Schutz vor Kälte und rutschigen Böden (FOTO)
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"Um die Gesundheit zu schützen, sollten Unternehmen und
Beschäftigte für ein sicheres Arbeitsumfeld und auch für persönlichen
Kälteschutz sorgen." Das erklärte Bernhard Arenz, Leiter der
Hauptabteilung Prävention der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft
(BG BAU) am 22. Januar 2018 in Berlin. Die Zahl der Unfälle auf
deutschen Baustellen ist seit Jahren auf nahezu gleich hohem Niveau.
In den letzten drei Wintern haben dabei die Stolper-, Rutsch- und
Sturzunfälle stark zugenommen. Für die Unfälle in der kalten
Jahreszeit gibt es mehrere Gründe, einer davon sei die vermehrte
Bautätigkeit im Winter und die Verwendung moderner Baustoffe sowie
neuer technischer Verfahren. Das ermögliche zunehmend, von der
Witterung unabhängig zu bauen, so Arenz.
In den Wintermonaten ereignen sich zahlreiche Arbeitsunfälle wegen
rutschiger Böden, etwa auf den Verkehrswegen der Baustellen, Treppen,
Laufstegen und Gerüsten oder beim Warten vereister Maschinen. In den
Wintermonaten Dezember 2016 bis Februar 2017 geschahen allein 4.618
Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Das waren 563 mehr als im Winter
vorher und 1.020 mehr als im Winter 2014/2015. Insgesamt ereigneten
sich im letzten Winter knapp 20.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle,
über 23 Prozent davon waren Stolper-, Rutsch- und Sturzunfälle. Die
Folge sind oft schwere Verletzungen und lange Ausfallzeiten aufgrund
krankheitsbedingter Fehlzeiten.
Eine weitere Gefahrenquelle für die Gesundheit der Beschäftigten
ist zu leichte oder falsche Bekleidung. Gerade im Winter können
hartnäckige Erkältungen, chronische Krankheiten der Atemwege und
Gelenke die Folge sein. Wie der Fehlzeitenreport 2017 der AOK
aufzeigt, lag die jährliche Arbeitsunfähigkeit im Hoch- und Tiefbau
bei 14,9 Tagen. Das sind 3,2 Tage mehr als im Schnitt aller Branchen.
Hier müsse vor allem verhindert werden, dass die Beschäftigten
auskühlen. "Darauf haben nicht allein die Arbeitgeber zu achten,
sondern auch die Arbeitnehmer", sagte Arenz. Diese sollten an kalten
Tagen mehrere Lagen Kleidung übereinander tragen. Jacke und Hose aus
Mikrofasern sowie darunter Wäsche aus Fleece-Material nehmen
Feuchtigkeit auf und sorgen für Wärme. Geeignete Schutzkleidung
sollte auftretende Feuchtigkeit durch Schwitzen nach außen leiten und
einen wirksamen Luft- und Wärmeaustausch zwischen Körper und Umgebung
ermöglichen. Auch sind bei kalter Witterung Wintermützen als
passendes Zubehör zu den Schutzhelmen angebracht, denn über den Kopf
wird die meiste Wärme abgegeben.
Gefahren drohen außerdem bei Schneefall, weil Lichtbänder auf
Dächern oft nicht durchsturzsicher und durch den Schnee nicht mehr
sichtbar sind. Ähnliches gilt für verschiedene nicht
Durchbruchsichere Dächer, etwa Tennis- und Reithallen und deren
Zugänge. Auch sind Anschlagpunkte für die Absturzsicherung unter dem
Schnee oft nicht mehr erkennbar. Wie die BG BAU betont, müssen
Verkehrswege, Laufstege, Treppen und Gerüste geräumt und mit
auftauenden Mitteln gestreut sein. Zudem sind Baustellen in der
dunklen Jahreszeit gut zu beleuchten. Für Arbeitsplätze sind je nach
Tätigkeit bis zu 500 Lux notwendig und auf Verkehrswegen ist
blendfreies Licht mit mindestens 20 Lux erforderlich.
Weiterführende Informationen www.bgbau.de/winter
Pressekontakt:
Thomas Lucks
Telefon: 069/4705-824
E-Mail: thomas.lucks@bgbau.de
Joachim Förster,
Telefon: 030/85781-518
E-Mail: Joachim.foerster@bgbau.de
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Datum: 22.01.2018 - 10:30 Uhr
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