Bauhauptgewerbe zieht positive Jahresbilanz 2017: Umsätze steigen um 6 %. Branche schafft 30.000 n

Bauhauptgewerbe zieht positive Jahresbilanz 2017:
Umsätze steigen um 6 %. Branche schafft 30.000 neue Arbeitsplätze. Aussichten für 2018 positiv: Aufträge nehmen um 7 % zu, im Dezember sogar um 24 %.

ID: 1583795
(ots) - Das deutsche Bauhauptgewerbe schließt das Baujahr
2017 mit einem Umsatzplus von nominal 6,0 % ab (real: + 2,7 %). Damit
übertrifft das Jahresergebnis sogar noch die Verbandsprognose zur
Jahresauftaktpressekonferenz von plus 5 %. Die Branche
erwirtschaftete einen baugewerblichen Umsatz von 114 Mrd. Euro. Dies
teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) heute in
Berlin in der neuesten Ausgabe seines Aktuellen Zahlenbildes mit. Die
größeren Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten sogar ein
Umsatzplus von 8,5 % (real: + 5,1 %). Von der guten Baukonjunktur
haben 2017 somit die größeren Betriebe überdurchschnittlich
profitiert. Der Hauptverband führt dies darauf zurück, dass der
aktuelle Konjunkturaufschwung vor allem vom Neubau getragen wird,
kleinere Unternehmen aber eher bei Baumaßnahmen im Bestand gefragt
sind. Hinzu kommt, dass die Kleinbetriebe mit 1 bis 19 Beschäftigten
stärker von personellen Kapazitätsengpässen betroffen sind.

Größeren Betriebe haben hingegen eher die Möglichkeit, ihren
zusätzlichen Personalbedarf durch die Anwerbung ausländischer
Fachkräfte zu decken: Während die Zahl der deutschen Beschäftigten im
Bauhauptgewerbe 2017 lediglich um 1 % zunahm, lag die der
ausländischen um 16 % über dem Vorjahresniveau. Insgesamt stockten
die Betriebe ihren Personalbestand um 30.000 bzw. 4 % auf 812.000
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt auf. Damit hat die Branche
erstmals seit 2003 wieder mehr als 800.000 Beschäftigte und schuf
seit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 mehr als 100.000 neue Stellen.

Die Aussichten für das laufende Jahr sind vielversprechend: Die
Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten meldeten für 2017 einen
Zuwachs ihres Auftragseingangs* von nominal 6,6 %. Im Dezember legte
der Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar noch um


24,3 % zu. Auch im Vergleich zum Vormonat sind die Aufträge nach
Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (arbeitstäglich-, saison-
und preisbereinigt) gestiegen (+ 16,8 %). Um die Aufträge auch in
Zukunft zeitnah abarbeiten zu können, planen die Unter¬nehmen, in den
kommenden 12 Monaten zusätzliches Personal einzustellen und ihre
Investitionen zu erhöhen: Im Rahmen der aktuellen Umfrage des
Deut¬schen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) gab dies jedes
fünfte bzw. vierte Unternehmen an. Insgesamt spricht alles dafür,
dass die Umsatzprognose aus der Jahresauftaktpressekonferenz für 2018
von plus 4 % übertroffen wird.

Der Wohnungsbau war 2017 abermals die stärkste Stütze der
Baukonjunktur: Der Umsatz der Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
legte um 11,6 % zu. Die Bausparte hat auch im vergangenen Jahr vor
allem von den niedrigen Zinsen und dem wachsenden Bedarf an
Mietwohnungen in den Ballungszentren profitiert. Aufgrund der nach
wie vor steigenden Auftragseingänge* - im Gesamtjahr 2017 um 5,0 %,
im Dezember sogar um 39,8 % - erwartet der HDB für 2018 eine
Fortsetzung der guten Entwicklung, trotz des Rückgangs der
Wohnungsbaugenehmigungen von rund 6 % (Jan.-Nov.). Diesen führt der
HDB lediglich auf das mittlerweile erreichte hohe Niveau (2016: + 19
%) und auf Baulandengpässe in den Ballungszentren zurück, die
insbesondere den Ein- und Zweifamilienhausbau bremsen. Der
Genehmigungsüberhang von etwa 400.000 Wohnungen wird die Produktion
noch einige Zeit tragen.

Auch der Wirtschaftsbau hat das Baujahr 2017 positiv
abgeschlossen: Der Umsatz* lag um 8,4 % über dem Niveau von 2016, der
Auftragseingang* um 6,9 %. Die Branche profitierte zum einen von den
zusätzlichen Bundesmitteln für die Bahn und zum anderen von der
gestiegenen Investitionstätigkeit der Unternehmen des Verarbeitenden
Gewerbes. Auch für 2018 ist der HDB optimistisch: Immerhin plant laut
DIHK jedes dritte Industrieunternehmen, seine Investitionen zu
erhöhen.

