Kein Müllberg zur Weihnachtszeit: Wiederverwenden statt wegwerfen

Kein Müllberg zur Weihnachtszeit: Wiederverwenden statt wegwerfen

ID: 1558410
(ots) - Bis zu 20 Prozent mehr Verpackungsmüll in der
Weihnachtszeit - Wiederverwendung, der Verzicht auf Kunststofffolien
und Recyclingverpackungen machen das Schenken umweltfreundlicher -
Deutsche Umwelthilfe kritisiert zunehmenden Einsatz von
Geschenkpapier mit Kunststoff- und Aluminiumbeschichtung, das nicht
recyclingtauglich ist

Weihnachten ist die Zeit des Schenkens. Zu keinem Zeitpunkt im
Jahr wird mehr verpackt, eingetütet und dekoriert. Nach Schätzung der
Deutschen Umwelthilfe (DUH) steigt das Abfallvolumen zum
Weihnachtsfest um bis zu 20 Prozent an, vor allem aufgrund von
Geschenkverpackungen. Schon kurz nach dem Auspacken landen Papiere,
Folien und Anhänger im Müll und sorgen so jedes Jahr für riesige
Abfallberge. Um Weihnachten umweltfreundlicher zu machen, empfiehlt
die DUH Verpackungen zu vermeiden, sie wiederzuverwenden, auf den
Einsatz von Recyclingmaterialien zu achten. Geschenkpapier sollte
unbeschichtet sein, damit es recycelt werden kann. Einen Ratgeber der
DUH für das umweltfreundliche Verpacken von Geschenken finden Sie
unter: http://l.duh.de/p171204.

"Abfallvermeidung sollte das ganze Jahr über oberste Priorität
haben, um Ressourcen zu schonen und Energie einzusparen. Deutschland
ist mit 218 Kilogramm pro Kopf und Jahr Europameister beim
Verpackungsabfall. Von diesem Titel müssen wir wegkommen. Dafür
brauchen wir einen Mentalitätswandel. Besonders zur Weihnachtszeit
kann jeder seinen Teil dazu beitragen, die Umwelt zu schonen. Eine
intakte Umwelt ist zudem das beste Geschenk, das wir zukünftigen
Generationen machen können", sagt die Stellvertretende
DUH-Geschäftsführerin Barbara Metz.

Häufig reicht eine Schleife aus, um ein Geschenk zu dekorieren.
Besonders bei sehr großen Paketen kann so meterweise auf Papier
verzichtet werden. Eine Alternative zu Plastikweihnachtsmännern an


Kordeln sind Tannenzapfen oder Zweige. Wenn Geschenkpapier zum
Einsatz kommt, bieten sich Mehrweglösungen an, etwa die
Wiederverwendung bereits genutzter Papiere. Geschenkverpackungen kann
man aber auch einfach selber machen. Beispielsweise sind alte
Kunstdruckkalender, Zeitschriften oder schöne Tücher eine wunderbare
Alternative zu neuem Papier.

"Wenn Verbraucher nicht auf neues Geschenkpapier verzichten
wollen, sollten sie unbedingt auf den Blauen Engel achten, denn das
Zeichen garantiert einen hohen Anteil an Recyclingmaterial. Weil
durch die Herstellung von Papierfasern besonders viel Energie, Wasser
und Holz verbraucht wird, verringert der Einsatz von
Recyclingmaterial die Umweltbelastungen", sagt Metz.

Als besonders kritisch sieht die DUH das immer größere Angebot an
Geschenkpapier mit einer Kunststoff- oder Aluminiumbeschichtung.
"Verbraucher sollten einen großen Bogen um Papier machen, das mit
Lack, Kunststoff oder Aluminium behandelt ist, denn dies behindert
das Recycling und trägt dazu bei, dass das Material in der
Verbrennung landet. Dadurch gehen wertvolle Ressourcen
unwiederbringlich verloren. Aluminiumbeschichtete Papiere sind
besonders unökologisch, weil deren Herstellung und Verarbeitung sehr
energieintensiv ist. Bei der Förderung von Bauxit zur
Aluminiumherstellung kommen giftige Chemikalien zum Einsatz und
Naturflächen in Teilen Asiens, Südamerikas und Australiens werden
zerstört", erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas
Fischer.

Link:

DUH-Ratgeber zum umweltfreundlichen Verpacken von Geschenken
http://l.duh.de/p171204



Pressekontakt:
Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin
0170 7686923, metz@duh.de

Thomas Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft
0151 18256692, 030 2400867-43, fischer@duh.de

DUH-Pressestelle:

Andrea Kuper, Ann-Kathrin Marggraf
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe

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Datum: 04.12.2017 - 10:02 Uhr
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