neues deutschland: Kommentar: Europa unterentwickelt Afrika
ID: 1557661
nicht, Flüchtlinge nach Europa zu schicken.« Diese Aussage stammt von
Senegals Präsidenten Macky Sall und sie wird von der EU sogar
geteilt: »Wir wollen Gesellschaften in die Lage versetzen, ihre
eigenen Geschicke zu lenken«, sagte die EU-Außenbeauftragte Federica
Mogherini vor dem Gipfel in Abidjan. Fakt ist, dass alles, was in
Abidjan verabredet wurde, nicht im Entferntesten den anstehenden
Herausforderungen gerecht wird. Die geplanten »Notfall-Evakuierungen«
in den kommenden Tagen oder Wochen, um dem hinlänglich bekannten
Flüchtlings-Sklavenhandel in Libyen etwas entgegenzusetzen, sind
bestenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Und auch alle Maßnahmen
gegen Schlepper werden ihre Wirkung auf die Migrationsanreize
verfehlen: 35 Milliarden Euro überweisen die in der EU-Diaspora
lebenden Afrikaner pro Jahr in ihre Heimatländer, 21 Milliarden Euro
beträgt die Entwicklungshilfe. Mehr als 60 Prozent der über 1,2
Milliarden Einwohner Afrikas sind derzeit jünger als 25 Jahre. Die,
die in Afrika keine Perspektiven sehen und die Möglichkeit zur
Migration haben, werden ihre Chance zu nutzen suchen. Das ist mehr
als legitim. Und das wird sich erst ändern, wenn die EU Afrika
entwicklungsförderliche Handelsbeziehungen einräumt, die Perspektiven
schaffen. Das wurde in Abidjan erneut nicht einmal diskutiert.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.11.2017 - 17:59 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1557661
Anzahl Zeichen: 1722
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 192 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar: Europa unterentwickelt Afrika"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Berliner Zeitung: Kommentar zu EU-Afrika-Gipfel. Von Kordula Doerfler ...
Die Kanzlerin und andere europäische Regierungschefs zeigen sich nun erschüttert über die Zustände in Libyen. Warum erst jetzt? Welche Verbrechen müssen noch geschehen, damit die Europäer sich an ihre humanitären Werte erinnern, denen sie sich einst verpflichtet haben? Nach ihrer Verantwor
Straubinger Tagblatt: EU-Afrika-Gipfel - Viel zu viele Fragen bleiben offen ...
In weiten Teilen Libyens herrschen Kriegsfürsten, auch dort sitzen ungezählte Menschen in Lagern fest. Die Macht der Schlepper- und Schleuserbanden ist riesig und sie reicht weit. Selbst dort, wo die schwache Zentralregierung das Sagen hat, regiert vor allem das Chaos. Und alle Maßnahmen, die
NRZ: Afrika helfen? Nur mit fairem Handel - von MANFRED LACHNIET ...
Wer sich fragt, warum so viele Afrikaner den gefährlichen Weg nach Europa wagen, der muss sich nur umsehen: 1,3 Milliarden Menschen leben dort, überwiegend jung. Viele sind verzweifelt, leben ohne Perspektive unter teils furchtbaren Umständen. Dass es so ist, hat vor allem mit uns zu tun. Da
Kölnische Rundschau: zu Brexit-Verhandlungen (Korrektur) ...
Kleinbritannien - Raimund Neuß zu Brexit-Verhandlungen Eisen mag hart sein, aber es lässt sich einschmelzen. Das müssen die Briten am Beispiel der ehedem als neue Eiserne Lady gefeierten Theresa May lernen. Der Dame ist es offensichtlich zu heiß geworden. Sie macht Anstalten, die Vorbedingung




