NOZ: NOZ: Peter Heppner sieht wenig Chancen für Reunion seiner Erfolgsband Wolfsheim
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Chancen für Reunion seiner Erfolgsband Wolfsheim
Hamburger Sänger verweist auf fehlendes Vertrauen - "Kann mir
nicht vorstellen, unter welchen Umständen das funktionieren sollte"
Osnabrück. Der Hamburger Sänger und Musiker Peter Heppner sieht
kaum Chancen für eine Neuauflage seiner Erfolgsband Wolfsheim. Im
Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag) verwies
Heppner auf den ungelösten Streit mit seinem ehemaligen Bandkollegen
Markus Reinhardt. Heppner sagte: "Es braucht ja eine gewisse
Vertrauensbasis, man kann ja nicht über alles Verträge abschließen,
nur um sich sicher zu sein. Nein, eigentlich kann ich mir nicht
vorstellen, unter welchen Umständen das funktionieren sollte." Das
Hamburger Duo Wolfsheim hatte in den Jahren 1987 bis 2005 mehrere
Hits gelandet, darunter "The Sparrows and the Nightingales", "Once in
a Lifetime" oder "Kein zurück". Seit einem internen Streit liegt das
Projekt auf Eis.
Heppner indes ist längst als Solo-Künstler etabliert, allein sein
Duett "Die Flut" mit Joachim Witt verkaufte sich bisher rund 750
000-mal, außerdem arbeitete er mit Musikgrößen wie Nena, Paul van
Dyk, Schiller oder Marianne Rosenberg zusammen. Zurzeit sorgt der
Sänger mit seiner "30 Jahre Heppner"-Jubiläumstour für volle
Konzerthallen. Sein künstlerisches Ziel habe sich über die Jahre nie
verändert: "Ich will gute Popmusik machen", sagte der Sänger mit der
markanten Stimme. "Das wollte ich schon immer." Vermissen würde er
dagegen die Engagiertheit der Achtzigerjahre, damals sei man
beispielsweise für Frieden "auf die Straße gegangen, ganz naiv",
sagte Heppner. "Das ist uns irgendwie verloren gegangen. Die Leute
tun immer so abgeklärt, so wissend, als würden sie heute alles wissen
und begreifen. Aber es geht niemand mehr auf die Straße." Dies würde
er sich angesichts von Wahlerfolgen von AfD und Co. aber wünschen:
"Auf jeden Fall, das wäre gut."
Im Interview verriet der 50-jährige auch, dass er sich noch nicht
zu alt dafür fühle, als Rockstar auf der Bühne zu stehen. Seine
Tochter im Teenie-Alter allerdings fände das "manchmal eher
peinlich", sagte Heppner. Doch dies liege weniger an seinem Alter,
sondern "vielleicht daran, dass 14- oder 15-Jährige alles peinlich
finden, was die Eltern machen. Und wenn der Vater dann noch ein
Popstar ist... Andererseits ist das für sie natürlich auch cool: Sie
ist auf Konzerten, fährt mal mit nach Dresden oder wie heute nach
Potsdam, dann ist sie in schönen Hotels, manchmal habe ich auch eine
Suite. Das findet sie schon chic. Und das macht dann auch Spaß",
erzählte der Sänger, der mit seiner Familie in seiner Geburtsstadt
Hamburg wohnt.
Aktuell arbeitet der Musiker an einem neuen Heppner-Album. Es soll
2018 herauskommen, "wahrscheinlich im Herbst", sagte der Sänger.
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Datum: 13.01.2018 - 07:00 Uhr
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