Fortschritte bei der schiffgestützten Behandlung von Kunststoffen - Workshop in Freetown, Sierra Le

Fortschritte bei der schiffgestützten Behandlung von Kunststoffen - Workshop in Freetown, Sierra Leone

ID: 1590139

Ziel: Verbundprojekt will Wertschöpfungsketten in wenig entwickelten Ländern schaffen / Erste Entwurfskonzepte auf Basis analytischer Betrachtung der Plastik-Abfallaufkommen an den afrikanischen Südost- und Südwestküsten



(LifePR) - Seit August 2017 forscht das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH (IEKrW) gemeinsam mit der Nehlsen GmbH & Co. KG und der TECHNOLOG services GmbH, die die Zusammenarbeit koordiniert, an der Verringerung von Kunststoffeinträgen in die Umwelt. Vor dem Hintergrund des weltweit zunehmenden Plastikmülls gewinnt das Projekt ?KuWert?, gefördert vom Bundesbildungs- und -forschungsministerium, an Bedeutung. Damit jedoch Kunststoffabfälle nicht in die Umwelt und damit letztlich ins Meer gelangen, müssen funktionierende Erfassungs- und Entsorgungssysteme vorhanden sein. Dies ist in vielen wenig entwickelten Ländern allerdings nicht der Fall. ?Ziel unseres Projektes ist die Verhinderung des Plastik-Eintrags in die Umwelt und Meere bei gleichzeitiger Schaffung von Arbeitsplätzen in den mitwirkenden Ländern vor Ort?, sagen die Projektleiter Christoph Rasewsky (TECHNOLOG) und Prof. Dr. Martin Wittmaier, IEKrW. ?Außerdem möchten wir durch Recycling den Plastikabfall in die Wertschöpfungskette des Welthandels zurückführen?, ergänzt Dr. Sven Rausch von der Firma Nehlsen.

In dem laufenden 18-monatigen Vorhaben soll die Implementierung einer Infrastruktur zur Erfassung, schiffgestützten Behandlung und Vermarktung von Kunststoffabfällen in wenig entwickelten Ländern konzipiert und dabei Wertschöpfungsketten in diesen Ländern geschlossen werden. Damit soll den Menschen in den Zielländern geholfen und zugleich die Umwelt entlastet werden. So gibt es bereits einen ersten Entwurf einer modular auszustattenden Plattform (Abbildung 1). Diese soll mit den jeweils benötigten Lagerflächen, Förderbändern, Ballenpressen, Zerkleinerern, Waschanlagen, Trommelsieben, Magnetabscheidern, Plastik-Detektor-Sensorik, Sortiereinrichtungen, geeigneten Baumaschinen sowie einem Extruder zur Verarbeitung von Recycling-Kunststoffen ausgerüstet werden.

Der Besuch im Januar 2018 in Freetown, Sierra Leone, dessen Universität ebenso wie die Universität von Mauritius in das Projekt eingebunden ist, dient dazu, die Situation vor Ort zu beurteilen, mögliche Wege zur Etablierung von Wertschöpfungsketten zu sondieren, Kontakte zu knüpfen und Netzwerke für zukünftige Aktivitäten aufzubauen.



Tatsächlich offenbarte sich vor Ort erheblicher Handlungsbedarf, allerdings auch Potential: In der Stadt Freetown sammeln sogenannte Wastepicker Kunststoffabfälle und organisieren deren Wiederverwertung bzw. -verwendung auf den Deponien. Der örtliche Entsorger betreibt keine Getrenntsammlung und entsorgt die gesammelten Abfälle auf einer der Deponien mitten im Stadtgebiet. Die Wastepicker auf den Deponien verkaufen die gesammelten Kunststoffabfälle gegen sehr geringe Erlöse an einen Händler, der diese zum Recyceln nach Guinea exportiert. Im Gegensatz zu einigen Initiativen in Bo, Kenema und Makeni, bei denen die Welthungerhilfe zusammen mit örtlichen Partnern die Verwertung von Kunststoffabfällen in kleinräumigen Maße initiiert hat, werden in Sierra Leone Kunststoffabfälle nicht wiederverwertet. Nicht gesammelte Abfälle landen so häufig in den Straßen.