Der Öffentliche Bau hat die Erwartungen des Hauptverbandes
übertroffen: Der Umsatz* lag 2017 um 6,5 % über dem Vorjahresniveau.
Dies ist auch auf die zusätzlichen Bundesmittel aus dem
Investitionshochlaufprogramm zurückzuführen. Entsprechend stark legte
der Straßenbau mit einem Umsatzplus von 7,7 % zu. Dass auch 2018 gut
laufen wird, dafür spricht die Entwicklung des Auftragseingangs*,
welcher um 7,2 % gestiegen ist.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen
Bundesamtes und des ifo Instituts. Auch im Internet mit Info-Grafik
abrufbar: http://www.bauindustrie.de/presse/ *) Baubetriebe mit 20
und mehr Beschäftigten



Pressekontakt:
Ansprechpartner: Dr. Heiko Stiepelmann
Funktion: Leiter Kommunikation / Pressesprecher
Tel: 030 - 21286 140, Fax: 030 - 21286 189
E-Mail: Heiko.Stiepelmann@bauindustrie.de

Original-Content von: Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  rbb-exklusiv: BER braucht weniger Geld als zuletzt angenommen Eröffnung OMV Office Building
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.02.2018 - 10:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1583795
Anzahl Zeichen: 5307

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Bau & Immobilien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 186 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bauhauptgewerbe zieht positive Jahresbilanz 2017:
Umsätze steigen um 6 %. Branche schafft 30.000 neue Arbeitsplätze. Aussichten für 2018 positiv: Aufträge nehmen um 7 % zu, im Dezember sogar um 24 %.
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im November 2020: /Bauunternehmen profitieren von guter Witterung und noch hohen Auftragsbeständen ...
"Die Bauunternehmen haben die gute Witterung im November 2020 genutzt, um ihre Auftragsbestände abzuarbeiten. Der Umsatz lag deutlich über dem schon hohen Vorjahresniveau und erreichte damit den höchsten gesamtdeutschen November-Wert." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsf

BAUINDUSTRIE zur Konjunktur 2020: Die Bauwirtschaft erweist sich als Stütze der Gesamtwirtschaft ...
"Ohne die Bauwirtschaft wäre die Gesamtwirtschaft 2020 ungefähr so stark eingebrochen wie zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2009." Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die Veröffentlichung der vorläufigen

Corona: Mit Prävention weiter gemeinsam durch die Pandemie ...
Die drei Tarifvertragsparteien, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben ergänzende umfangreiche Präventionsmaßnahmen vereinbart, um die Baubeschäftigten angesichts der sich zuspitzenden C


Weitere Mitteilungen von Hauptverband der Deutschen Bauindustrie


Schadstoffarm renovieren ...
Das Kinderzimmer soll möglichst bunt werden, die Fliesen im Bad müssen runter und der alte Teppich weicht endlich dem langersehnten Holzfußboden. Wer sein Heim in Eigenregie verschönern möchte, kann in Baumärkten unter Hunderten von Produkten wählen. Wer aber gleichzeitig Wert auf schadstoffa

Glapor dämmt "Lego-House" in Dänemark ...
Lego live erlebbar macht das neu geschaffene "Lego-House" in Billund. Ganz im Stil der legendären Bausteine errichtet und mit 25 Millionen Lego Steinen gefüllt, erregt das Erlebnis-Museum weltweit Aufmerksamkeit. Eine besondere Aufgabe: Die Dämmung der in das Gebäudekonzept integrierte

rbb-exklusiv: BER braucht weniger Geld als zuletzt angenommen ...
Für die Fertigstellung des neuen Flughafens BER wird weniger zusätzliches Geld benötigt als bisher angenommen. Das geht aus dem neuen Businessplan der Flughafengesellschaft hervor, der seit Donnerstag vorliegt. Das hat der rbb aus Regierungskreisen erfahren. Demnach benötigt die Flughafe

Brennholz und Kaminbriketts im Kostencheck ...
Brennholz und Kaminbriketts im Kostencheck Brennholz oder Kaminbriketts? Wer als Verbraucher wissen will, welcher Brennstoff am günstigsten ist, muss viel rechnen. Das Problem: Er vergleicht gewissermaßen "Äpfel mit Birnen". Brennholz: Viele Faktoren bestimmen den Preis Ger


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z