Bestseller-Autor Daniel Kehlmann: "Um von der Vergangenheit zu erzählen, muss man erfinden&quo

Bestseller-Autor Daniel Kehlmann: "Um von der Vergangenheit zu erzählen, muss man erfinden"

ID: 1554767
(ots) - Bestseller-Autor Daniel Kehlmann erzählt in einem
Interview in der neuen Ausgabe von ZEIT GESCHICHTE, wie er in seinen
historischen Romanen die Grenze zwischen Wahrheit und Fiktion zieht:
"Um von der Vergangenheit zu erzählen, muss man erfinden." Er sammle
Fakten und lasse dann seine Fantasie spielen: "Nur Geschichten lassen
sich erzählen. Daten allein sind stumm." Marotten und Details seiner
Figuren wie Essensreste im Bart des Schwedenkönigs Gustav Adolf denke
er sich dann aus. "Solche Dinge muss man erfinden, aber das macht sie
nicht unwahr."

Kehlmanns neuer Roman "Tyll" spielt in der Zeit des
Dreißigjährigen Krieges. Was Kehlmann besser als die Historiker von
diesem Krieg erzählen könne, sei "das Vergessen". "Die meisten Opfer
sind verschwunden und vergessen, ohne Spuren, niemand erinnert sich
an sie." Und weiter: "Die Romanautoren aber können die Verschwundenen
neu erfinden." Die Zeit zwischen 1618 und 1648 sei für Schriftsteller
sehr spannend: "Es ist nun mal eine erschütternde, aufregende Zeit,
die Deutschland geprägt und für immer verändert hat. Natürlich fühlt
man sich als Schriftsteller davon herausgefordert und angezogen."

Daniel Kehlmann ist einer der erfolgreichsten deutschen
Schriftsteller der Gegenwart, international bekannt wurde er mit dem
Roman "Die Vermessung der Welt". Sein neuer Roman "Tyll" kam im
Oktober 2017 auf den Markt.

Die neue Ausgabe der ZEIT GESCHICHTE erschien am 21. November 2017
mit dem Titel "Der Dreißigjährige Krieg. Eine deutsche Tragödie
1618-1648". Das ganze Interview senden wir Ihnen für Zitierungen
gerne zu.

Diese Pressemitteilung finden Sie auch unter www.zeit.de/presse.



Pressekontakt:
Maria Sänger
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Datum: 23.11.2017 - 12:09 Uhr
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