neues deutschland: Kommentar zum Human Rights Watch-Bericht: Nährboden für Populisten
ID: 1571511
irgendwo ein Lichtlein her. Die Menschenrechtler von Human Rights
Watch (HRW) haben wohl gedacht, sie könnten all die Tristesse, die
ihr Jahresbericht 2017 liefert, nicht ohne Hoffnungsschimmer
übermitteln. Den fanden sie im Widerstand gegen den Populismus und
machten ihn am Sieg Macrons gegen Le Pen in Frankreich fest:
angeblich ein Wendepunkt.
Ausgerechnet Frankreich, ausgerechnet Macron. Dass die Front
National nicht gewonnen hat, liegt auch daran, dass sie schon längst
gewonnen hatte. Seit Jahren bestimmt die Partei den Diskurs, ist so
erfolgreich in ihrer Islamfeindlichkeit, dass die zur Gretchenfrage
des gesamten französischen Parteienspektrums geworden ist: »Wie
haltet ihr es mit dem Islam?« entscheidet Wahlen.
Und der »Anti-Rassist« Macron? Der geht in seiner
Flüchtlingspolitik weiter als Orbán, Kaczyski und Kurz zusammen.
Während die Grenzen dichtgemacht werden, lässt Macron, seiner
neoliberalen Weltsicht folgend, die Arbeit outsourcen und die
Menschenabwehr von den Staaten in Afrika und Asien erledigen.
Nein, sich »entschieden gegen die Populisten zu stellen«, wie HRW
fordert, wird sie nicht aufhalten. Was fehlt, ist eine eigene Vision
davon, wohin es gehen soll. Denn im Trübsal des weltweit wütenden
Neoliberalismus reicht die Schadensverwaltung nicht aus. Wer
Gerechtigkeit anbietet, bietet eine echte Alternative. Wer nur
verwaltet, düngt den Boden rechter Populisten.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Original-Content von: neues deutschland, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.01.2018 - 18:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1571511
Anzahl Zeichen: 1851
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 373 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Kommentar zum Human Rights Watch-Bericht: Nährboden für Populisten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Zuckerwirtschaft: Auch nach dem Quotenende ist die Politik gefordert / WVZ fordert faire Wettbewerbsbedingungen für Rübenanbauer und Zuckerindustrie ...
"Die zurückliegenden Monate seit dem Wegfall der Quotenregelung haben deutlich gemacht, dass die europäische Zuckerwirtschaft in unruhigeres Fahrwasser geraten ist. Rübenanbauer und Zuckerindustrie werden ihre zukünftigen Entscheidungen aufgrund der neuen Rahmenbedingungen unter größe
BDI-Präsident Kempf zu neuer Klimastudie der Industrie: "Klimaschutz braucht Investitionsturbo" ...
- 80 Prozent weniger Treibhausgase bis 2050 verlangen 1,5 Billionen Euro Mehrinvestitionen - Ohne mehr politische Unterstützung klafft eine erhebliche Erfüllungslücke - Energie- und klimapolitischen Schlingerkurs korrigieren - 95-Prozent-Ziel nicht erreichbar ohne interna
Rheinische Post: Außenpolitiker sehen deutsch-iranische Beziehungen beschädigt ...
Außenexperten der deutschen Parteien sehen in den iranischen Spionageaktivitäten einen Schaden für die deutsch-iranischen Beziehungen. "Um Israel und seine Feinde zu bekämpfen, schreckt das iranische Mullah-Regime offensichtlich nicht einmal davor zurück, durch kriminelle Handlungen di
Rheinische Post: Kommentar / Terror-Macht Iran = Von Martin Kessler ...
Über den Iran machen sich manche Politiker Illusionen. Weil die staatliche Struktur dort noch einigermaßen intakt ist und die Mullahs trotz aller Menschenrechtsverletzungen einer rationalen Machtstrategie folgen, sind viele im Westen versucht, den Iran für einen zwar schwierigen, aber verläs




