Geschäftsklima im deutschen Beteiligungsmarkt bleibt zum Jahresausklang sehr gut
ID: 1576156
- German Private Equity Barometer im 4. Quartal 2017 weiter auf
hohem Niveau
- Frühphase: Fundraisingklima überspringt Rekordmarke noch einmal
deutlich
- Spätphase: Unzufriedenheit anlässlich der Einstiegspreise bleibt
bestehen
Das Geschäftsklima auf dem deutschen Beteiligungskapitalmarkt
bleibt im Schlussquartal auf einem hohen Niveau. Der
Geschäftsklimaindex des German Private Equity Barometers beendet das
Jahr nur 4,0 Zähler unter dem Rekordwert des Vorquartals mit 66,1
Saldenpunkten. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage klettert
leicht um 1,1 Zähler auf 71,6 Saldenpunkte. Der Wert für die
Geschäftserwartung geht um 9,1 Zähler auf 60,7 Saldenpunkte zurück.
Mit Bestwerten sowohl beim Fundraising-, Abschreibungs- und
Innovationsklima sowie beim Exit- und Förderumfeld steht das 4.
Quartal exemplarisch für die Rekordstimmung im Jahr 2017. Allein das
anhaltende Stimmungstief bei den Einstiegspreisen belastet das Klima.
Das Geschäftsklima im Frühphasensegment bleibt aufgrund von
Rekordwerten beim Fundraisingklima und beim Förderumfeld zum
Jahresende sehr gut; der entsprechende Indikator sinkt im 4. Quartal
leicht um 3,4 Zähler auf 65,6 Saldenpunkte. Der Indikator für die
aktuelle Geschäftslage zeigt sich durch eine Erhöhung um 0,2 Zähler
kaum verändert bei 66,9 Saldenpunkten. Der Indikator für die
Geschäftserwartung gibt um 7,1 Zähler auf 64,4 Saldenpunkte nach.
Das Spätphasensegment beendet das Jahr mit einem moderaten
Rückgang auf einem hohen Niveau. Trotz einer besseren Bewertung der
Quantität und Qualität des Dealflows belastet die fortwährende
Unzufriedenheit mit den Einstiegspreisen die Stimmung. Der
Geschäftsklimaindikator sinkt im 4. Quartal leicht um 4,5 Zähler auf
66,6 Saldenpunkte. Der Indikator für die aktuelle Geschäftslage
steigt um 1,6 Zähler auf 75,3 Saldenpunkte. Der Indikator für die
Geschäftserwartung fällt um 10,7 Zähler auf 57,8 Saldenpunkte.
"Die Beurteilung der Innovationskraft von Start-ups durch die
Investoren hält derzeit mit der Entwicklung der VC-Einstiegspreise
Schritt", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW. "Die höheren
Bewertungen sind im Mittel somit auch Ausdruck größerer
Wachstumschancen im Erfolgsfall. Es ist normal, dass
Erfolgspotenziale innovativer Technologien und Geschäftsmodelle von
verschiedenen Investoren unterschiedlich bewertet werden.
Entsprechend gehen auch die Meinungen darüber auseinander, welcher
Preis angemessen ist. Dennoch ist die Entwicklung der Einstiegspreise
natürlich im Blick zu behalten."
Ulrike Hinrichs, geschäftsführendes BVK-Vorstandsmitglied, zieht
eine positive Jahresbilanz: "Für den deutschen Beteiligungsmarkt ist
ein herausragendes Jahr zu Ende gegangen. Die Stimmung ist über die
Segmente hinweg ausgesprochen gut. Dies dürfte sich im Hinblick auf
die Investitionen und das Fundraising in Rekordzahlen niederschlagen.
Gerade die gute Bewertung des Fundraising- und Exit-Umfelds ist
erfreulich und lässt uns optimistisch ins Jahr 2018 blicken. Die
ambitionierten Bewertungen dürften zwar bis auf weiteres anhalten,
sie eröffnen aber gleichzeitig auch Chancen auf der Exit-Seite."
Die KfW berechnet das German Private Equity Barometer zusammen mit
dem Bundesverband deutscher Kapitalgesellschaften e. V. (BVK)
exklusiv für das Handelsblatt. Eine ausführliche Analyse mit
Datentabelle und Grafik zum aktuellen German Private Equity Barometer
ist unter www.kfw.de/gpeb abrufbar.
Pressekontakt:
KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Wolfram Schweickhardt,
Tel. +49 (0)69 7431 1778, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: Wolfram.Schweickhardt@kfw.de, Internet: www.kfw.de
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Datum: 01.02.2018 - 11:00 Uhr
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