Innenminister Joachim Herrmann zur Jahresunfallstatistik des Jahres 2009: 'Positiver Trend des Vorjahres hat sich fortgesetzt
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Innenminister Joachim Herrmann zur Jahresunfallstatistik des Jahres 2009: "Positiver Trend des Vorjahres hat sich fortgesetzt
Unfallgeschehen erneut rückläufig ? Immer noch hohe Unfallbeteiligung junger Fahranfänger"
"Insgesamt belegt die Bilanz für 2009, das sich unsere langfristig angelegte Verkehrssicherheitsarbeit auszahlt", so Herrmann. "Das Ineinandergreifen von Prävention, Verkehrsüberwachung und "Gebaute Verkehrssicherheit" erweist sich als sinnvoll und richtig", sagte Herrmann. Die Verkehrsunfälle sind nach der Statistik mit rund 341.000 um etwa 0,8 Prozent gegenüber 2008 zurückgegangen. Die Unfälle mit Personenschaden haben indes deutlich um 2,2 Prozent abgenommen. Erstmals sank auch die Zahl der Verletzten mit 69.500 unter die 70.000er Marke, wobei immer noch 12.000 Schwerverletzte zu beklagen waren. Besonders hob Herrmann den Rückgang der Verkehrstoten um rund 2,5 Prozent hervor. So kamen auf Bayerns Straßen nach vorläufiger Rechnung 768 Menschen ums Leben. Im Vergleich zum Jahr 2008 mit 788 Getöteten hat sich damit die Zahl nochmals rückläufig entwickelt. Sorge bereitet dem Bayerischen Innenminister die Zunahme der tödlichen Unfälle bei Radfahrern und bei Fußgängern. Besorgniserregend sei der Trend nach wie vor auch bei den jungen Fahranfängern, mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an den Verkehrsunfällen mit Personenschaden. Herrmann: "Die Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen, die etwa acht Prozent der bayerischen Bevölkerung ausmacht, war damit an Unfällen mit schweren Personenschaden, also mit schweren Verletzungen oder Todesfolge, mit 22 Prozent weit überproportional vertreten.
Die Unfallursachen, die in erster Linie auf nicht angepasste Geschwindigkeit, geringe Fahrpraxis und zum Teil hohe Risikobereitschaft zurückzuführen sind, will Herrmann mit gezielten Maßnahmen bekämpfen. So werde sich die Polizei in diesem Jahr bei der Geschwindigkeitsüberwachung noch mehr auf Unfallschwerpunkte und auf Zeiten der größten Unfallhäufigkeit konzentrieren. Darüber hinaus setzt sich Bayern auf Bundesebene dafür ein, dass das begleitete Fahren mit 17 auch mit Ablauf der Modellphase am 31. Dezember 2010 seine Fortsetzung findet. "Die gute Resonanz bei den Jugendlichen und die sehr geringe Unfallbeteiligung beim begleiteten Fahren mit 17 sind für mich ausgesprochen erfreulich. Die bisherigen Zahlen belegen: Das begleitete Fahren mit 17 trägt erheblich dazu bei, Fahrroutine und Fahrkompetenz von Anfängern zu verbessern. Man kann deshalb zu Recht von einem bayerischen Erfolgsmodell sprechen."
Einen weiteren Schwerpunkt bei der Kampagne "Sicher und Fair im Straßenverkehr" will Herrmann bei der Sicherheit für Seniorinnen und Senioren im Straßenverkehr setzen, denn auch hier ist der Trend negativ. So liegt die Zahl der getöteten älteren Verkehrsteilnehmer um 22 Prozent höher als im Vorjahr. Mit der bayernweiten Schwerpunktaktion "Sicher unterwegs" mit eigenen Programmen der Polizei für die Zielgruppe der Senioren und einer engen Zusammenarbeit mit Partnern, wie zum Beispiel der Landesverkehrswacht Bayern e. V., will die Bayerische Staatsregierung dem Trend entgegnen.
Herrmann appellierte abschließend an die Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmer. "Eine defensivere Verkehrsteilnahme kann das Unfallrisiko entscheidend verringern. Einmal zurückstecken kann das Leben retten!"
Oliver Platzer, Pressesprecher Telefon: (089) 2192-2108/-2114
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Datum: 02.02.2010 - 17:19 Uhr
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