BERLINER MORGENPOST: Wohnungen im Sortiment / Kommentar von Isabell Jürgens zu Wohnungsbau durch Aldi
ID: 1575905
Wohnungsunternehmen sollten genau hinschauen, wie Aldi das
hinbekommt. Dem Beispiel folgen aber hoffentlich bald auch Lidl,
Rewe, Kaufland und Co., denen die Bausenatorin ja zusammengenommen
ein Potenzial für den Bau von 14.000 bis 36.000 Wohnungen
bescheinigt. Wenn Senat und Bezirke auch selbst noch einmal genau
nachschauen, wo überall Verwaltungsparkplätze sowie eingeschossige
kommunale Einrichtungen unnötig Platz verschwenden, lässt sich diese
Zahl sicher noch verdoppeln.
Der komplette Kommentar: Der Discounter-Riese Aldi hat längst
nicht mehr nur preiswerte Lebensmittel im Sortiment. In den
vergangenen Jahren kamen Unterhaltungselektronik und
Mobilfunkverträge dazu, auch in den Urlaub kann man mit Aldi fahren.
Jetzt hat der Branchengigant ein neues Betätigungsfeld entdeckt: den
Bau und die Vermietung von preisgünstigen Wohnungen in der
Hauptstadt. Entstehen sollen diese Wohnungen dort, wo Aldi-Märkte in
die Jahre gekommen, durch modernere und vor allem größere Filialen
ersetzt werden sollen. Zugegeben: Ganz freiwillig ist dieses
Engagement nicht. Denn ohne die Zusage, dringend benötigte Wohnungen
auf ihre neuen Märkte zu setzen, erteilen die Bezirke schwerlich die
Genehmigung für eine Vergrößerung der Verkaufsfläche. Und ganz neu
ist die Idee, flächenfressende Supermarktkästen und ihre ausufernden
Parkplätze mit Wohnungen zu überbauen, auch nicht. Allerdings ist
Aldi Nord das erste Unternehmen, das in dieser Hinsicht nicht nur
kleckert, sondern klotzt. Rund 2000 Wohnungen an 30 Standorten in nur
fünf Jahren zu errichten, ist eine ehrgeizige Zielvorgabe, die
aufhorchen lässt. Die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften
benötigten dagegen einen jahrelangen Vorlauf, um 2016 immerhin 1300
kommunale Wohnungen zu errichten. 2017 waren es mit rund 3000 auch
erst halb so viel wie eigentlich vorgesehen. Die Bausenatorin und
ihre sechs Wohnungsunternehmen sollten deshalb genau hinschauen, wie
Aldi das hinbekommt. Dem Beispiel folgen aber hoffentlich bald auch
Lidl, Rewe, Kaufland und Co., denen die Bausenatorin ja
zusammengenommen ein Potenzial für den Bau von 14.000 bis 36.000
Wohnungen bescheinigt. Wenn Senat und Bezirke auch selbst noch einmal
genau nachschauen, wo überall Verwaltungsparkplätze sowie
eingeschossige kommunale Einrichtungen unnötig Platz verschwenden,
lässt sich diese Zahl sicher noch verdoppeln.
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Datum: 31.01.2018 - 19:07 Uhr
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Die "Berliner Morgenpost" veröffentlicht folgende Information: +++ sofort frei zur Veröffentlichung bei Quellenangabe +++ Mehrheit der Berliner will nicht mehr Geld für Weihnachtsgeschenke ausgeben Berlin - Die meisten Berlinerinnen und Berliner wollen dieses Jahr Geschenke unter den
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