Künstliche Intelligenz ? Fluch und Segen-
ID: 1561450
Deutsche HR-Manager fürchten den Verlust von Arbeitsplätzen, sehen aber auch Chancen
Dies sind die zentralen Ergebnisse einer Befragung von 1.000 HR-Spezialisten in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien, welche iVOX im Auftrag des Personaldienstleisters SD Worx durchgeführt hat.
Unternehmen setzen sich massiv für die Digitalisierung ein und nutzen in ihren verschiedenen Abteilungen in zunehmendem Maße computergesteuerte Prozesse. Dabei wird wachsend künstliche Intelligenz eingesetzt. Mit der KI trifft die Technologie (teilweise) autonome Entscheidungen, das Eingreifen von Menschen ist nicht mehr erforderlich. So kann KI beispielsweise Lebensläufe ohne menschliches Zutun prüfen, automatisch Nachrichten über soziale Medien an bestimmte Zielgruppen senden sowie Mitarbeiter schulen und ausbilden.
Deutsche ?Personaler? befürchten den Wegfall von Arbeitsplätzen durch KI
Beinahe sechs von zehn (59,7 %) deutschen Personalfachleuten befürchten ebenso wie ihre europäischen Kollegen (59,5 %) den Wegfall von Arbeitsplätzen in ihrer Branche durch das Aufkommen von KI. Demgegenüber glauben immerhin 48,1 % der deutschen HR-Manager, dass KI auch neue Arbeitsplätze schafft ? die Kollegen in den anderen Ländern sind in im Bezug darauf mit 50,4 % etwas optimistischer.
Gemischtes Gefühl auch innerhalb der eigenen Personalabteilung
Die deutschen Personalfachkräfte haben ebenso wie ihre europäischen Kollegen ein gemischtes Gefühl mit Blick auf den Einfluss von KI auf die Arbeitsplätze in ihrer Personalabteilung. 40,2 % glauben an die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch KI. Dieser Prozentsatz entspricht in etwa jenem der anderen europäischen Kollegen, von denen ebenfalls 40,5 % dieser Meinung sind. Etwas mehr als die Hälfte (53,7 %) der deutschen Personaler ist dagegen davon überzeugt, dass Arbeitsplätze in ihrer Abteilung wegfallen werden, etwas mehr als der europäische Durchschnittswert (56,6 % ).
HR kann durch KI an Bedeutung gewinnen
Etwa die Hälfte (49,7 %) der deutschen Personaler sieht im Aufkommen von KI eine Gelegenheit, den Einfluss der Personalabteilung auf die Geschäftstätigkeit ihres Unternehmens zu vergrößern. Uneinheitlich wird die Frage bewertet, ob KI die Rolle der Personalabteilung in ihrem Unternehmen vergrößern oder verkleinern wird: 32,1 % sind überzeugt, dass die Personalverwaltung eine zunehmende Rolle spielen wird, 14,8 % schätzen die Rolle geringer ein und 53,1 % glauben an keinen Einfluss von KI auf die künftige HR-Rolle im Unternehmen.
KI hat nicht nur Einfluss auf die Arbeitsplätze
Die deutschen HR-Manager sind davon überzeugt, dass KI alle Personalabläufe beeinflussen wird. Insbesondere ?Zeit und Anwesenheit?, ?Lernen und Entwicklung? sowie ?Leistungsmanagement? werden sich den deutschen Befragten zufolge unter dem Einfluss der KI weiterentwickeln.
Schließlich geben die deutschen Personalfachleute an, infolge der Entwicklung von KI andere Kompetenzen rekrutieren zu wollen. Ganz vorne auf der Wunschliste steht hier die Fähigkeit, komplexe Probleme zu lösen, doch auch das Thema Serviceorientierung wird an Bedeutung gewinnen, ebenso wie kognitive Flexibilität und Personalführung.
?Es überrascht nicht, dass die Personaler noch kein gänzlich klares Bild davon haben, welchen Einfluss künstliche Intelligenz auf den Verlust und die Schaffung von Arbeitsplätzen haben wird bzw. wie sich unsere Arbeit verändern wird. Dies steht vielmehr im Einklang mit früheren Studien zum Thema Digitalisierung. Computer werden nicht so schnell alle Mitarbeiter ersetzen und der menschliche Aspekt bleibt gerade in der Personalverwaltung besonders wichtig. Klar ist allerdings, dass KI den HR-Managern große Möglichkeiten bietet, strategischer zu arbeiten als je zuvor. Diese Entwicklung sehen wir bereits heute bei unseren Kunden, die ihre Personalpolitik auf der Grundlage von Vorhersageanalysen festlegen oder anpassen?, sagt Jan Laurijssen, Managing Consultant bei SD Worx.
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Datum: 12.12.2017 - 10:30 Uhr
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