Rheinische Post: Kommentar: Briten brauchen Freunde
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achselzuckend wegstecken können, solange sie unilateral bleiben. Eine
multilaterale Aktion gegenüber dem Kreml dürfte ungleich
wirkungsvoller sein. Ob es dazu kommen wird, ist aber fraglich. Denn
Großbritannien kann nicht mehr auf so viele instinktive Freunde
zählen wie früher. Die sogenannte besondere Beziehung, die das
Königreich seit dem Zweiten Weltkrieg mit den USA pflegte, litt schon
unter Präsident Barack Obama. Sein Nachfolger Donald Trump zögerte
jetzt schmerzhaft lange, bevor er sich an die Seite der Briten
stellte. Während die Brücke über den Atlantik nicht mehr die
belastbarste ist, macht sich Großbritannien im Zuge des Brexit daran,
auch die Brücke über den Ärmelkanal zu demontieren. London braucht
Freunde, befindet sich aber in einer Phase der Entfremdung. Die
nächsten Wochen werden zeigen, ob es tatsächlich zu einem westlichen
Schulterschluss gegenüber der russischen Provokation kommen kann oder
ob sich die Versprechen der Solidarität aus Berlin und Paris als
Lippenbekenntnisse herausstellen.
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Datum: 14.03.2018 - 19:45 Uhr
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