Bayernpartei: Chemical-Chrissy - Insekten-Totengräber oder Bauernopfer?
ID: 1557403
Weiter-Zulassung von Glyphosat von CSU-Bundeslandwirtschaftsminister
Christian Schmidt, den böse Zungen neuerdings "Chemical-Chrissy"
nennen, sind viele Fragen offen. Denn so einsam, spontan und
unvorbereitet ist die Entscheidung ganz offensichtlich nicht gefallen
- obwohl gerade dieser Eindruck erweckt werden sollte.
Presseberichten zufolge war CSU-Parteichef Seehofer vorab informiert
und im Landwirtschaftsministerium wurde das Ganze wohl auch lange
vorbereitet. Nach Ansicht der Bayernpartei hat die Öffentlichkeit
hier ein Recht zu erfahren, wer in Regierung und in den Parteien
vorab informiert war. Auch um die aufkommenden Gerüchte der
Bestechlichkeit oder des Chemie-Lobby-Einflusses auszuräumen.
Und auch die Gründe für die Entscheidung sollten offen gelegt
werden: Denn nach wie vor ist etwa umstritten, ob Glyphosat
krebserregend ist - und in einem solchen Fall sollte nach Ansicht der
Bayernpartei dann ein solches Mittel gerade nicht zugelassen werden.
Die angeblich durchgesetzten Verbesserungen im Tier- und
Pflanzenschutz, die der Landwirtschaftsminister als Begründung
anführt, sind jedenfalls absolut nicht überzeugend. Es handelt sich
um wolkige, unverbindliche Absichtserklärungen.
Um zur Eingangsfrage zurück zu kehren: Nach Ansicht der
Bayernpartei ist Christian Schmidt wohl beides. Durch den
CSU-Machtkampf und die damit einhergehende Neuverteilung der Ämter
werden wohl die blass gebliebenen CSU-Minister Müller und Schmidt
ihre Posten verlieren. Da ist es durchaus wahrscheinlich, dass der
Minister noch eine in der Bevölkerung extrem unpopuläre Entscheidung
treffen musste - und ein neuer Landwirtschaftsminister quasi
"unbelastet" in sein Amt gehen kann. Dass Christian Schmidt aber als
Insekten-Totengräber in die Geschichtsbücher eingehen wird - daran
ist er zu eine gerüttelt Maß selbst schuld.
Pressekontakt:
Harold Amann, Landespressesprecher
Kontakt: Telefon (Voicebox) und Fax: +49 321 24694313,
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Datum: 30.11.2017 - 11:26 Uhr
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