Ein signifikantes Problem stellen auch die für die Trinkwasserversorgung mit Wasser gefüllten Plastikbeutel (?Water Sachets?) dar, die nach Gebrauch einfach weggeworfen werden und daher im gesamten Stadtbild auf den Straßen und in Wasserkanälen zu sehen sind. Diese und vieles mehr gelangen während der fünfmonatigen Regenzeit in die Flüsse, den Hafen und das Meer.

Ähnliches gilt für PET-Flaschen, die etwa ein Prozent der Abfallmenge ausmachen. Allerdings werden nur intakte Flaschen wiederverwendet bzw. vermarktet, für kaputte existiert aktuell kein Markt. Insgesamt beläuft sich der Kunststoffanteil am Abfallaufkommen auf etwa acht Prozent.

Im weiteren Projektverlauf sollen an dieser Stelle Anreizsysteme entworfen werden, um die Plastikabfälle einer Verwertung zuzuführen, um die Belastung der Umwelt zu verringern. Im Rahmen des Besuchs Anfang des Jahres konnten in diesem Zusammenhang wertvolle Kontakte zu Entscheidungsträgern vor Ort, örtlichen Initiativen und Nicht-Regierungsorganisationen geknüpft werden, um künftige gemeinsame Aktivitäten zu koordinieren. 

Forschungsprojekt ?KuWert?

Das Projekt ?KuWert? wird innerhalb des Forschungsschwerpunktes ?Plastik in der Umwelt? vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Forschungsschwerpunkt ?Plastik in der Umwelt ? Quellen, Senken, Lösungsansätze? ist Teil der Leitinitiative Green Economy des BMBF-Rahmenprogramms ?Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA3). Weitere Informationen über das Projekt ?KuWert? unter: http://www.KuWert.hs-bremen.de

Das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft

Das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH (IEKrW) wurde im Jahr 2000 gegründet und ist ein Beispiel für public-private-partnership im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung. Als KMU dient es als Transfer-Stelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Ziel des Instituts ist es, ökologisch und ökonomisch sinnvolle Lösungskonzepte für konkrete Fragen der Kreislaufwirtschaft und des Umweltschutzes zu entwickeln. Die vornehmliche Aufgabe des Instituts ist die Entwicklung von Verfahren und Konzepten zur Verwertung und Kreislaufführung von Stoffen, der effizienteren Nutzung von Rohstoffen, die Reinigung von Wässern, Schlämmen, Feststoffen und Abluft sowie Untersuchungen der damit verbundenen Märkte. - Weitere Informationen unter www.iekrw.de; University of Mauritius: http://www.uom.ac.mu; University of Sierra Leone - Fourah-Bay-College: http://www.university-directory.eu/Sierra-Leone/Fourah-Bay-College--University-of-Sierra-Leone.html

Über Nehlsen GmbH & Co. KG

Nehlsen ist ein international tätiges Entsorgungsunternehmen, das seit 1923 kundenorientierte Dienstleistungen in den Bereichen Recycling, Entsorgung und Reinigung erbringt. Als Familienunternehmen mit hanseatischen Wurzeln ist Nehlsen mit mehr als 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an 50 Standorten in Europa und Afrika tätig. - Weitere Informationen unter www.nehlsen.com

TECHNOLOG

Die TECHNOLOG services GmbH bietet als führender maritimer Technologie-Partner ein umfassendes Angebot an innovativen Designs, Beratungen und Machbarkeitsstudien sowie professionelle Engineering- und Projektmanagement-Leistungen mit Technologie-Transfer für Schiffseigner, Betreiber und Werften weltweit.

Die TECHNOLOG GmbH wurde 1979 gegründet. Die Kunden profitieren von zukunftsweisenden Lösungen für die internationale Schiffbau-, Meerestechnik- und Offshore-Industrie. Zusammen mit der TECHNOLOG-MRM marine services (China) Ltd. in Hongkong und Shanghai und den Repräsentanten in Australien, Bangladesch, Griechenland, Singapur, Südkorea und China arbeiten in Deutschland über 40 Mitarbeiter im Unternehmen garantieren wirtschaftlich technisch fundierten Kundenservice. - Weitere Informationen unter www.technolog.biz.

