OpenHPI-Online-Workshop soll bei Umstieg auf Betriebssystem Linux helfen
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Betriebssystem unzufrieden sind oder ein neues ausprobieren wollen,
stellt das Hasso-Plattner-Institut (HPI) vom 12. Februar an in einem
zweiwöchigen kostenlosen Online-Workshop die Alternative "Linux" vor.
Die potenziellen Umsteiger können sich auf der
Internet-Bildungsplattform openHPI für den Kurs "Linux für alle"
anmelden unter https://open.hpi.de/courses/linux2018.
"Das von einer Community programmierte Linux-Betriebssystem,
dessen Software frei zugänglich ist, bringt nicht nur viele PCs,
Notebooks und Web-Server zum Laufen, sondern unterstützt auch
Android-Handys, einige Spielekonsolen oder Internet-Router wie die
Fritz Box", erläutert HPI-Wissenschaftler Christian Willems. Er
leitet den Gratis-Onlineworkshop zusammen mit seinem Kollegen Tom
Staubitz und mit HPI-Studenten. Auch für die Bildungsplattform
openHPI selbst ist Linux, als dessen Markenzeichen ein Pinguin
fungiert, gewissermaßen der "Motor".
Neben der kostenlosen Bereitstellung nennt Willems den
Sicherheitsaspekt als weiteren Vorteil von Linux-Systemen. Sie seien
kaum anfällig für Schadsoftware, denn Viren und Trojaner würden
meistens für die am stärksten verbreiteten Windows-Betriebssysteme
und -Anwendungen programmiert. "Durch die quelloffene Struktur und
die Entwicklung unter den Augen eines sicherheitsbewussten Publikums
werden Linux-Sicherheitslücken meist schnell entdeckt und behoben",
so der Kursleiter. Zudem würden Sicherheits-Updates einfach und
schnell an die Nutzer verteilt.
Im Online-Workshop steht die Linux-Variante Ubuntu im Mittelpunkt.
Die Teilnehmer lernen das Betriebssystem Schritt für Schritt kennen
und erfahren, wie sie es auf ihrem Rechner installieren und
konfigurieren können sowie welche Programme anwendbar sind. "Wir
demonstrieren auch, dass es problemlos möglich ist, Linux neben einem
vorhandenen Betriebssystem wie Windows zu installieren", betont
Willems.
Der Online-Workshop richtet sich insbesondere an Linux-Neulinge,
die in das freie Betriebssystem reinschnuppern möchten um zu sehen,
ob ein Wechsel für sie in Frage kommt. Auch Windows-Nutzern, die
bereits geplant haben, auf ein Linux-Betriebssystem umzusteigen,
bietet der Workshop einen Einstieg. Vorwissen ist für den Kurs nicht
nötig.
Hintergrund zur interaktiven Bildungsplattform openHPI
Seine interaktiven Internetangebote hat das
Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den deutschen
Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet - auf der
Plattform https://open.hpi.de. Sie vermittelt seitdem Gratis-Zugang
zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden
Gebieten Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht
bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst
2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und
Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten.
Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als 438.000
Kurseinschreibungen registriert. Gut 158.000 Personen aus 180 Ländern
gehören auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich.
Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen "Massive Open Online
Courses", kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher mehr als
46.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm für 2018 umfasst
neun Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der
Vergangenheit angebotenen Kurse können im Selbststudium nach wie vor
genutzt werden - ebenfalls kostenfrei.
Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen
jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer
sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen
will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im
Flugzeug), kann neuerdings dafür die openHPI-App für iPhones oder
iPads nutzen.
Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut
Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands
universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering
(https://hpi.de). Mit dem Bachelor- und Master-Studiengang
"IT-Systems Engineering" bietet die gemeinsame
Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein
deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes
ingenieurwissenschaftliches Informatik-Studium an, das von derzeit
rund 500 Studierenden genutzt wird. Bei den CHE-Hochschulrankings
belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design
Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem
Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein
Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI dreizehn Professoren und über
50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es
betreibt exzellente universitäre Forschung - in seinen
IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden
mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Haifa und Nanjing.
Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und
Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu
kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen
für alle Lebensbereiche.
Pressekontakt:
presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Felicia Flemming, Tel. 0331 5509-274, felicia.flemming@hpi.de
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Datum: 16.01.2018 - 14:34 Uhr
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