IfKom: Industrie 4.0 braucht Glasfaserausbau
Die Vernetzung der Welt im Gigabitbereich ist nur mit der Glasfasertechnik zu realisieren. Die IfKom fordern, die Glasfaser muss in jedes Haus und zu jedem Mobilfunkmast.
Anschließend wies in seiner Rede der Bundesvorsitzende der IfKom, Dipl.-Ing. Heinz Leymann, darauf hin, unsere Welt wird immer digitaler. Die Dampfmaschine von einst heißt heute Internet. Im Rahmen der 4. Industriellen Revolution wächst die Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik zusammen, wobei künftig ganze Fabriken über die Internetplattform vernetzt sein werden, so dass intelligente Maschinen selbstständig Fertigungsprozesse koordinieren. Für eine solche Industrievernetzung brauchen wir eine flächendeckende Breitbandversorgung mit hoher Bitrate im Gigabereich.
Dipl.-Ing. Reinhard Genderka, Mitglied des Bundesvorstandes, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Vernetzung der Welt im Gigabitbereich nur mit der Glasfasertechnik zu realisieren ist. Daher fordern die IfKom, die Glasfaser muss in jedes Haus und zu jedem Mobilfunkmast. Der Glasfaser- und 4G/5G Mobilfunkausbau muss quasi Hand in Hand erfolgen. Es bedarf außerdem einer Lockerung des Regulierungsregimes, um Investitionen zu stimulieren. Eine komplette Ersetzung des Kupfernetzes in ein Glasfasernetz würde für Deutschland ca. 100 Mrd. ? kosten. Dabei stellt die Verlegung der Glasfaserkabel in das Erdreich den größten Kostenanteil dar. Der Netzausbau ist daher vom Aufwand zu reduzieren (Verlegetiefen der Glasfaserkabel sind zu verringern, Bau von oberirdischen Glasfaserlinien). Zugleich sind beim Glasfaserausbau Kooperationen zu fördern und Deckungslücken im ländlichen Raum durch staatliche Zuschüsse zu schließen.
Bei der Netzneutralität fordern die IfKom einen diskriminierungsfreien Zugang zu Inhalten, Diensten und Anwendungen für den Endnutzer des Internets. Die Teilhabe muss für jedermann gewährleistet sein. Das "best effort"-Prinzip soll als Grundlage für ein freies Internet gelten. Es darf keine Diskriminierung (Verlangsamung oder gar Blockade) im Netz aufgrund von Inhalten, Qualität, Herkunft und Zweck einer Nachricht geben. Das Ziel der IfKom ist die Beibehaltung eines "demokratischen Internets".
Die immer weiter fortschreitende digitale Vernetzung zwischen Mensch und Maschinen erfordert ein besonderes Augenmerk auf den Datenschutz und der Datensicherheit. Aus der Sicht der IfKom muss das Ziel dabei sein, den Schutz der individuellen Selbstbestimmung des Einzelnen zu gewährleisten. Wir brauchen eine starke Aufmerksamkeit für den Datenschutz in Unternehmen, Verwaltungen, aber auch im privaten Bereich. Folglich ist nach Auffassung der IfKom eine Sensibilisierung der Bevölkerung unabdingbar. Diese muss bereits im Kindergarten erfolgen. Unternehmen - besonders mittelständische Unternehmen - sollten beim Datenschutz externe Unterstützung von Profis erhalten, beispielsweise durch das Bundesamt für Datenschutz. Zudem sind Mitarbeiter in Unternehmen, Verwaltungen regelmäßig systematisch zu schulen und zu sensibilisieren.
Vom 25. Mai 2018 an gilt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union. Mit Art. 17 der DSGVO "Recht auf Löschung (Recht auf Vergessenwerden)" erhält beispielsweise eine Privatperson das Recht, bei den verantwortlichen Social Media-Anbietern seine persönlichen Daten und Fotos unverzüglich löschen zu lassen.
Der Neujahrsempfang war zudem ein wichtiger Anlass, um seine Mitglieder zu ehren.
Für 50 Jahre Verbandszugehörigkeit wurde Dipl.-Ing. Heinz Theodor Becker aus Brilon und für 40 Jahre Verbandszugehörigkeit Dipl.-Ing. Horst Bohlmann aus Hüllhorst, der zudem Träger des Bundesverdienstkreuzes sowie des Landesverdienstorden des Landes NRW ist, geehrt. Die Ehrenurkunden überreichte der Vorsitzende der IfKom Region NordWest, Dipl.-Ing. Manfred Wöllke.