Weitere Informationen über das Projekt KuWert unter: http://www.KuWert.hs-bremen.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Fortschritte bei der schiffgestützten Behandlung von Kunststoffen - Workshop in Freetown, Sierra Leone Zwei Wochenend-Seminare im April zur Aktmalerei
Bereitgestellt von Benutzer: LifePR
Datum: 13.03.2018 - 17:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1590139
Anzahl Zeichen: 7809

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Bremen



Kategorie:

Bildung & Beruf



Diese Pressemitteilung wurde bisher 651 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fortschritte bei der schiffgestützten Behandlung von Kunststoffen - Workshop in Freetown, Sierra Leone"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Hochschule Bremen (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

19. Februar: Online-Vortrag "Wie unterstütze ich mein Kind bei der Studienwahl-" ...
Eltern spielen im Prozess der Berufs- und Studienorientierung ihrer Kinder häufig eine besondere Rolle. Sie sind oft erste Ansprechpartner:innen und wichtige Ratgebende. Die Zentrale Studienberatung der Hochschule Bremen lädt Eltern am Montag, 19.02.2024 um 17:30 Uhr zu einem Online-Vortrag zu dem

Bis zum 11. Februar zur Studienorientierungschallenge anmelden ...
In zehn Wochen dem Traumstudium Schritt für Schritt näherkommen: Das bietet die Studienorientierungschallenge der Zentralen Studienberatung der Hochschule Bremen (HSB). Los geht es am Montag, 12. Februar 2024. Eine Anmeldung ist bis Sonntag, 11. Februar 2024, möglich. Das Angebot ist kostenfrei

Annika Maschwitz wird neue Konrektorin für Studium, Lehre und Internationalisierung der HSB ...
Die Hochschule Bremen (HSB) bekommt mit Prof. Dr. Annika Maschwitz eine neue Konrektorin für Studium, Lehre und Internationalisierung. Der Akademische Senat (AS) hat dem Beschluss des Rektors am Dienstag, 6. Februar 2024, in einer Sondersitzung mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Amtszeit beträgt


Weitere Mitteilungen von Hochschule Bremen


Fortschritte bei der schiffgestützten Behandlung von Kunststoffen - Workshop in Freetown, Sierra Leone ...
Seit August 2017 forscht das Institut für Energie und Kreislaufwirtschaft an der Hochschule Bremen GmbH (IEKrW) gemeinsam mit der Nehlsen GmbH & Co. KG und der TECHNOLOG services GmbH, die die Zusammenarbeit koordiniert, an der Verringerung von Kunststoffeinträgen in die Umwelt. Vor dem Hinter

Ich - wer ist das? ...
Die Frage nach dem Ich ist der Kern menschlicher Suche nach dem Glück: Bei allen Entscheidungen schwingt die Hoffnung mit, dass die Unzufriedenheit mit dem, was gerade ist, sich durch neue Sichtweisen und Erfahrungen in Wohlgefallen auflösen könnte. Der Universitätsprofessor Peter Pfrommer hat

Führungserfolg - ein kompakter Ratgeber liefert die Grundlagen ...
Gelangweilte - oder gar genervte - Mitarbeiter, die eine Präsentation oder ein Treffen mit ihrem Manager bzw. Arbeitgeber ohne bleibenden Eindruck und ohne neues Wissen oder neue Kenntnisse verlassen, sind ein Alptraum für ein Unternehmen, dass erfolgreich sein will (also normalerweise für jedes

Jobcafé am 21. März an der Hochschule Heilbronn ...
Der Berufseinstieg ist nicht immer leicht, ganz besonders, wenn man sich in Deutschland nicht so gut auskennt. Um internationale Fachkräfte und internationale Studierende zum Thema ?Jobeinstieg? zu informieren, veranstalten das Welcome Center, die Agentur für Arbeit Heilbronn, die Hochschule Heilb


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z