"ttt - titel thesen temperamente" (NDR)
am Sonntag, 26. November 2017, um 23:05 Uhr
ID: 1555165
Viele Verhandlungen, keine Regierung - Eine erste Bilanz deutscher
Intellektueller Auch wenn es immer eine Option war, hatte es doch
niemand so richtig für möglich gehalten: das Scheitern der
Sondierungsverhandlungen über eine Jamaika-Koalition. Nun kreist der
öffentliche Diskurs um Begriffe wie Vertrauen, Prinzipientreue,
politische Verantwortung, Individualinteressen und Allgemeinwohl. Es
werden die verbleibenden Optionen - Große Koalition,
Minderheitenregierung oder auch Neuwahlen - von allen Seiten
beleuchtet und diskutiert. "ttt" hört sich unter Schriftstellern um
und spricht unter anderem mit Wolf Biermann, Ingo Schulze, Sibylle
Lewitscharoff und Hilal Sezgin über den Zustand der Berliner Republik
zwischen Berliner Zirkeln, großen Egos und dem Rest des Landes.
Das Schweigen brechen - "Internationaler Tag gegen Gewalt gegen
Frauen" Er hat sie geschlagen. Immer wieder. Oft grundlos. Bis sie es
endlich schaffte, von ihm wegzurennen - im wahrsten Sinne des Wortes.
Über zwanzig Jahre danach treffen sie sich wieder, und vor laufender
Kamera sprechen sie über das, was damals vorgefallen ist, begeben
sich gemeinsam auf Spurensuche in ihre Vergangenheit. Opfer und Täter
gemeinsam. Ein mutiger Schritt von beiden. Herausgekommen ist ein
bemerkenswerter und eindrücklicher Dokumentarfilm: "A better man".
Und so besonders die Geschichte von Attiya und Steve durch die
Wiederbegegnung und ihre Veröffentlichung ist - so sehr ist sie kein
Einzelfall, sondern in vielen Fällen schrecklicher Alltag: In
Deutschland erlebt jede vierte Frau häusliche Gewalt, so die aktuelle
Statistik des BKA. In Zeiten von #metoo und der öffentlichen
Diskussion um sexuellen Missbrauch widmet sich "ttt" anlässlich des
Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen dem nächsten lange
verschwiegenen und tabuisierten Thema: häusliche Gewalt. "ttt"
spricht mit betroffenen Frauen und der Filmemacherin von "A better
man".
Die Menschenrechte auf dem Prüfstand - Diskussion im Europarat Sie
umfasst 15 Artikel, sichert das Recht auf Freiheit und Sicherheit,
auf Leben und das Verbot der Folter: die europäische
Menschenrechtskonvention. 1950 wurde sie in Rom unterzeichnet und
1953 trat sie in Kraft. Sie garantiert den Schutz von Grund- und
Menschenrechten für mehr als 800 Millionen Menschen in 47 Staaten.
Dänemark hat seit dem 15. November den Vorsitz im
Entscheidungsgremium des Europarats, dem Ministerkomitee. Eigentlich
soll der Europarat die Menschenrechte verteidigen. Kopenhagen hat
sich das Gegenteil vorgenommen, will an den Menschenrechten rütteln.
Was Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen an den Menschenrechten
stört? Dänemark werde durch sie gehindert, "zutiefst kriminelle
Ausländer auszuweisen". Gestartet wurde die Kampagne von der
rechtspopulistischen Dänischen Volkspartei. "ttt" spricht mit
Politikern, dem dänischen Schriftsteller Carsten Jensen und dem
Präsidenten der Vereinigung zur Verteidigung der Menschenrechte.
Wenn der Vater mit dem Sohne - Ein Gesprächsbuch von Martin Walser
und Jakob Augstein Der eine ist einer der bedeutendsten und
umstrittensten Schriftsteller der Bundesrepublik, der andere ein
bekannter Journalist und Herausgeber: Martin Walser und Jakob
Augstein. Erst 2009 wurde öffentlich, dass sie Vater und Sohn sind,
es war eine Sensation. Bis dahin galt Jakob als der Sohn von Rudolf
Augstein, seine Mutter ist die frühere Augstein-Ehefrau Maria
Carlsson. Erst 2005 hatten sich Walser und Jakob Augstein persönlich
kennengelernt, jetzt bringen sie ein gemeinsames Gesprächsbuch
heraus: "Das Leben wortwörtlich". Darin erzählt Martin Walser von den
wichtigsten Stationen seines Lebens: Die Jugend im
Nationalsozialismus, die ersten Erfolge als Schriftsteller, das
schwierige Verhältnis zu Marcel Reich-Ranicki und die umstrittene
Rede über Auschwitz in der Frankfurter Paulskirche. Es geht um
Schreiben, Liebe, Politik, um Angst, Macht, Rechthaberei. Und am Ende
auch um ihre besondere Geschichte als Vater und Sohn. Ein
lesenswertes Buch, "ttt" trifft Walser und Augstein zum gemeinsamen
Interview.
Musik unter Wasser - Ein ungewöhnliches Klangexperiment Fünf
Aquarien, 10000 Liter Wasser - und darin: Musiker mit ihren
Instrumenten. Ein Klangexperiment, das Grenzen austestet. Vor allem
die der Musiker. Über zehn Jahre hat die dänische Band "Between
Music" an diesem Projekt gearbeitet, eine spezielle Gesangstechnik
entwickelt, Musikinstrumente wasserfest gemacht. Bis zu anderthalb
Minuten bleiben die Musiker unter Wasser, spielen, singen - oft auch
beides. Eine Performance, die verzaubert, fasziniert und das stille
Element Wasser zum Klingen bringt. "ttt" ist bei den Vorbereitungen
für ein Konzert mit dabei - und taucht ein in die wundersame
Klangwelt von "Aquasonic".
Im Internet unter www.DasErste.de/ttt
Moderation: Evelyn Fischer Redaktion: Edith Beßling, Christine
Gerberding, Niels Grevsen, Melanie Thun (NDR)
Pressekontakt:
Agnes Toellner, Presse und Information Das Erste,
Tel: 089/5900 23876, E-Mail: agnes.toellner@DasErste.de
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Datum: 24.11.2017 - 10:28 Uhr
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