Zu den Gratulanten gehörten u.a. Horst Wisotzki, Bürgermeister der Stadt Hagen und Prof. Dr. Ada Pellert, Rektorin der Fernuniversität Hagen.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
ifkom
ingenieure
arcadeon-hagen
industrie-4-0
glasfaserausbau
breitbandversorgung
best-effort
demokratie
netzneutralitaet
bundesamt-fuer-datenschutz
europaeische-datenschutz
grundverordnung
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom) sind der Berufsverband von technischen Fach- und Führungskräften in der Kommunikationswirtschaft. Der Verband vertritt die Interessen seiner Mitglieder - Ingenieure und Ingenieurstudenten sowie fördernde Mitglieder - gegenüber Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit. Der Verband ist offen für Studenten und Absolventen von Studiengängen an Universitäten und Hochschulen aus den Bereichen Telekommunikation und Informationstechnik sowie für fördernde Mitglieder. Der Netzwerkgedanke ist ein tragendes Element der Verbandsarbeit. Gerade ITK-Ingenieure tragen eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft, denn sie bestimmen die Branche, die die größten Veränderungsprozesse nach sich zieht. Die IfKom sind Mitglied im Dachverband ZBI - Zentralverband der Ingenieurvereine e. V. Mit über 50.000 Mitgliedern zählt der ZBI zu den größten Ingenieurverbänden in Deutschland.
Castroper Str. 157, 44357 Dortmund
" alt="Global Cannabis beauftragt führenden Kryptowährungs- und ICO-Vertreter aus der EU für ICO von GCAC Citizen Green">
Datum: 05.02.2018 - 16:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1577382
Anzahl Zeichen: 4530
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Heinz Leymann
Stadt:
Dortmund
Telefon: 0231 93699329
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 619 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IfKom: Industrie 4.0 braucht Glasfaserausbau"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Trotz künstlicher Intelligenz und Wandel von Ingenieurarbeitsplätzen: Die demographische Entwicklung verlangt wirksame Maßnahmen, um mehr junge Menschen für Technik zu interessieren. Denn allein im Bereich der Elektrotechnik gehen bis zum Ende des Jahrzehnts rund 30.000 Ingenieurinnen und Ingeni
IfKom: Kupfer-Glas-Migration beschleunigen! ...
Eine möglichst flächendeckende Glasfaser-Infrastruktur stärkt den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland, fördert die digitale Transformation und ermöglicht neue innovative Anwendungen dank hoher Bandbreiten. Der Verband der Ingenieure für Kommunikation (IfKom e. V.) begrüßt daher d
IfKom: Nachhaltige Technikentwicklung auch für ältere und beeinträchtigte Menschen ...
IfKom e. V. im Gespräch mit Hubert Hüppe, Bundesvorsitzender der Senioren-Union der CDU Deutschlands Der Bundesvorsitzende der IfKom, Dr. Heinz Leymann, war kürzlich Gast auf dem Neujahrsempfang der CDU in Castrop-Rauxel, bei dem er die Gelegenheit hatte, persönlich mit Hubert Hüppe, Bundesv
Weitere Mitteilungen von IfKom - Ingenieure für Kommunikation e.V.
Global Cannabis beauftragt führenden Kryptowährungs- und ICO-Vertreter aus der EU für ICO von GCAC Citizen Green ...
Global Cannabis beauftragt führenden Kryptowährungs- und ICO-Vertreter aus der EU für ICO von GCAC Citizen Green Vancouver (British Columbia, Kanada), 5. Februar 2018. Global Cannabis Applications Corp. (CSE: APP, FSE: 2FA, OTCQB: FUAPF) (GCAC oder das Unternehmen), ein
Petroteq Energy Inc. erhält $ 2,5 Millionen von Deloro ...
Petroteq Energy Inc. erhält $ 2,5 Millionen von Deloro Studio City, Kalifornien - 5. Februar 2018 - Petroteq Energy Inc. (das Unternehmen) (TSXV: PQE; OTCQX: PQEFF; Frankfurt: PQCF), ein Unternehmen, das auf die Entwicklung und Implementierung eigentumsrechtlich geschützter Te
Was Führungskräfte von der Luftfahrt lernen können ...
Die Luftfahrtbranche lebt vor, wie das Lernen aus Fehlern zu Verbesserungen führt. Viele Unternehmen signalisieren Interesse, sich an dem System zu orientieren: Denn was Flugzeuge vor dem Crash bewahrt, hilft Managern, Krisen zu vermeiden. Berufspilot und Speaker Philip Keil hat einen Beinahe-Flugz
Sibanye-Stillwater meldet Betriebsupdate für sechs Monate, die am 31. Dezember 2017 zu Ende gegangen sind ...
Johannesburg, 4. Februar 2018. Sibanye-Stillwater (Kürzel: JSE: SGL, NYSE: SBGL) - https://www.youtube.com/watch?v=URd4m-Te4Ds&t=28s) freut sich, positive Betriebsergebnisse für das am 31. Dezember 2017 zu Ende gegangene Jahr bekannt zu geben. Alle Betriebe lieferten in der zweiten Jahreshälf
