.000 Tonnen Rohöl
und verursacht über eine Million Tonnen CO2. Das sogenannte
Dosenpfand war wirksam gegen die Vermüllung der Natur durch
PET-Flaschen und Bierdosen, aber nicht gegen den Sinkflug bei
Mehrweg. Um umweltfreundliche, weil rohstoffsparsame
Mehrwegverpackungen zu fördern, fordert der NABU umfangreichere
politische Maßnahmen zusätzlich zum Einweg-Pfand wie eine
Getränkeverpackungssteuer, die sich am CO2-Ausstoß der Verpackung
orientiert.
Mehr Informationen unter: http://ots.de/IAwqs
Pressekontakt:
Sascha Roth
NABU-Ressourcenschutzexperte
Tel. 030-284984-1660
Mail: Sascha.Roth@NABU.de
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Datum: 23.11.2017 - 10:01 Uhr
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