Frankfurter Rundschau:Überflüssige Revolte
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CSU-Politiker Alexander Dobrindt da anstößt, wenn er eine
"konservative Revolution" ausruft, um die 68er-Zeit endlich zu
überwinden. Er beklagt die Übermacht der Linken in einem Land, das -
auch seit 1968 - jahrzehntelang durch die Union regiert wurde. Und
was eigentlich ist sein Problem, was die Entwicklung, die er
rückabwickeln will? 1968 steht für einen Umbruch in der Gesellschaft,
für den Weg zu mehr Gleichberechtigung von Mann und Frau, für weniger
Autoritätshörigkeit und damit für Demokratisierung. Statt der AfD,
die die CSU von rechts bedrängt, etwas entgegenzusetzen, flüchtet sie
sich in Aggression in die andere Richtung. Das zeugt von
Ratlosigkeit. Den ideologischen Feldzug, den Dobrindt anderen
vorwirft, führt er selber. In der CSU-Landesgruppe ist eine
Rückabwicklung von 1968 nicht nötig: Die Zahl der Frauen hält sich in
Grenzen - ein sicheres Refugium für Revolutionsführer Dobrindt.
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Datum: 04.01.2018 - 16:51 Uhr
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